Lufthansa streicht wegen des Coronavirus seinen Flugplan noch weiter zusamme ...
Lufthansa streicht wegen des Coronavirus seinen Flugplan noch weiter zusammenFoto-Quelle: Pixabay
Coronavirus: Lufthansa streicht jetzt jeden zweiten Flug

Die Ausbreitung des Coronavirus weltweit hat bei der Lufthansa zu zahlreichen Stornierungen geführt. Um die finanziellen Folgen abzufedern, hat die Airline angekündigt, ihren Flugplan noch weiter zusammenzustreichen. In den nächsten Wochen entfalle jede zweite Verbindung, so das Unternehmen am Freitag.

Der Vorstand habe entschieden, die angebotene Flugkapazität noch stärker als bislang geplant zu verringern, teilte die Lufthansa am Freitag mit. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Nachfrage, soll die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Die Maßnahme diene dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Das Unternehmen berichtete von drastischen Buchungsrückgängen und zahlreichen Flugstornierungen.

Noch mehr Flüge werden gestrichen

Erst am Donnerstag hatte die Lufthansa angekündigt, im März 7100 Flüge innerhalb Europas zu streichen.

Die Streichung von insgesamt 7100 Flügen im März begründet das Unternehmen mit "außergewöhnlichen Umstände durch die Ausbreitung des Coronavirus". Dies habe zu einer geringeren Nachfrage geführt. Einige Ziele werden daher in diesem Monat seltener angeflogen.

Die Änderungen gelten demnach ab sofort: Seit Donnerstag (5. März 2020) sollen die Streckenstreichungen nach und nach umgesetzt und entsprechend die betroffenen Fluggäste informiert werden, so das Unternehmen.

Dabei geht es um Verbindungen von den Flughäfen Frankfurt und München, die Lufthansa teilweise im Halbstundentakt bedient. "Damit stehen zahlreiche Umbuchungsmöglichkeiten zur Verfügung", so die Airline.

  • ab Frankfurt: 3750 Flüge zu 75 Flughäfen
  • ab München: 3350 Flüge zu 65 Flughäfen

Betroffen sind laut Lufthansa zum einen innerdeutsche Flüge:

  • Frankfurt nach Berlin
  • Frankfurt nach München
  • Frankfurt nach Hamburg
  • München nach Berlin
  • München nach Hamburg
  • München nach Düsseldorf
  • München nach Köln
  • München nach Bremen
  • München nach Hannover

Außerdem werden einige Verbindungen nach Italien gestrichen, bestimmte Ziele seltener angeflogen als sonst:

  • Mailand
  • Venedig
  • Rom
  • Turin
  • Verona
  • Bologna
  • Ancona
  • Pisa

Daneben sind weitere Flüge nach Skandinavien, Großbritannien, dem Baltikum, Polen, Russland, Frankreich, Spanien, Portugal betroffen.

Gestrichen sind außerdem

  • alle Flüge nach Tel Aviv und Eilat in Israel (8. März bis 28. März)
  • nach Festland-China (bis einschließlich 24. April)
  • nach Teheran (bis 30. April)
  • München-Hongkong (6. März bis 24. April)
  • einige Verbindungen nach Hongkong und Seoul (Korea)

Das sollten Fluggäste beachten

Fluggästen rät die Lufthansa: Sie sollten sich vor Reiseantritt über die aktuelle Situation des jeweiligen Fluges über auf der Lufthansa-Webseite informieren. Betroffene Passagier können kostenlos umbuchen.

Wer bei Lufthansa seine Kontaktdaten hinterlegt hat, wird über Streichungen informiert.

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