Risiko Arzneimittel - Immer mehr Meldungen
Risiko Arzneimittel - Immer mehr Meldungen
Gesundheitsgefahr: So viele Meldungen zu Arzneimittelrisiken wie nie zuvor

Blutdrucksenker unter Krebsverdacht, Nasentropfen mit heftigen Nebenwirkungen, Schmerzmittel, die die Leber schädigen: Immer häufiger werden Medikamente zurückgerufen. Im vergangenen Jahr meldeten Apotheker mehr Qualitätsmängel und Nebenwirkungen von Arzneimitteln als jemals zuvor.

Laut Mitteilung vom Dienstag erhielt die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) 10.782 Spontanberichte aus 5274 verschiedenen Apotheken. Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängel waren es rund 7700 Meldungen. Sie bezogen sich auf Verpackungsfehler, Mängel bei der Zusammensetzung oder mechanische Defekte wie etwa nicht funktionierende Insulinpens.

"Die Apothekerinnen und Apotheker leisten zusammen mit der AMK somit einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit und damit der Patientensicherheit", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK.

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Knapp 3000 Meldungen gingen zu Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) ein, wovon rund 1100 aufgrund ihrer Klassifikation der Art oder Schwere eine dringende Eilbedürftigkeit aufwiesen. Damit machten die Meldungen zu UAW rund 29 Prozent aller Berichte aus. 7 Prozent der UAW-Meldungen wurden im Zusammenhang mit einer Arzneimittelsubstitution gemeldet, also dem Austausch des verordneten Arzneimittels zum Beispiel durch ein Rabattarzneimittel der entsprechenden Krankenkasse.

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1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
unglaublich !!!!!!!
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