Mutter präpariert Halloween-Süßigkeiten mit Windpocken-Virus
Mutter präpariert Halloween-Süßigkeiten mit Windpocken-VirusFoto-Quelle: Pixabay
Mutter präpariert Halloween-Süßigkeiten mit Windpocken-Virus

Australien. In einer Facebook-Gruppe für Impfpflicht-Befürworter behauptet eine Userin aus Brisbane (Bundesstaat Queensland), ihr Sohn sei an Windpocken erkrankt. Um anderen Eltern eine „natürliche Immunisierung“ ihrer Kinder zu ermöglichen, habe sie für Halloween Süßigkeiten mit dem Virus präpariert. Nun ermittelt die Polizei.

Bei der Frau soll es sich den Angaben auf Facebook zufolge um eine sogenannte „Registered Nurse“, eine examinierte Krankenschwester, handeln. Weil die Userin in ihrer Profil-Beschreibung behauptet, in einem inzwischen geschlossenen Kinderkrankenhaus zu arbeiten, geht die Polizei aber davon aus, dass es sich um einen Fake-Post handelt.

„Es gibt keine gegenwärtigen oder ehemaligen Angestellten mit diesem Namen, die für Queensland Health als Krankenschwester gearbeitet haben“, teilte eine Sprecherin des einzigen noch betriebenen Kinderkrankenhauses auf Anfrage mit. „Dies ist ein ernstes Problem und wurde an die Polizei weitergeleitet, die Ermittlungen durchführt.“

Empörter Vater teilte Post auf Facebook

Auf den Post war die Polizei erst gekommen, nachdem der Vater eines an Keuchhusten verstorbenen Kindes ihn auf seiner Facebook-Seite, „Light for Riley“, geteilt hatte. „Es kommt nicht oft vor, dass mir die Worte ausgehen, aber das tut es einfach“, hieß sein Kommentar zu dem Post, der inzwischen selbst tausendfach gelikt und geteilt wurde.

Nach dem Vorfall teilte die Gesundheitsbehörde im Bundesstaat Queensland mit, die Wahrscheinlichkeit einer Infizierung anderer Kinder anhand präparierter Süßigkeiten sei „extrem gering“. Trotzdem verurteilte die Behörde den Facebook-Post.

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