Nette Nachbarn: In der Corona-Krise bieten jüngere Menschen ihre Hilfe an -  ...
Nette Nachbarn: In der Corona-Krise bieten jüngere Menschen ihre Hilfe an - im Netz und auf Zetteln in Treppenhäusern.Foto-Quelle: imago images/ingimage
"Gemeinsam stehen wir das durch" - Wenn Jüngere Älteren helfen

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann vor allem für Ältere und Kranke gefährlich werden. Um sich zu schützen, sollten sie Orte meiden, an denen viele Menschen aufeinandertreffen, raten Experten. Dazu gehören auch Supermärkte. Spontan bieten immer mehr Jüngere ihre Hilfe an. Motto: "Gemeinsam stehen wir das durch".

In den sozialen Medien trommeln Engagierte seit kurzem spontan die Helfer zusammen - Menschen aus verschiedenen Orten in ganz Deutschland (auch in Österreich und der Schweiz) bieten an, für Ältere oder Kranke einkaufen zu gehen und Erledigungen zu übernehmen.

Mit dem Hashtag #Coronahilfe ging es am Mittwoch (11. März 2020) los - eine unkomplizierte Vermittlungsbörse der digitalen Welt, die Helfer und ältere Menschen in der realen Welt zusammenbringt. Und es werden immer mehr.

Ein Problem ist den Initiatoren natürlich bewusst: Die wenigsten Menschen über 65 nutzen Twitter. Finden also zumindest auf diesem Weg all die freundlichen Hilfsangebote nicht.

Aushang in den Treppenhäusern

Doch auch draußen, in der ganz realen Welt, ist die "Coronahilfe" angekommen. In den Treppenhäusern.

Seit ein paar Tagen hängen dort hilfsbereite Menschen Zettel aus, auf denen sie ihre Unterstützung anbieten. "Liebe Nachbar*innen", schreibt da etwa die Twitter-Nutzerin Sabine, "sollten Sie über 65 Jahre alt sein und ein geschwächtes Immunsystem haben, möchte ich Euch unterstützen, gesund zu bleiben" - indem sie ihnen unter die Arme greift.

"Gemeinsam steht man alles durch", schreibt Sabine. "Sie sind nicht allein."

"Ein tolles Beispiel", wird sie dafür aus dem Gesundheitsministerium gelobt.

"Solche Nachbarn wünscht man sich zu Corona-Zeiten"

Sabine ist nicht die einzige: An einem anderen Ort haben Livia und Marcel einen ähnlichen Zettel an die Pinnwand in ihrem Treppenhaus gehängt.

"Danke. Das sind die wundervollsten Nachbar*innen, die man sich zu Corona-Zeiten wünschen kann", lobt die Initiative "Omas Aktiv" bei Facebook.

Von einer ähnlichen Solidarität inmitten der Krise berichten auch Mitglieder der wize.life-Community. In ihrem Mehrfamilienhaus mit 48 Parteien hätten sie einen Zettel angebracht, um Helfende und Hilfsbedürftige zusammenzubringen, schreibt eine Nutzerin.

Foto-Quelle: wize.life

"In mancher Krise liegt auch eine Chance"

"Vielleicht wird in dieser Zeit die Gesellschaft als Ganzes mehr dazu sensibilisiert, Solidarität zu leben. In mancher Krise liegt auch eine Chance", schreibt Sabine, die einen Zettel im Treppenhaus ausgehängt hat, auf Twitter.

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1 Kommentar

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