Rechtsmediziner obduziert Corona-Tote: "Kein Junger oder Gesunder dabei"

Pathologe Professor Dr. Klaus Püschel hat am Hamburger Universitätsklinikum bislang knapp 40 Tote mit Corona-Verdacht obduziert. Sein Fazit: Bei den Verstorbenen war kein junger und kein gesunder Mensch dabei. Die Toten hatten allesamt schwere Vorerkrankungen. Mit seiner Erkenntnis hofft Püschel, den Menschen ein wenig die Angst vor dem Coronavirus nehmen zu können. "Am Ende ist Corona eine Viruserkrankung wie die Grippe", so der Rechtsmediziner.

Pathologe beruhigt: Alle Corona-Tote waren gesundheitlich schwer vorbelastet ...
Pathologe beruhigt: Alle Corona-Tote waren gesundheitlich schwer vorbelastet.Foto-Quelle: Pixabay

Die Horrorbilder aus Italien und New York begleiten uns jeden Tag. Doch in Deutschland werden wir diese Szenarien nicht erleben, davon ist der Rechtsmediziner überzeugt. Das deutsche Gesundheitssystem sei viel besser vorbereitet .

Püschel glaubt sogar, dass es am Ende des Jahres "keine signifikant höhere Gesamtsterberate" in Deutschland geben werde als sonst. Die durch das Coronavirus hervorgerufene Covid19-Erkrankung verlaufe in den meisten Fällen harmlos, sagt er laut "Bild". Nur im Ausnahmefall sei sie tödlich.

Entgegen der ursprünglichen Empfehlung des Robert Koch Instituts obduzierte Püschel jeden Toten mit Coronaverdacht. "Wir müssen so viele Corona-Tote wie möglich obduzieren, denn daraus lernen wir über das Virus und damit für die Lebenden", ist er überzeugt.

Kein Toter ohne schwere Vorerkrankung

Der Pathologe wolle "Angst aus dem Kessel nehmen". Bislang untersuchte er knapp 40 Verstorbene. Sein Fazit: Keiner der Toten war junge oder gesund. Alle waren etwa durch Krebs, Herzerkrankungen, Lungenkrankheit, schwere Diabetes oder Demenz gesundheitlich stark vorbelastet.

Meldungen über vermeintlich "gesunde" Corona-Opfer sieht Püschel kritisch. "Die hätte ich gerne gründlich obduziert. Viele Vorerkrankungen sind ja häufig gar nicht bekannt."

Auf Komplikationen achten

Bei seiner Arbeit steht Püschel in engem Austauch mit Intensivmedizinern. "So wissen wird inzwischen aus unseren Untersuchungen, dass es wichtig ist, auch mögliche Komplikationen wie Thrombosen, Embolien oder eine Entzündung des Herzmuskels bei den Covid-19-Patienten im Blick zu haben."

Er selbst zählt mit 68 Jahren auch zur Risiko-Gruppe. Angst vor einer Ansteckung habe er nicht. Mit Mundschutz, Schutzbrille und Einmalkleidung sei er ausreichend geschützt. Auch wenn selbst von toten Infizierten noch ein Ansteckungsrisiko ausgehe.

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In Amerika waren sie schlecht vorbereitet, weilTrump eine Schlafmütze ist. In Großbritannien sterben auch mehr als in Deutsachland, weil Johnson eine Schlafmütze ist. Wir können nur hofffen, dass wir in Deutschland glimpflich davon kommen. Gegen Grippe kann man sich impfen lassen. SARS COV-2 ist nachweislich gefährlicher als älter bekannte Coronavieren. Außerdem geht es hier um eine Pandemie, also weltweite Ausbreitung. Wenn dieser Rechtsmediziner diesen COV -2-Virus mit einer Grippe vergleicht, so irrt er sich. Genauso könnte er sagen, die Sonne dreht sich in einer elliptischen Bahn um die Erde. Das wäre genauso dämlich.

„Überraschenderweise bindet der ACE2-Rezeptor mit 10 bis 20-fach höherer Affinität an die Spike-Bindestelle des neuen Coronavirus als an Sars-CoV“, so die Forscher. „Das könnte erklären, warum sich dieses Virus so leicht von Mensch zu Mensch verbreitet.“

https://www.wissenschaft.de/gesundhe...chluesselt/
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