Rassismus-Streit bei den Simpsons - Apu steht vor dem Aus
Rassismus-Streit bei den Simpsons - Apu steht vor dem AusFoto-Quelle: Screenshot / YouTube
Rassismus-Streit bei den Simpsons - Apu steht vor dem Aus

Nach jahrelangen Rassismus-Vorwürfen, weigert sich der Synchronsprecher Hank Azaria (55) weiter die Rolle des indischen Ladenbesitzers Apu Nahasapeemapetilon zu übernehmen. Er stellt sich damit auf die Seite von Kritikern, die in der Rolle eine Ansammlung von Vorurteilen erkennen.

Obwohl Apu Nahasapeemapetilon eine der ältesten und am meisten etablierten Figuren der Zeichentrick-Serie "Die Simpsons" ist, steht wird sein Charakter auch als zu klischee-belastet kritisiert. Als indischer Einwanderer hat er einen extremen Akzent und arbeitet in seinem Laden bis zur Selbstausbeutung. Privat lebt er in einer arrangierten Ehe mit der Inderin Manjula, mit der er acht Kinder hat.

2017 veröffentlichte der Comedian Hari Kondabolu seinen Dokumentarfilm "The Problem with Apu", in dem der Sohn indischer Einwanderer kritisierte, dass die Figur rassistischen Vorurteilen entspräche. Er selbst sei von anderen Schulkindern gehänselt worden, die Apus-Stimme imitiert hätten. Der Synchronsprecher Hank Azaria (55) erklärte dazu, dass er der Kritik in einigen Punkten Recht geben müsse. Nachdem sich auch zwei Jahre später nichts an dem Charakter von Apu geändert hatte, zog er jetzt die Konsequenzen und erklärte, die Rolle in Zukunft nicht mehr sprechen zu werden. Jetzt ist unklar, ob die Figur verschwinden wird - oder ob ein anderer Sprecher sie übernimmt.

In wie weit Kondabolus Rassismus-Vorwürfe zutreffend sind, ist allerdings umstritten. Die Simpsons-Macher reagierten mit einer Episode, in der sie ihm indirekt unterstellten, er würde der Political Correctness dem Vorzug vor Künstlerischer Freiheit geben. Ähnlich bezogen die Macher der Zeichentrick-Serie "South Park" Stellung, die in der Episode "The Problem with a Poo" seine Kritik als überzogen darstellten.

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Hallo Leute
Hat man keine Probleme macht man sich Probleme.
Diese Rassismusdebatten können einem echt nerven.
Wenn man im Ausland die Deutschen in Lederhosen darstellt, die Bratwurst und Sauerkraut essen, die gern gehorchen und alle Nazis sind, dañn reg ich mich nicht mehr auf.
Man muss doch immer eins bdenken,
hinter den Vorurteilen gegenüber Länder steckt doch auch immer ein Stückchen Wahrheit dahinter.
Die Leute die sich bei den Vorurteilen angesprochen fühlen,sollten sich etwas entspannen.
Take it easy.
So auch in diesem Fall.
Es gibt viel größere Probleme wie diese Angelegenheit.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
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