Augengrippe beginnt wie eine Bindehautentzündung - Antibiotika helfen aber n ...
Augengrippe beginnt wie eine Bindehautentzündung - Antibiotika helfen aber nichtFoto-Quelle: Adobe Stock / Vasilenko Dmitriy
Augengrippe: Erreger hochansteckend - Antibiotika machtlos

Bundesländer wie Bayern warnen derzeit vor einem Anstieg der Grippe-Erkrankungen. Weitaus weniger bekannt, aber auch heftig ist die Augengrippe. Zunächst ähneln die Symptome denen einer Bindehautentzündung. Doch wer sie hat, kann im Prinzip nichts mehr dagegen tun. Umso wichtiger sind Vorbeugemaßnahmen.

Im November 2016 grassierte im Raum Bonn eine wahre Augengrippe-Epidemie. Antibiotika waren gegen die Adenoviren machtlos, Erkrankungen an den Atemwegen, im Magen-Darm-Trakt oder am Auge die Folge. Gerade die Entzündungen von Binde- und Hornhaut sind aber hoch ansteckend.

Die Viren gelten als extrem widerstandsfähig und hochansteckend. Noch Wochen nach Ausbruch der Infektion klagen Patienten über Beschwerden wie eine Trübung des Augenlichts. Die Diagnose Augengrippe muss der Arzt dem Gesundheitsamt melden.

Augengrippe: Wie stecke ich mich an?

Meist werden die Viren durch Handkontakt übertragen, etwa beim Händeschütteln. Berührt ein Erkrankter erst sein entzündetes Auge, gibt einem anderen dann die Hand, der sich dann ebenfalls ans Auge fasst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu einer Ansteckung kommt.

Das gleiche Prinzip gilt auch für Gegenstände wie Türklinken, Handläufe oder Armaturen.

Wie merke ich, dass ich mich angesteckt habe?

Zunächst ist ein Auge gerötet, dann schwillt das Auge an. "Betroffene haben ein Fremdkörpergefühl im Auge", erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Demnach juckt das Auge juckt, es tränt und reagiert empfindlich auf Licht.

Nach der Ansteckung vergehen für gewöhnlich 5 bis 12 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Mit den ersten Krankheitszeichen ist man selbst ansteckend.

Wie schütze ich mich?

Hygiene ist das A und O. Das heißt, regelmäßig und gründlich Hände waschen. Erkrankten nicht zu nahe kommen. Und sollte ein Krankheitsfall im häuslichen Umfeld auftreten, unbedingt Oberflächen desinfizieren.

Was hilft?

Das einzige, was bei der Diagnose Augengrippe hilft, ist Warten. Es gibt keine Arznei, die die Krankheit heilt. Linderung verschaffen jedoch Augentropfen mit dem Wirkstoff Cyclosporin.

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1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Das man sich vor dem Essen und nach dem Toilettengang die Hände wäscht hat man doch in der Regel schon als Kind gelernt. Das wichtigste ist das das Immunsystem in Ordnung ist. Nur dann kann es Keime abwehren, Man kann garnicht alles desinfizieren wo Keime lauern und der Körper braucht auch einige davon. die pseudo desinfizierung mit Tüchern und Spray regt die Keime an resistent zu werden....es würde ein normales feuchtes Tuch mit Seife reichen den Griff abzuwischen
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