Job trotz hoher Rente: Deshalb arbeiten Deutschlands reiche Senioren weiter
Job trotz hoher Rente: Deshalb arbeiten Deutschlands reiche Senioren weiterFoto-Quelle: Pixabay
Job trotz hoher Rente: Deshalb arbeiten in Deutschland vor allem gut situierte Senioren weiter

Immer mehr Rentner wollen im Ruhestand weiter arbeiten. Überraschend dabei: vor allem gut situierte Senioren sind im Alter noch erwerbstätig. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Arbeiten nicht wegen des Geldes

Viele der befragten Ruheständler arbeiten weiter, obwohl sie eigentlich genug Geld zur Verfügung haben, wie die "Welt" berichtet. Die Motive dafür sind vor allem Spaß, Kontakt zu anderen Menschen und weiterhin eine Aufgabe zu haben. Demzufolge arbeiten größtenteils diejenigen Rentner weiter, die ein Einkommen von 2500 Euro oder mehr haben.

Das hat einen bestimmten Grund. „Diese Gruppe ist besser dazu fähig, weiterzuarbeiten“, sagt Silke Anger, Leiterin des Bereichs Bildung, Qualifikation und Erwerbsverläufe beim IAB der "Welt". „Die Personen haben ihr Leben lang eher schonende Tätigkeiten ausgeübt, die körperlich weniger belastend waren.“ Außerdem hätten Senioren, die aus anspruchsvollen Berufen kommen, mehr Möglichkeiten als Andere.

Positive Auswirkungen

Diese Entwicklungen stärken die deutsche Wirtschaft, indem sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Über 50 Prozent der Rentner arbeiten nach der Pensionierung noch weiter. Wie es bei der "Welt" weiter heißt, könnten diese Zahlen sogar noch steigen. Unter den nicht erwerbstätigen Rentnern befinden sich noch einige Menschen, die gerne wieder eine Arbeit aufnehmen würden.

Vor allem Frauen auf Erwerbstätigkeit nach der Rente angewiesen

Trotz der hohen Zahlen an freiwilliger Erwerbstätigkeit in der Rente, darf man nicht vergessen, dass einige Senioren auf ein zusätzliches Gehalt angewiesen sind. Viele derer, die wenig Rente beziehen, können zudem gar nicht weiter arbeiten. Grund dafür können ein schlechter Gesundheitszustand oder geringe Jobchancen sein. „Die, die einen Zuverdienst am meisten bräuchten, sind am wenigsten zur Weiterarbeit in der Lage“, sagt Anger der "Welt".

Insbesondere Frauen arbeiten auch nach der Rente noch weiter. „Viele Rentnerinnen können nur so ihre Existenzgrundlage sichern.“, so Anger. 42 Prozent der befragten Rentnerinnen sind deshalb weiter erwerbstätig, weil sie das Geld brauchen. Bei den Männern gilt das nur für 29 Prozent. Grund für die hohen Zahlen sind geringere Rentensätze durch Auszeiten und Teilzeitarbeit.

34 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Uns hat man nie gesagt das man wenn man 45 Jahre gearbeitet hat nur gut 1000 Euro bekommt und dann noch eine Zusatzrente machen muss das man als Rentner Überleben kann und dann kommt noch die Dieselskandal hinzu
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wize.life-Nutzer
Ich arbeite kaum noch, nur aus Lust und Laune oder wenn echt Ebbe in der Kasse, was ich hoffentlich nicht mehr erlebe - aber nicht für umsonst - schon aus Prinzip.
Rente bekomm ich erst in 4 Jahren und das wird auch eher nur ne Art Trinkgeld.
wize.life-Nutzer
Und wovon finanzierst Du Dein Leben?
wize.life-Nutzer
Im wesentlichen aus den Erträgen aus der Geschäftsauflösung, speziell Verkauf einer vermieteten Wohnung.
wize.life-Nutzer
Dann wünsche ich Dir von ganzem Herzen, daß diese Erträge bis zum Rentenbeginn ausreichen bzw. beides Dir ein gutes Leben ermöglichen können!
wize.life-Nutzer
Reicht locker - und wie bist du reingerutscht und haste Pläne im neuen Jahr?
wize.life-Nutzer
Pläne mache ich keine mehr.
wize.life-Nutzer
Ok - ich eigentlich für mich auch nicht wirklich. Denke nur an Sohn und Enkel in Sachen Planung und noch andere ...
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wize.life-Nutzer
Dieses Symbol-bild zu dem Artikel ist eine Aufforderung an Leute mit krimineller Energie in diesem Land, den alten Menschen aufzulauern. Wir kennen die Kriminalstatistik. Immer häufiger werden Alte überfallen, ausgeraubt, betrogen. Bitte ersetzen Sie das Foto schnellstens!!! Gruß an die Redaktion und die Bildredakteurin.
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wize.life-Nutzer
Menschen die sich in ihrem Leben etwas geschaffen haben, sind darauf bedacht für die Zukunft das geschaffene auch zu erhalten und das geht eben nicht ohne gebildete Rücklagen. Sicher handelt es sich hier um überwiegend um Senioren.
Viele junge Menschen leben in unserem Land mit einer anderen Einstellung und ruhen sich in der sozialen Hängematte aus, finden Arbeit blöd , leben vom Kindergeld und dröhnen sich zu.
An letztetem ist der Staat aber mit schuld der dieses Lotterleben und die Faulheit noch unterstützt.
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wize.life-Nutzer
Liebe Dorothea... schließe mich deiner Meinung an,.. Statistik, Zahlen von wem- für wen und warum..?? ...na sowas , treffe als Betreuer an der "Tafel" viele ehemalige Freunde und Kollegen ,Schulkameraden wieder... aber ein Bundes-Landtagsabgeordneter war noch nicht dabei.. !!
wize.life-Nutzer
Mdl oder BdL trifft man auch nicht bei der Tafel. Sie müssten dann sas mitansehen, was sie angerichter haben.
Die lieben auch nicht Diät, wiel sie sich nicht mehr leisten können sondern leben von den Diäten. Und viele haben da noch einen lukrativen Posten im Aufsichtsrat, Vorstand etc. Zur Not auch im Vorstand einer gemeinnützigen Einrichtung, u.a. DRK-Landes- oder Kreisverbände etc.
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wize.life-Nutzer
Es gibt zwei Kategorien von Rentnern:
1. Die wegen der zu geringer Rente dazu verdienen müssen.
2. Denen zu Hause langweilig ist und in ihrem Leben noch keine schwere Arbeit hatten.
Diese könnten m.E. in der sozialen Arbeit einiges leisten, jedoch ohne Verdienst.
wize.life-Nutzer
Ich bin 70 Jahre alt, habe 55 Jahre auf dem Bau gearbeitet und arbeite immer noch auf dem Bau, zwar nicht immer aber immer wieder. Bin verwitwet und habe eine Nettorente von ca. 1800 €. Das nur zu dem Punkt 2.
wize.life-Nutzer
Finde ich super, ich arbeite auch immer noch ohne Geldmangel. Weiter arbeiten war eine der besten Entscheidungen die ich gemacht habe. Die Arbeit hat mehr Werte als nur das Geld.
wize.life-Nutzer
Schön, wenn man in diesem Alter noch arbeiten kann, auch wenn kein
Geldmangel herrscht.
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wize.life-Nutzer
Geld kann man doch immer gebrauchen. Frauen, unser schönes Geschlecht, geben viel Geld aus für Mode, Kosmetik u.a. - meist mehr als Männer.
Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Wenn man ganz gut leben kann und sich auch mal im Alter was gönnt ist das doch prima.
Doch wer kann das denn ? Die Mieten steigen......
Ich würde auch gern arbeiten.....ich beziehe Altersruhegeld (damit alleine könnte ich leben aber mir nicht sehr viel gönnen), zusätzlich Witwenrente und Betriebsrente.
Davon kann ich leben und braucht nicht jeden Cent umzudrehen, so wie viele andere, die ihre Knochen und Gesundheit 45 Jahre lang zur Verfügung gestellt haben und jetzt Altersbeschwerden haben aber nicht das Geld um sich teure Dinge zu leisten.
Wenn ich arbeiten würde, kürzt sich meine Witwenrente und das Finanzamt freut sich mehr wie ich. Da lohnt es sich nicht unbedingt zu arbeiten
Ich geniesse, bescheiden und glücklich, mein Rentnerleben und bin icht neidisch. Es stimmt micht nur sehr traurig, daß es viele Rentner/-innen gibt, die sich keinen Urlaub leisten können, kein neues Auto kaufen, keine neuen Möbel kaufen, nicht in Theater und Kinos gehen können, nicht mit Freunden im Lokal essen können.
Ich bin einfach nur "Otto Normalverbraucher" im bescheidenen Verhältnissen und schlafe abends nicht hungrig ein.
Früher haben Rentner dank guter Einkünfte die Enkel mit auf Urlaub genommen, Möbel für die Kinden und jugen Eheleute mitfiananziert....das sieht und hört man nicht mehr heute.
Rentner sein heißt damit zu leben nach einem langen Arbeitsleben mit weniger Geld auskommen zu müssen, aber eine längere statistische Lebenszeit zu haben. Man gibt ggf. mehr Geld für Medikamente aus, die in Deutschland überteuert sind.
Wer jetzt im sonigen Süden lebt kehrt nach Deutrschland zurück, wenn man ernsthaft krankt wird. Das habe ich in meinem Umfeld schon mehrfach registriert.
Carpe Diem - geniesse die letzte Lebensphase - das gönne ich jedem Rentner/-in.......!!!!!
wize.life-Nutzer
Gut geschrieben Rolf. Damit ist wohl alles gesagt.
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wize.life-Nutzer
Das Rentnerleben ist gespalten. Es gibt viele, die in den "billigeren" Ländern leben. Es gibt aber auch bei uns viele, die arbeiten müssen, um ihr Zaster aufzubessern. Alle, die ohne finanzielle Not arbeiten, möchten ihrem Leben einen Sinn geben. Das können sie aber nur, wenn die Jobs dafür da sind.
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wize.life-Nutzer
Das es sich dabei größtenteils um Rentner handelt die 2500 Euro und mehr handelt gaben, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, das es sich um die Menschen handelt, die ein Leben lang gearbeitet, in die Rentenkasse eingezahlt haben und dann vom Staat ihrer wohlverdienten Rente bestohlen und betrogen wurden. Es ist doch sicher das sich der Staat immer wieder für alles andere an der Rentenkasse bedient hat.
wize.life-Nutzer
Der Rentner den ich kenne arbeitet noch mit 80, trotz hoher Rente.
Dann musste er 10.000 € ans Finanzamt zahlen, die hatte er Zuhause liegen.
wize.life-Nutzer
Sollte er mir jetzt leid tun?
Sorry, mir tun die Rentner leid die arbeiten MÜSSEN um zu überleben
wize.life-Nutzer
Die anderen Rentner leben in Spanien, die einen ganzjährig, die anderen über den Sommer.
Fahrt mal nach Spanien, da sind unsere Rentner zu finden.
Die anderen sind auf den Philippinen, einer in Thailand. Da können sie sich mit deutscher Rente ein Hausmädchen leisten.
wize.life-Nutzer
Das ist sicher teilweise richtig, es gibt aber viele Rentner die sich das nicht leisten können
wize.life-Nutzer
Den jetzigen Rentnern geht es noch verhältnismäßig gut, problematisch ist es bei Alleinerziehenden, Hausfrauen, Erwerbsminderung und Selbstständigen.
Bei den Selbständigen hat man zum Glück schon angesetzt. Da wurde einfach zu wenig eingezahlt um heute davon leben zu können.
wize.life-Nutzer
Das Thema hier sind aber nicht die armen Rentner....das sollte man dann auch nicht vermischen.


Ich komme mit meiner Rente gut zurecht und überlege auch, welche Tätigkeit mir noch einmal einiges an Spaß bringen würde. Etwas, dass ich bisher noch nie gemacht habe...einfach mal was gänzlich anderes probieren, als der Beruf es war.
wize.life-Nutzer
Natürlich geht es den Generationen die nach uns kommen viel schlechter. Und das es den von Ihnen genannten Gruppen schon heute nicht nicht gut geht, ist auch richtig, wobei mir die Selbstständigen nicht wirklich leid tun. Sie haben die Kohle gescheffelt und sich Beitragszahlungen gespart, dann kann man auch nichts erwarten.
wize.life-Nutzer
Wirklich Kohle gescheffelt.... haben die Selbstständigen in der Regel auch nicht.
Das trifft vielleicht für Konzerne zu, aber nicht für den Einzelhandel der schwer zu kämpfen hat.
Da blieb einfach nicht viel übrig, es musste ja auch die Familie davon ernährt werden.
Ebenso die Handwerksbetriebe, da arbeiten viele auch noch weiter im Alter.
Ich war auch eine Zeitlang selbstständig, nach einem Skiunfall stand ich wochenlang mit Gips im Laden.
Die Wochenenden, Feiertage, immer gearbeitet.
Ich mag diese Pauschal Vorurteile nicht.
wize.life-Nutzer
Ich bediene eigentlich alle problematischen Fälle.
Selbstständig, Alleinerziehend, Halbtagsjob und Erwerbsgemindert auf Grund von Krankheit.
Trotzdem geht es mir gut.
Weil ich ganz einfach vorgesorgt habe und mich privat abgesichert habe.
Da durfte nichts kaputt gehen, keine größeren Ausgaben, kein Urlaub, nichts....
Aber es ging. Und heute bin ich froh darum.... und spare weiter....

Wir sind das Ergebnis unserer Entscheidungen, das habe ich neulich irgendwo gehört.

Und es stimmt ganz einfach.
wize.life-Nutzer
Aber es ist nicht das Thema, da hat wize.life-Nutzer recht.
wize.life-Nutzer
Mir persönlich geht es jetzt nicht schlecht, ich muß auch nicht mehr arbeiten, um zu überleben. ABER: Meine Mutter, die 15 Jahre nicht versicherungspflichtig beschäftige war, hat nahezu soviel Rente wie ich, die ich 48 SV-pflichtig arbeitete. Sie bekommt noch 70% Rente, die genauswenig steuerpflichtig ist, wie ihre Witwenrente. Ich bekomme noch 48% BRUTTO und meine Witwenrente wird auch noch mit Steuerklasse 6 veranlagt + SV. Dafür darf ich dann auch noch Brille, Zahnbehandlung usw. selbst bezahlen.
Wenn ich nicht in einer Eigentumswohnung leben könnte, würde ich im Großraum München ziemlich alt aussehen.
wize.life-Nutzer
Ja Josefine in München und deren Umfeld hat ziemlich hohe Mieten. Die Höhe der Rente allein ist nicht immer der Maßstab sondern auch die Höhe der Nebenkosten wie Miete usw.
wize.life-Nutzer
wize.life-Nutzer, genau das ist das Problem, da kommt bei vielen Sozialneid auf.
Wieso bekommt jemand, der weniger gearbeitet hat, genauso viel Rente wie ich.
Anhand deiner Mutter kannst du aber sehen, unser Sozialstaat funktioniert. Ansonsten wärst du in der Pflicht für deine Mutter einzutreten.
Anderseits haben diese Frauen auch Kinder groß gezogen und auf eigene Arbeit verzichtet.
Ich denke, es ist schon okay so.

Es ist eben schwer allen gerecht zu werden.
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