Coronavirus: Am Mittwoch endet die Skisaison in Südtirol vorzeitig - zum Bei ...
Coronavirus: Am Mittwoch endet die Skisaison in Südtirol vorzeitig - zum Beispiel auch in Alta BadiaFoto-Quelle: imago images/blickwinkel
Wegen Coronavirus: Südtirol beendet Skisaison vorzeitig

Nichts geht mehr in Südtirol: Nachdem auch in der gerade bei deutschen Urlaubern so beliebten Region immer mehr Coronavirusverdachtsfälle aufgetreten sind, zieht die Tourismusbranche die Reißleine und beendet die Wintersaison vorzeitig am 11. März. Skigebiete und Gastbetriebe schließen.

Ab kommenden Mittwoch stellen die Gastbetriebe (auch Hotels) und Seilbahnbetreiber bis voraussichtlich 3. April 2020 den Betrieb ein. Damit reagieren sie auf die Entwicklung der letzten 48 Stunden in Europa und Italien. Die Südtiroler Landes- und Gesundheitsbehörden unterstützen die Entscheidung, heißt es.

Damit gehe man über die staatlichen Verordnungen hinaus. "In dieser Krise ist jeder Einzelne von uns gefragt, alles zu tun, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen", sagte Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbands (HGV) Südtirol, auf einer Pressekonferenz am Montag in Bozen. Die Gesundheit der Menschen habe oberste Priorität.

"Unseren Betrieben empfehlen wir, sich zu bemühen, den Gästen im Rahmen der Möglichkeiten Ausweichtermine anzubieten und bei Stornierungen möglichst kulant entgegenzukommen", so Pinzger.

Südtiroler Skigebiete beenden Betrieb vorzeitig

Auch die Dolomiti Superski, ein Verbund von mehreren Skigebieten in den Dolomiten, hat beschlossen, die Wintersaison vorzeitig zu beenden. Die Schließung der Anlagen Kronplatz, Alta Badia, Gröden/Seiser Alm, Val di Fassa/Carezza, Arabba/Marmolada, 3 Zinnen Dolomiten, Val di Fiemme/Obereggen, San Martino di Castrozza/Rollepass, Gitschberg Jochtal-Brixen, Alpe Lusia/San Pellegrino und Civetta soll am Mittwoch erfolgen.

"Die Südtiroler Skigebiete zählen zu den beliebtesten im gesamten Alpengebiet. Wir sind uns daher bewusst, dass wir einen wichtigen Teil im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona beitragen können und müssen", erklärte Helmut Sartori vom Verband der Seilbahnunternehmer.

Coronavirus: 36 bestätigte Fälle in Südtirol

Bis Montagmittag wurden in Südtirol 36 Coronavirus-Erkrankungen gemeldet. Im Gegensatz zur Lombardei und großer Teile Venetiens gehört Südtirol nicht zur von der Regierung in Rom erklärten "roten Zone". Deutschen Urlaubern riet das Auswärtige Amt in Berlin bereits vergangene Woche vor Reisen nach Südtirol ab.

Politik verspricht Unterstützung für Tourismus-Betriebe

Arno Kompatscher, Landeshauptmann von Südtirol, unterstützt die jetzt getroffene Entscheidung der Betriebe: "Das Wichtigste ist jetzt die Eindämmung des Virus, damit wir unsere Gäste und alle Südtirolerinnen und Südtiroler schützen." Daher seien diese Einschnitte notwendig.

Er kündigte außerdem am Rande der Pressekonferenz an, dass das Land bereits Pakete erarbeite, um die Wirtschaft und die touristischen Unternehmen zu unterstützen. Die Südtiroler Verantwortlichen analysieren die Situation fortlaufend. Weitere Maßnahmen auch für nicht-touristische Bereiche sind bereits in Planung.

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Gute Entscheidung welche man nur begrüßen kann! Hoffendlich entschließen sich auch andere "Branchen" zu so einem Entschluss und sehen nicht nur den "Commerz" für die Aktionäre ! Auch wenn ein Teil der Wirtschaft "Einbrechen" mag was ist denn wichtiger? Solange die Grundversorgung der Bevölkerung im medizinischen Bereich,Nahrungssektor,Energie,Wasserwirtschaft, etc. Aufrecht erhalten wird und kann ist doch alles in "Butter" ! Sorry, den "Bankensektor" habe ich noch vergessen, ohne "Moos" nix los! Das wäre noch die Krönung wenn die Leute alle zur Bank gehen und Ihr "Gold" abholen wollen, oder plant die Regierung schon das man am Tag bloß 200 Euro abheben darf ? Dann haben wir die nächste Bankenkrise
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