Bitcoin-Kreditkarten: So funktioniert dieses Zahlungsmittel
Bitcoin-Kreditkarten: So funktioniert dieses ZahlungsmittelFoto-Quelle: Pixabay
Realitätscheck Bitcoin: Das sind die Vor- und Nachteile des Bezahlens mit der digitalen Währung

Ob Technologie- oder Finanznews, wer in den letzten zwei Jahren regelmäßig in die Newsquelle seines Vertrauens geschaut hat, dürfte zumindest schon mal von Bitcoin gehört haben. Spätestens seit die Kryptowährung im Dezember 2020 stetig weiter anstieg und einen Rekord nach dem anderen hinlegte, ist Bitcoin auch der breiten Masse ein Begriff.

Realitätscheck Bitcoin: Das sind die Vor- und Nachteile des Bezahlens mit der digitalen Währung

Ob Technologie- oder Finanznews, wer in den letzten zwei Jahren regelmäßig in die Newsquelle seines Vertrauens geschaut hat, dürfte zumindest schon mal von Bitcoin gehört haben. Spätestens seit die Kryptowährung im Dezember 2020 stetig weiter anstieg und einen Rekord nach dem anderen hinlegte, ist Bitcoin auch der breiten Masse ein Begriff.

Zum Handeln beliebt, für Zahlungen noch nicht wirklich etabliert


Den Weg in den Alltag findet das digitale Geld momentan hauptsächlich durch Handelsplattformen, auf denen Bitcoin und Co. ähnlich wie Aktien gehandelt werden können. Dahingegen ist die Akzeptanz des Bitcoins im Handel noch verhältnismäßig gering. Zwar springen immer mehr Unternehmen auf den Zug auf und akzeptieren die großen Kryptowährungen als Zahlungsmittel, dennoch hat sich die digitale Währung noch nicht in der Breite durchgesetzt.
Etwas weiter ist Kryptowährung allerdings schon, wenn es um das Bezahlen offline geht. In großen deutschen Städten wie Berlin gibt es beispielsweise einige auch kleine Läden, die den Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen. Andere Länder wie die USA sind da aber deutlich weiter und dort kann zum Teil schon der Kaffee an der Ecke mit Bitcoin bezahlt werden. In Europa ist der Vorreiter dabei die niederländische Stadt Arnheim, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Krypto-freundlichste Gemeinde des Kontinents zu werden. Hier kann bei mittlerweile über 100 Einzelhändlern mit der Internetwährung gezahlt werden.

So kann in Geschäften und Restaurants mit Bitcoin bezahlt werden


Doch wie funktioniert das Begleichen der Rechnung mit Kryptogeld? Dafür muss eine sogenanntes Wallet eingerichtet werden, in welches Bitcoins eingezahlt werden können. Die „Bitcoin Wallet App“ ist zum Beispiel eine gängige Form für Android-Nutzer, die mit der Kryptowährung zahlen wollen.
Wichtig ist allerdings, dass auch auf Seiten des Zahlungsempfängers die Voraussetzungen gegeben sind. Dafür benötigt es nämlich die passende Software, die die Rechnung in Form eines QR-Codes präsentiert. Dieser wird anschließend vom Käufer mit dem Smartphone eingescannt und die Summe wird transferiert werden.

Mit Bitcoin im Internet bezahlen


Leichter geht das Bezahlen mit Bitcoin online und einige große Firmen bieten eine Bezahlung mit dem digitalen Geld bereits an. Aktuell sind allerdings vorwiegend US-Unternehmen Pioniere dieses Zahlungsmittels. Noch hinkt Deutschland in verschiedenen Aspekten hinterher. Unternehmen, die die Bezahlung mit Krypto schon zulassen, sind unter anderem die Folgenden: Expedia, Microsoft, Mozilla, Dell, WordPress, Lieferando, Tesla, Subway, Domino’s Pizza, Kentucky Fried Chicken, Twitch, Starbucks, Home Depot.

Auch weniger bekannte Unternehmen bieten die Einzahlung von Bitcoin an, darunter viele Online Casinos mit Echtgeld. Tradingseiten und einige Sportwettenanbieter erlauben es ebenfalls mit den gängigen Kryptowährungen zu bezahlen und bieten teilweise entsprechende Boni als zusätzlichen Anreiz an. Viele Fluggesellschaften haben Bitcoin auch schon als Option in ihre Zahlungsmethoden aufgenommen.

Bitcoin-Kreditkarten: So funktioniert dieses Zahlungsmittel


Mittlerweile gibt es außerdem Bitcoin Kreditkarten von bestimmten Anbietern, die in der Regel mit MasterCard oder Visa zusammenarbeiten. Grundsätzlich ist eine Bitcoin Kreditkarte nichts anderes als eine reguläre Kreditkarte, die aufgeladen werden kann. Nach dem Bezahlvorgang wird der Preis mit dem Budget der Kryptowährung verrechnet. Auch via App lässt sich eine Bitcoin Kreditkarte steuern. Dabei stellt die Anwendung eine Art virtuelles Konto dar, über das sich die Transaktionen verwalten lassen.

Das sind die Vorteile einer Bezahlung mit Bitcoin

• Da Bitcoin an keine Bank gebunden ist, bietet es ein offenes Zahlungssystem. Somit kann es rund um die Uhr und weltweit transferiert werden.
• Bitcoin-Transaktionen sind kosteneffizienter im Vergleich zu Kreditkartenzahlungen, die je nach Anbieter Geld kosten können. Auch PayPal ist für den Empfänger nicht immer kostenlos, je nach Art des Handels.
• Bitcoin ist vor Inflation geschützt, da die faktische Menge der Coins auf 21 Millionen beschränkt ist. In Sachen Anlagewert lassen sie sich daher mit den Edelmetallen Gold und Silber vergleichen, die ebenfalls als inflationssicher gelten.
• Bitcoin-Transaktionen sind transparent, da sie per Blockchain-Technologie durchgeführt werden. Dieses System folgt einer öffentlichen Buchführung, wodurch alle Informationen und Transaktionen von Mitgliedern des Netzwerks eingesehen werden können.
• Bitcoin ist die am höchsten bewertete Kryptowährung auf dem Markt.
• Mit Bitcoin können Zahlungen außerhalb institutioneller Gerichtsbarkeit getätigt werden. Damit werden Finanzinstitute und Regierungen außen vor gelassen, was für Bewegung auf dem Finanzmarkt sorgte
• Die Anzahl der Online Shops, Geschäfte und Restaurants steigt, bei denen man mit Bitcoin bezahlen kann. In einigen Jahren könnte Bitcoin theoretisch eine genauso akzeptierte Bezahlmethode sein wie heutzutage PayPal oder Kreditkarte.
Das sind die Nachteile der Bezahlung mit Bitcoin
• Die mangelnde Regulierung eröffnet Fragen bezüglich der Sicherheit der Währung.
• Um Zahlungen mit Bitcoin durchzuführen, benötigt man eine Internetverbindung sowie die Software, mit der die Transaktionen unterstützt werden.
• Es gibt verhältnismäßig wenig Stellen, an denen bereits mit Bitcoin bezahlt werden kann.
• Das gesamte Geldsystem rund um den Bitcoin ist noch neu und dadurch recht experimentell.
• Die Geschwindigkeit des Transfers kann je nach Netzwerk variieren.
• Da die Währung dezentralisiert ist, gibt es keinen Kundensupport, wie ihn beispielsweise Banken für ihre Kreditkarten- oder Kontoinhaber anbieten.
• Das Wallet, mit dem Bitcoin verwaltet wird, kann gehackt werden. Es ist daher ratsam, immer nur geringere Beträge in ein Bitcoin-Wallet auf dem Smartphone zu buchen.
• Die Transaktionen können nicht rückgängig gemacht werden und sind dementsprechend nach Ausführung permanent.
• Wer virtuelle Bitcoins besitzt, muss diese auf seinem Computer so aufbewahren, dass sie vor Hackern und Viren geschützt sind.

Die Zukunft wird spannend


Einige Experten prognostizieren Bitcoin eine glorreiche Zukunft. Je mehr Menschen und je mehr Länder Bitcoin handeln und nutzen, desto stärker wird sich die Kryptowährung auch verbreiten und etablieren. Für einen gewaltigen Umschwung in der Finanzwelt sorgte die digitale Währung bekanntlich schon jetzt.

Doch auch kontraproduktive Entwicklung zeichnen sich, da auf einer globalen Skala noch recht viel Unsicherheit bezüglich Krypto herrscht. So gibt es Länder wie Indien, die ein Bitcoin-Handelsverbot einführen wollen, was sich negativ auf die Entfaltung auswirken könnte. Insgesamt bleibt die Entwicklung spannend und es wird sich in der nahen Zukunft zeigen, ob Kryptowährungen auf ihrer Erfolgswelle weiterreiten werden. Denn wenn sich in der Krypto-Szene eine Sache bewiesen hat, dann dass genaue Prognosen quasi ein Ding der Unmöglichkeit sind.