Forscher hoffen, Brustkrebs präventiv behandeln zu können.
Forscher hoffen, Brustkrebs präventiv behandeln zu können.Foto-Quelle: Pixabay
Impfung gegen Brustkrebs: So weit sind deutsche Forscher schon

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Doch noch immer ist es größtenteils unklar, wie die Krankheit entsteht. Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg glauben, dass Immunzellen im Blut eine große Rolle spielen könnten. Sollte sich diese Vermutung erhärten, könnten künftig Frauen mit einem erhöhten Brustkrebs-Risiko frühzeitig identifiziert und womöglich sogar präventiv behandelt werden. Denkbar sei eine prophylaktische Impfung, so die Deutsche Krebshilfe.

Immunzellen im Blut schützen den Körper vor Krankheiten. Einen großen Anteil daran haben die sogenannten T-Zellen, zu welchen T-Helferzellen, natürliche Killer-T-Zellen und immununterdrückende T-Zellen gehören. Die Zusammensetzung der Immunzellen könnte auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hinweisen.

"Wir vermuten, dass sich die Zusammensetzung der Immunzellen von Frau zu Frau unterscheidet. Frauen mit einer insgesamt schwächeren Abwehr haben möglicherweise ein höheres Erkrankungsrisiko," sagte Professor Dr. Rudolf Kaaks, Leiter der Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg der Deutschen Krebshilfe.

Bei einer kleineren Studie, die rund 800 Personen umfasste, kam heraus: Frauen mit einer höheren Menge an immunterdrückenden T-Zellen im Verhältnis zur Gesamtzahl der T-Zellen hatten ein größeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Diese Erkenntnis macht den Wissenschaftlern Hoffnung.

Analyse konservierter Blutproben dank neuer Methode

In einer groß angelegten Untersuchung werden nun unter anderem Daten aus der sogenannten EPIC-Studie (500.000 Teilnehmer) genutzt. Die EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) läuft bereits seit 1992 und prüft einen Zusammenhang zwischen Krebs und Ernährung.

Zu Beginn der EPIC-Studie hatten alle Teilnehmer eine Blutprobe abgegeben. Diese wurden bis heute tiefgefroren und werden jetzt am Deutschen Krebsforschungszentrum analysiert. Dafür wählten die Forscher knapp 1000 Frauen, die seit Beginn der Erhebung an Brustkrebs erkrankten und jeweils eine gesunde Frau als Pendant mit ähnlichen Daten (Alter etc.).

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"Dank einer neuen Methode können wir die Mengen unterschiedlicher Immunzellen mithilfe der DNA im Blut bestimmen. Bis dato war eine Analyse nur mit intakten Zellen möglich", erklärte Kaaks.

In den eingefrorenen Blutproben der Probandinnen werden demnach die Menge der T-Zellen, die Menge der myeloiden Suppressorzellen sowie die Menge der Monozyten bestimmt. Dadurch zeigt sich den Wissenschaftlern schließlich, welche Veränderung die Wahrscheinlichkeit einer Brustkrebserkrankung erhöhen.

Impfung gegen Brustkrebs?

Die Deutsche Krebshilfe setzt große Hoffnung in das Projekt und finanziert die Forschungsarbeiten mit 300.000 Euro.

Denn: "Wenn die Analyse der Immunzellen das Erkrankungsrisiko zuverlässig vorhersagt, wäre es denkbar, Frauen mit niedriger Immunabwehr und erhöhtem Brustkrebsrisiko zukünftig präventiv – beispielsweise mit einer prophylaktischen Impfung – zu behandeln."

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8 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Alles was wir zu uns nehmen, ist im Rahmen des vorgeschriebenen Gesetzes voll Gift. Letztendlich summiert sich das und macht die Menschen krank. Also eine Impfung gegen Krebs, die Brustkrebs erst gar nicht entstehen läßt, wird es nicht geben, da der Krebs
viele unterschiedlichste Entstehungsgeschichten hat.
wize.life-Nutzer
Dies stimmt nicht ganz so ...... Fakt ist aber, dass man mit den einfachsten Dingen aus der Natur CA heilen könnte, aber da sorgt schon die Pharmaindustrie dafür, dass dies nicht passiert ...... Es sind drei Ärzte ganz plötzlich verstorben, die dem auf die Schliche kamen.
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wize.life-Nutzer
Dabei wird vergessen wie weit andere Länder in der Erforschung von Krebserkrankungen sind. Es gibt Firmen die schon vor dem Ausbruch von Krebs feststellen können ob Jemand einmal Krebs bekommen kann und kann die Ursachen beheben. So zwei Mädchen in den USA denen schon Särge besorgt wurden und als letzte Chance diese beschriebenen Maßnahmen ergriffen wurden. Die Mädchen leben heute noch nach Jahren mit dieser Behandlung. Nur ob und wann dieses Verfahren nach Deutschland kommt, das steht wohl ind den Sternen und welche Bedenken dann noch von kirchlicher Seite kommen?
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wize.life-Nutzer
Ich bin auch an Unheilbaren Brustkrebs erkrankt Knochenmetastasen mein Brustkrebs ist Triple Negativ das ist bei uns der Vererbliche Brustkrebs meine Mutter und eine Tante hatten beide Brustkrebs das wahr bei meiner Mutter 1993 verstorben und meiner Tante 1087 verstorben da gab es noch keine Gentests wie ich bei meiner Ersterkranung 2011 den Gentest machen ließ kam Dan heraus das das ein Familier Vererblicher Brustkrebs ist mein Arzt fragte ja bei meiner ersten Diagnose ob Mutter Tanten oder sonst jemand aus meiner Familie Brustkrebs hatte oder hat meine Cousine ist daran 2013 gestorben bei ihr wurde es diagnostiziert 2008 der Brustkrebs Dan ist bei mir der Gentest gemacht worden und das Ergebnis wahr BRC2A weil mein Papa hatte Prostatakrebs gehabt da hilft auch keine Therapie mit Antikörpern und auch keine Antihormontherapie weil ich hatte und habe ein sehr gutes Immunsystem ich habe schon seit über 3 Jahre keine Erkältung mehr gehabt und werde auch sonst nicht so schnell Krank deswegen es liegt auch bei manchen Familien an den Genen 🤔🤗😁
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wize.life-Nutzer
Diese Impfung wird wohl noch in den "Kinderschuhen" stecken. Ich bin der Meinung,
dass der "Krebs" schon in den Genen steckt. Bei einigen Frauen bricht er aus und bei
anderen nicht!
wize.life-Nutzer
Eine Kommission , die den Bluttest gegen Brustkrebs an der Heidelberger
Uniklinik untersucht hat, stellt den Abschlussbericht nicht vor, da eine
einstweilige Verfügung vom Chef der Frauenklinik beim Verwaltungsgericht Karlsruhe eingegangen ist und dort stattgegeben wurde. Anscheinend sollen
beim Bluttest Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein. Dort wurde ein Bluttest vorgestellt, der angeblich Brustkrebs zuverlässig erkennt. Dies stellte sich
später als falsch heraus.
Hier möchte ich anführen, dass eine Impfung gegen Brustkrebs sehr fraglich ist.
Ob natürlich eine Ernährung beim Brustkrebs mitspielt, kann ich nicht beurteilen.
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wize.life-Nutzer
Was nutzt es denn das man eine Impfung gefunden hat, die u.U. nicht von den Krankenkassen erstattet wird. Noch dazu verdient man an gesunden Patienten nichts.
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