Hepatitis-Fall in Chemnitz: 119 von 270 Schüler NICHT geimpft - Stadt schließt Grundschule

Aufgrund einer Hepatitis-A-Erkrankung in der Schlossgrundschule in Chemnitz, hat das Landratsamt Schule und Hort vorübergehend geschlossen. Das Problem: 119 der 270 Schüler sind nicht gegen die meldepflichtige Krankheit geimpft. Auch die Hälfte der Lehrer und Erzieher hat keinen Schutz. Die Ansteckungsgefahr ist daher enorm. Das Gesundheitsamt bietet eine schnelle und unkomplizierte Impfung für alle an.

Chemnitz schließt Grundschule nach Hepatitis-Fall
Chemnitz schließt Grundschule nach Hepatitis-FallFoto-Quelle: Pixabay

Wie die Stadt Chemnitz bekannt gab, bleiben Schule und Hort noch bis 20. November komplett geschlossen. Geimpfte Kinder und Lehrer können danach wieder zurückkehren.

Kinder und Erwachsene ohne Impfschutz müssen insgesamt vier Wochen zuhause bleiben. Wer sich aufgrund der Umstände zu einer Impfung entscheidet, könnten schon in zwei Wochen in die Schule zurückkehren.

Ansteckung durch verunreinigte Lebensmittel oder Kontaktinfektion

Hepatatis A ist laut "Deutsche Aidshilfe" die häufigste aber am wenigsten bedrohliche Form der Gelbsucht. Das Virus verursacht eine akute Leberentzündung. Die Erkrankung dauert ca. zwei bis vier Wochen und geht mit grippeähnlichen Symptomen einher.

Die Ansteckung erfolg über verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser sowie über Kontakt- und Schmierinfektion. Einziger Schutz ist die Impfung. Eine Therapie gegen das Hepatitis-A-Virus gibt es nicht, es können einzig die Symptome behandelt werden.

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