Perfekte Wintersportbedingungen in den Dolomiten - jetzt wurde das bei Skifa ...
Perfekte Wintersportbedingungen in den Dolomiten - jetzt wurde das bei Skifahrern beliebte Südtirol zum Risikogebiet erklärtFoto-Quelle: Pixabay
Coronavirus: Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Südtirol ab

Nachdem bereits das Robert-Koch-Institut Südtirol zu einem Coronavirus-Risikogebiet erklärt hat, verschärft jetzt auch das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für die Provinz in Norditalien. Es rät von unnötigen Reisen nach Südtirol ab. Gleiches gilt für die Regionen Emilia-Romagna und Lombardei.

"Von nicht erforderlichen Reisen in die Regionen Südtirol, Emilia-Romagna und Lombardei sowie in die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien wird derzeit abgeraten", heißt es seit diesem Freitag (6. März 2020) auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

Am Donnerstagabend hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) Südtirol zum Corona-Risikogebiet erklärt. Dass die Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten in Deutschland sich zu diesem Schritt entschließen könnte - darüber war bereits in den vergangenen Tagen spekuliert worden.

36 Corona-Fälle werden mit Südtirol in Verbindung gebracht

Bei insgesamt 36 Corona-Fällen in Deutschland sieht das RKI derzeit einen Zusammenhang mit Südtirol, teilte die Behörde am Freitag mit. Ein Drittel der deutschen Patienten, die nach einem Aufenthalt in Italien erkrankt waren, hatten sich demnach zuvor in Südtirol aufgehalten.

Lesen Sie auch: Coronavirus: Lufthansa streicht über 7000 Flüge

Am späten Donnerstagabend (5. März 2020) nahm das RKI die Provinz in die Liste der Risikogebiete auf. Dazu zählen seit Ende Februar bereits die Region Emilia-Romagna, die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.

Die Liste der aktuellen Coronavirus-Risikogebiete
Die Liste der aktuellen Coronavirus-RisikogebieteFoto-Quelle: RKI

Denn bei auffällig vielen Rückkehrern aus dem bei bei deutschen Skifahrern beliebten Südtirol war zuletzt das neue Coronavirus nachgewiesen worden, vor allem in Baden-Württemberg. So bei mehreren Mitgliedern einer Reisegruppe, die sich zuvor in Südtirol aufgehalten hatten.

25 Skifahrer in Baden-Württemberg erkrankt

Insgesamt sind laut "Stuttgarter Zeitung" insgesamt 25 Menschen Baden-Württemberg positiv auf Sars-CoV-2 worden, die im Urlaub in Südtirol gewesen waren. Ebenso wie ein Mann aus Brandenburg.

In Südtirol selbst sind laut "Südtirol info" zwei Menschen an Covid-19 erkrankt.

"Keine Bestätigung, dass Ansteckung in Südtirol erfolgt"

Mit Blick auf die infizierten deutschen Urlauber heißt es: "Bisher gibt es keine Bestätigung, dass die Ansteckung in Südtirol erfolgt ist." Das italienische Gesundheitsministerium habe Südtirol nicht zur einer "Gelben Zone" oder gar "Roten Zone" erklärt.

Als Risikogebiete bezeichnet das RKI nach eigenen Angaben "Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann".

Wie häufig wurde Virus in andere Länder übertragen?

Für ihre Einschätzung ziehen die Experten unterschiedliche Kriterien heran: Darunter die Anzahl der Infektionen, die Infektionsdynamik - also wie stark die Zahl der Infektionen steigt - und die Frage: Wie häufig wurde das Virus in andere Länder getragen?

Lesen Sie auch: Schutz vor Infektionen - Hört bitte damit auf

"All dies hat uns dazu bewogen, Südtirol zum Risikogebiet zu erklären", erklärte RKI-Chef Professor Lothar Wieler am Freitag auf einer Pressekonferenz.

Patienten aus Risikogebiet werden getestet

Die Einstufung als Risikogebiet ist nicht zu verwechseln mit einer Reisewarnung - eine solche gibt ausschließlich das Auswärtige Amt aus. Für Südtirol gibt es zwar keine Reisewarnung, aber eben verschärfte Reisehinweise.

Für die Infektions-Experten des RKI geht es bei der Einstufung als Risikogebiet um etwas Anderes: "Damit geben wir Ärzten ein Handwerkszeug bei der Überlegung, wer auf das Coronavirus getestet wird", so Wieler.

Ein entscheidendes Kriterium dafür sei, ob sich etwa ein Patient mit grippeähnlichen Symptomen in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat. In dem Fall werden Mediziner einen Test bei dem Betroffenen veranlassen.

Umgekehrt gilt jedoch auch: Wer in einem Risikogebiet war "muss sich nicht angesteckt haben", so Wieler. Doch wenn bei Rückkehrern aus den genannten Gebieten Corona-typische Symptome auftreten, bestehe ein "höheres Risiko", dass sie erkrankt sind. Deshalb werden sie auf das neue Virus getestet.

Auch interessant: Coronavirus: So gefährlich ist der Erreger - Das Wichtigste im Überblick

Wintersportlern, die in den vergangenen 14 Tagen in Südtirol gewesen sind, rät der RKI-Chef vor allem zwei Dinge: Zum einen sollten sie den eigenen Gesundheitszustand ganz genau beobachten. Wenn sie grippeähnliche Symptome entwickeln, "sollten sie versuchen, keine andere Menschen anzustecken", so Wieler.

Bedeutet ganz praktisch: Betroffene sollten möglichst zuhause bleiben. Und einen Arzt anrufen, um einen Untersuchungstermin zu vereinbaren. Unter Umständen wird ihnen ein Abstrich im hinteren Rachenraum entnommen, der im Labor auf Coronaviren untersucht wird.

Italien ist bislang das einzige europäische Land, in dem das RKI einzelne Gegenden zum Risikogebiet erklärt hat. Daneben zählen dazu einzelne Provinzen in China, Iran und Südkorea.

Das sollten Reisende beachten

Wichtig für Reisende: "Ein kostenfreier Rücktritt (Stornierung) ist nur bei Pauschalreisen möglich", teilt die Verbraucherzentrale mit. Ganz sicher sei dies aktuell aber nur für Reisen in die chinesische Provinz Hubei.

Damit Urlauber kostenfrei zurücktreten können, muss die Ausbreitung des Coronavirus "die Pauschalreise erheblich erschweren, gefährden oder beeinträchtigen", so die Experten der Verbraucherzentrale.

Auch interessant: Coronavirus in Italien - Kann ich trotzdem noch in Urlaub?

Entscheidend für einen Rücktritt sei die objektive Einschätzung der Lage vor Ort. "Stärkstes Indiz für höhere Gewalt, für das Vorliegen einer Gefährdung der Reisenden also, sind die Einschätzungen des Auswärtigen Amtes und daraus folgende Reisewarnungen."

Im Video: Virus-Alarm! Jeder Zweite wäscht seine Hände falsch

27 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Da habe ich mir extra was Beiges zum Schunkeln gekauft, und jetzt das!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Wir haben schon letztes Jahr für heuer Anfang Mai ein Hotel in Südtirol gebucht und sehen bislang keine Notwendigkeit, diese Reise zu stornieren, zumal das gefärdete Gebiet (Grödnertal) 120 km von unserem Ziel entfernt ist.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Sterben müssen wir alle mal. Also leben und nochmal leben.
wize.life-Nutzer
Was ist das denn für eine Einstellung??!!!
wize.life-Nutzer
David Berger] Wenn sterben willst gehe in der Schweiz, dort ist sterbenhilfe erlaubt, ich würde wegen ein Urlaub nicht mein leben riskieren es gibt schon vielen von dieser dummen menschen die das machen und dann wenn wieder zu hause sind stecken die anderen an, ich würde solchen Menschen die so etwas bewust machen ins gefängnis stecken. Wenn so was gibt mussen man sich mit verantworten benehmen weil es gibt auch sehr vielen Kinder die sich anstecken können und das ist unverantwortlich und man muss auch an Älteren Menschen denken die daran sterben können. Schönen Abend noch.
wize.life-Nutzer
Man kann sich auch in die Hosen machen und jede Propaganda ernst nehmen. Man sieht , sah die Irren ja bei den Hamsterkäufen etc...
wize.life-Nutzer
HA ELL] nein ich mache mir nicht in die Hosen und Hamsterkäufen machen ich auch nicht ich muss jedem tag arbeiten und versuche mich nicht anzustecken weil ich will auch nicht meine Partnerin und meine Tochter die bei mir lebt nicht anstecken das ist alles und mehr nicht.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Habe heute meine Reise , 1 Woche (Ostern), nach Norditalien storniert!
wize.life-Nutzer
HABE ENDE APRIL GARDASEE GEBUCHT
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
diese Warnung kommt eine Woche zu spät !!
wize.life-Nutzer
Vorteil : leere Pisten, aktuell genialer Schnee, heute sella ronda orange gemacht. Im halbleeren Restaurant wird man freudig begrüßt und bevorzugt bedient. ....
wize.life-Nutzer
das konnte man sich vor einer Woche schon an den Fingern abzählen.
wize.life-Nutzer
genau
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Was ich nicht verstehe, dass hier die Bundesliga spielt mit zig tausend Zuschauern !Lutz57
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
Ist ganz einfach Lutz Günter, davon lebt den Deutschen Stadt und wenn keine zuschauer sind dann ist auch keine steuer einnahmen, wenn die Bürger sterben ist für dem Deutschen Stadt nicht so schlimm, schlimmen ist wenn keine Steuer einnahmen da ist, normal mussen für 2 oder 3 wochen alles geschlossen sein um zu schauen wievielen infektiert sind um dieser Menschen zu helfen aber so werden sich immer weiter Menschen infektieren und werde nie aufhoren.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
https://www.pgu.de/nachrichten/einze...faellt.html
In Unna am PGU wurde die Skifreizeit abgesagt.
Ist auch besser so.
In Anbetracht der Tatsachen...
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Deutschland sind 534 Corona Infizierte Menschen.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Hier in der Nähe wird eine Schülergruppe von 100 Siebtklässlern, die heute aus einer Skifreizeit aus Süd Tirol kommen, in häusliche Quarantäne gesteckt.
Die Eltern erhalten heute verhaltensanweisungen
Einfach schlimm,
Hoffentlich wird alles gut
wize.life-Nutzer
Ja, weil die Warnung viel zu spät kommt. Das wusste man schon vor einer Woche, dass das ein Infektionsgebiet ist. Die armen Jugendlichen, hoffe, sie sind alle wohlauf.
wize.life-Nutzer
2 Teilnehmer sind infiziert.
wize.life-Nutzer
Das ist aber noch nicht sicher
Die haben die Symptome einer Grippe
wize.life-Nutzer
Ach, ich hatte es so verstanden, als seien sie schon getestet....
wize.life-Nutzer
Ja hoffentlich bleibt es bei der Grippe
Und die ist ja schon schlimm genug
wize.life-Nutzer
Auf alle Fälle sind jetzt erst einmal über hundert Familien im Weschnitztal in Quarantäne.
wize.life-Nutzer
Das ist ganz furchtbar
Mal gespannt es die alles auf sich nehmen müssen
wize.life-Nutzer
Naja, wenn sie sich nicht angesteckt haben, freuen sich die Schüler über 14 Tage zusätzliche Ferien
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.