T-Zellen attackieren Krebszellen
T-Zellen attackieren KrebszellenFoto-Quelle: Shutterstock
Non-Hodgkin-Lymphome: Forscher erzielen Erfolg bei Behandlung

Forscher des Mount Sinai in New York haben ein neues Verfahren entwickelt, Immuntherapeutika gegen behandlungsresistente Non-Hodgkin-Lymphome einzusetzen. Dafür kombinierten sie die Medikamente mit einer Stammzelltransplantation. Dieser Ansatz steigerte auch den Behandlungserfolg von Medikamenten bei schwarzem Hautkrebs und Lungenkrebs.

Laut den Wissenschaftlern handele es sich bei dieser Form der Immuntherapie um sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Sie verbessern die Fähigkeit der T-Zellen (Gruppe von weißen Blutzellen, welche der Immunabwehr dient) gegen den Krebs zu kämpfen.

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Im Prinzip wird die Tarnung der Tumorzellen entfernt und diese so erkennbar. Dieser Therapieansatz ist schon bei Tumorarten erfolgreich. Bei Non-Hodgkin-Lymphomen (bösartige Erkrankungen des Lymphgewebes) ist er wirkungslos. Aber ...

Bei einer Kombination von Immuntherapie mit einer Stammzelltransplantation, erhöht sich die krebsabtötende Immunreaktion der T-Zellen um das Zehnfache, so die US-Mediziner. Dadurch können jetzt auch Non-Hodgkin-Lymphome behandelt werden.

Die Verwendung von Immuntransplantaten zur Verbesserung der Wirksamkeit der Checkpoint-Blockade-Therapie könnte allgemein von Bedeutung sein, da diese Immuntherapien eine Standardtherapie für Melanome, Nierenkrebs, Lungenkrebs und andere Erkrankungen darstellen

erklärt Dr. Joshua Brody vom Mount Sinai.

Diese Ergebnisse sollen künftig in einer klinischen Studie mit Patienten überprüft werden. Die Forscher hoffen, dass so eines Tages auch wirksame Therapien gegen andere Krebsarten entstehen.

Was ist ein Non-Hodgkin-Lymphom?

In Deutschland erkranken etwa 15 bis 16 von 100.000 Menschen jährlich an den verschiedenen Formen der Non-Hodgkin-Lymphome. Das Risiko einer Erkrankung steigt mit dem Alter, sie kann jedoch auch schon bei Kindern auftreten.

Das Tückische ist, dass die malignen Lymphome im Frühstadium bei Betroffenen oft zu keinen oder nur geringen Beschwerden führen. Dazu zählen etwa: Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Übelkeit.

Charakteristisch sind auch schmerzlose Lymphknotenschwellungen vor allem am Hals, in der Achselhöhle, hinter dem Brustbein, oberhalb des Schlüsselbeins und in der Leistengegend.

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