Alptraum Wadenkrampf - wenn die Nacht zur Qual wird
Alptraum Wadenkrampf - wenn die Nacht zur Qual wirdFoto-Quelle: Frank Rossbach Photography
Alptraum Wadenkrampf - wenn die Nacht zur Qual wird

Schmerzhafte nächtliche Wadenkrämpfe können ein wahrer Alptraum sein. Häufig lassen sich keine eindeutigen Auslöser für die Krämpfe feststellen. Das Leiden wird oft unterschätzt und auf Magnesiummangel geschoben. Die wahren Ursachen liegen oft woanders und damit auch Ansätze für erfolgreiche Behandlungsmethoden.

Wadenkrämpfe können einsam machen

Die Betroffenen leiden nicht nur unter immensen Schmerzen. Sie erfahren oft wenig Akzeptanz für ihre Beschwerden, die häufig als Lappalie abgetan werden. Das bestätigt Tanja S. aus Schönberg, die jahrelang von Wadenkrämpfen gebeutelt war.
Haben Sie durch die Wadenkrämpfe Auswirkungen auf Ihren (Arbeits-) Alltag gespürt?
"Ja, leider sehr viele und schwerwiegende. Als unser Sohn kleiner war, konnte ich an vielen Dingen nicht aktiv teilnehmen, weil die Angst vor dem nächsten Krampf immer gegenwärtig war. Dinge im Alltag, die für jede Mutter normal sind, waren unmöglich. Viele Freundschaften gingen auseinander, weil ich häufig nicht so spontan sein konnte. Ich habe eine Stelle aufgeben müssen, da ich damals noch nicht in der Lage war, über diese Krankheit zu sprechen. Wenn ich wegen schlafloser Nächte am nächsten Tag müde und unkonzentriert war, reagierte man mit Unverständnis. Ich habe mich in ein Schneckenhaus verzogen und wurde immer einsamer."

Arztbesuch wird oft auf die lange Bank geschoben

In Folge dessen nehmen die Betroffenen oftmals die Sichtweise ihres Umfelds an, verharmlosen ihre Schmerzen und fühlen sich nicht verstanden. Einen Arztbesuch ziehen sie daher gar nicht – oder erst spät – in Erwägung. Betroffenen kann jedoch nur empfohlen werden, sich bei ihrem Arzt beraten lassen. Denn neben der Einnahme von Magnesium und Dehnübungen gibt es weitere Therapieoptionen.

[image=large]5e57ee27bbf6c337250c47fe[/image]

Maßnahmen gegen die Wadenkrämpfe

Häufig lässt sich für die wiederkehrenden nächtlichen Wadenkrämpfe kein eindeutiger Auslöser finden, was zu hoher Frustration und Resignation bei den Betroffenen führen kann. Zu den Maßnahmen, die Betroffene dennoch selbst
versuchen können, zählt die Einnahme von Magnesium. Eine Besserung wird allerdings nur dann erzielt, wenn ein Magnesiummangel im Körper für die Krämpfe verantwortlich ist. Ein erheblicher Magnesium-Mangel liegt nur bei rund 10 % der Bevölkerung vor.1 Eine weitere Möglichkeit sind Dehnübungen – eine Anleitung in kurzen Videos eines Experten befindet sich auf der Website www.gute-nacht-wadenkrampf.de.

Millionen von Betroffenen

Bei 2,8 Millionen Betroffenen2 in Deutschland helfen diese Maßnahmen allerdings nicht. Daher sollten die unter starken Wadenkrämpfen Leidenden nicht zögern und frühzeitig ihren Arzt aufsuchen, da er ihnen mit einer umfassenden Diagnose und weiteren Therapieoptionen zur Seite stehen kann. Auf der Website www.gute-nacht-wadenkrampf.de. findet sich neben einer Checkliste für den Arztbesuch auch ein Schmerztagebuch zur Dokumentation der Wadenkrämpfe.

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.