Coronavirus: IWF rechnet mit schwerster Krise seit Großen Depression

Das Coronavirus hält Deutschland im Griff: Die Zahl der Covid-19-Erkrankungen ist laut RKI bis Dienstag auf über 125.000 gestiegen, 2969 Tote sind zu beklagen. Die Zahl der Genesenen ist mit über 68.000 inzwischen höher als die der Infizierten (knapp 57.000).

Hier sammeln wir die neuesten Entwicklungen im Ticker.

Aktuelle Meldungen zum Coronavirus
Aktuelle Meldungen zum CoronavirusFoto-Quelle: Pixabay

14.42 Uhr: IWF erwartet schwere Rezession in Eurozone
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einer schweren Rezession in der Eurozone. Die Wirtschaftsleistung werde um 7,5 Prozent schrumpfen, teilte der IWF in seiner Prognose am Dienstag mit.

Die Weltwirtschaft könnte 2020 um drei Prozent schrumpfen - das würde einen schlimmeren Wirtschaftseinbruch bedeuten als nach der Finanzkrise 2008/2009. Die IWF-Ökonomen rechnen mit der schlimmsten Krise seit der Großen Depression in den 1930er-Jahren.

Für 2021 geht der IWF von einer deutlichen Erholung aus: Die Wirtschaft in der Eurozone dürfte demnach dann um 4,7 Prozent zulegen, die globale Wirtschaft gar 5,8 Prozent. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr 2020 weitestgehend unter Kontrolle gebracht wird.

13 Uhr: Deutschland laut Studie sicherstes Land in Europa
Weltweit kämpfen Menschen derzeit gegen das grassierende Coronavirus. Die Maßnahmen hierzulande sind dabei nach Ansicht von Analysten besonders effizient - und die Bürger mit am besten vor Covid-19 geschützt. Deutschland gehört dem Ranking zufolge zu den sichersten Staaten der Welt. Mehr dazu lesen Sie hier.

10.10 Uhr: RKI-Chef: "Unsere Maßnahmen wirken"
"Es gibt einige positive Entwicklungen" - so begann Lothar Wieler, Chef des Robert Koch Instituts (RKI), am Dienstag seine erste Pressekonferenz nach Ostern.

Es gebe Hinweise darauf, dass die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland "nicht mehr so stark ansteigen", so Professor Wieler. "Unsere Maßnahmen wirken."

Allerdings: Die Fallzahlen haben sich dem RKI-Chef zufolge auf einem "relativ hohen Niveau" eingependelt. Es gebe keinen "eindeutigen Hinweis", dass die Zahl der Infizierten zurückgehe. Es gebe "positive Tendenzen", von einer Eindämmung des Virus könne aber noch nicht gesprochen werden.

Keine Engpässe bei Intensivbetten und Beatmungsplätzen
Doch ein "wichtiges Etappenzahl" sei erreicht: Eine ausreichende Zahl der Intensivbetten und Beatmungsplätze in Deutschland. Derzeit werden demnach "keine Engpässe prognostiziert", so Wieler. Dies könne allerdings regional unterschiedlich sein.

Dazu beigetragen habe ein weiteres wichtiges Ziel, das erreicht worden sei: Die Grippewelle von den Covid-19-Erkrankungen zu entkoppeln. Dies habe dazu geführt, dass viele Intensivbetten zur Verfügung stehen.

Der RKI-Chef mahnte trotz der positiven Entwicklungen, "zu denen wir alle beigetragen haben", jetzt nicht nachzulassen. "Die Bürger haben Disziplin gehalten", lobte Wieler, und sollten es auch weiterhin tun - "umso schöner wird die Belohnung sein".

Wer kann, solle weiterhin zuhause bleiben. Zwar zeigten Daten, dass die Menschen in Deutschland in den vergangenen Tagen wieder mobiler geworden seien. Dies sei nicht prinzipiell schlecht, sagte Wieler. Solange sich alle an einen entscheidenden Punkt hielten: Ausreichend Abstand zu anderen zu halten.

9.30 Uhr: Masseninfektion in Pflegeheim
In einem Pflegeheim im schleswig-holsteinischen Rümpel bei Bad Oldesloe ist es zu einer Masseninfektion mit dem Coronavirus gekommen. Bei insgesamt 72 Menschen wurde das Virus nachgewiesen: 53 der 70 Bewohner des Alten- und Pflegeheims "Wohnpark Rolfshagen" wurden positiv getestet, teilte der Kreis Stormarn mit. Hinzu kommen 19 Mitarbeiter, von denen bislang ein positives Testergebnis vorliegt. Bei zehn der insgesamt 60 Mitarbeiter sei die Lage unklar, berichtet der NDR.

Bereits am Donnerstag hatte das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn die Einrichtung unter Quarantäne gestellt, nachdem zwei Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden waren.

9.20 Uhr: Mehr als 68.000 Menschen in Deutschland geheilt
Die Zahl der Covid-19-Erkrankungen ist nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) bis Dienstag auf über 125.000 gestiegen, das sind 2082 mehr als am Vortag.

2969 Tote sind hierzulande zu beklagen (+170). Die Zahl der Genesenen ist mit über 68.000 inzwischen höher als die der derzeit Infizierten (knapp 57.000). Deren Zahl stieg bis Dienstag im Vergleich zum Vortag um 3600.

9.10 Uhr: Österreich öffnet kleinere Läden
Österreich hat mit der stufenweisen Lockerung der Corona-Regeln begonnen. Seit dem heutigen Dienstag dürfen kleinere Läden (weniger als 400 qm Verkaufsfläche) sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. In einem zweiten Schritt sollen ab 1. Mai alle anderen Geschäfte und Friseure folgen.

Die Lockerung ist mit neuen Regeln verbunden: In Läden und im öffentlichen Nahverkehr müssen die Österreicher ab heute einen Mundschutz tragen. Außerdem ist überall ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter vorgeschrieben.

Dienstag, 8.30 Uhr: Corona-Impfstoff aus Oxford soll im Herbst auf den Markt kommen
In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Times" hat eine Forscherin der renommierten Oxford-Universität am Wochenende angekündigt, bis zum Herbst einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus auf den Markt bringen zu können. Zuvor hieß es, der Impfstoff könnte frühestens 2021 fertig werden.

Wie Professorin Sarah Gilbert gegenüber der Zeitung erklärte, sollen die Tests in den kommenden zwei Wochen beginnen. Dadurch könnte der Impfstoff bereits im September auf den Markt kommen.

Erst vor wenigen Jahren hatten Forscher aus Oxford einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit MERS entwickelt, die wie Covid-19 auch durch ein Coronavirus ausgelöst wird. Bei dem nun entwickelten Impfstoff handele es sich laut Gilbert um eine adaptierte Version des Impfstoffes gegen MERS.

Weltweit testen 70 Labore derzeit Impfstoffe gegen das neue Coronavirus.

20.20 Uhr: Frankreich verlängert Ausgangssperre
Wie erwartet hat Frankreichs Präsident Macron die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verlängert. Die Ausgangssperre gelte zunächst bis zum 11. Mai, sagte er laut "tagesschau.de" in seiner Fernsehansprache. Es gebe Hoffnung, aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seien die Krankenhäuser überlastet. Die Franzosen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Spaziergänge, den Hund ausführen oder Sport sind nur eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die strengen Regeln gelten bereits seit dem 17. März. Insgesamt sind im Nachbarland inzwischen fast 15.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, nach zuletzt 574 Todesfällen in den vergangenen 24 Stunden, wie die Gesundheitsbehörde am Abend mitteilte.

20 Uhr: 10.000 Tote in New York - 20.000 Tote in Italien
Traurige Zahlen werden aus New York gemeldet: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz mit, wie "n-tv.de" berichtet. Zwischen Sonntag und Montag kamen demnach noch einmal 671 dazu. Immerhin: Das sind weniger als in den Tagen zuvor. "Die Zahl ist praktisch flach, aber auf einem schrecklichen Level von Schmerz, Trauer und Sorge." Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei mehr als 195.000.

Eine traurige Zahl hat auch Italien erreicht: Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes starben seit Sonntag 566 Menschen nach einer Infektion mit Sars-CoV-2. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg auf 20.465. Doch auch hier gibt es Hoffnung auf Besserung: Die Zahl der Neuinfektionen und der schwerkranken Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser geht zurück. Am Montag meldete der Zivilschutz insgesamt 159.516 nachgewiesene Infektionsfälle. Das waren 3153 mehr als noch am Sonntag und weniger als zuletzt.

18.37 Uhr: Spezialeinheit holt fast 800 Leichen aus Häusern in Stadt in Ecuador
Eine Spezialeinheit aus Polizei, Militär und Feuerwehr hat in den vergangenen drei Wochen 771 Leichen aus Häusern in Guayaquil, einer Stadt in Ecuador, geholt. Das berichtet der "Spiegel". Demnach ist keine Stadt in Südamerika von der Corona-Pandemie so hart getroffen wie die Hafenstadt mit ihren 2,7 Millionen Einwohnern. Neben Teilen des Gesundheitssystems sei auch das Bestattungswesen lahmgelegt. Der Chef der Spezialeinheit, Jorge Wated, veröffentlichte nun eine Zwischenbilanz auf Twitter. Zusätzlich den 771 Toten wurden 631 Leichen aus Krankenhäusern abtransportiert, deren Leichenhallen voll seien. Für weitere 476 privat Bestattete seien amtliche Bescheinigungen ausgestellt worden.

Dem Bericht zufolge weigern sich Bestatter und Gerichtsmediziner aus Angst vor Ansteckung seit Wochen, die Toten zu untersuchen und abzuholen. Zu den Todesursachen der fast 1900 Leichen gibt es keine Angaben, nur ein Teil stehe im Zusammenhang mit Covid-19. Online veröffentlichte Videos zeigten auf der Straße zurückgelassene Leichen und Hilferufe von Familien, die ihre Toten begraben wollten.

16.11 Uhr: Trump-Freund und Immobilienmogul stirbt an Covid-19
Nachdem Donald Trump zunächst die Gefahr durch das Coronavirus' heruntergespielt hatte, ist nun jemand aus seinem Freundeskreis betroffen: Stanley Chera, ein prominenter New Yorker Immobilienentwickler und Spender für die Republikaner, starb, nachdem er an Covid-19 erkrankt und es zu Komplikationen gekommen war. Das berichtet CNN unter Berufung auf einen nicht näher genannten Vertrauten der Familie. Demnach war Chera mit Donald Trump befreundet. So habe Trump unter anderem im März davon berichtet, dass ein Freund gegen das "bösartige Virus" kämpfe und ins Koma gefallen sei - er meinte wohl Chera, den er 2019 als einen "der größten Bauherren und Immobilienmakler der Welt" lobte. Jener wiederum bezeichnete den US-Präsidenten unter anderem im vergangenen November auf einer Veteranentagsparade als "meinen lieben Freund", er spendete zudem für die Trump-Kampagne.

Trumps Berater, der Virologe Anthony Fauci, hatte gerade erst im Gespräch mit CNN bestätigt, dass die USA zu spät auf die Corona-Pandemie reagiert habe. Es hätten Leben gerettet werden können, wenn öffentliche Einrichtungen früher geschlossen worden wären, sagte Fauci dem Sender. Die "New York Times" hatte zuvor geschrieben, Trump habe zu spät reagiert. Statt Staatsbediensteten zu vertrauen, habe er sich auf sein Bauchgefühl verlassen.

15.19 Uhr Mitten in München: 51 junge Menschen feiern Grillparty
In München haben 51 Menschen eine Grillparty gefeiert. Wie die Polizei mitteilte, ging am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr der Hinweis ein, dass 20 bis 30 Personen im Bereich eines Anwesens in München-Neuhausen gemeinsam feierten. Vor Ort im Innenhof eines Studentenwohnheims trafen die Beamten auf insgesamt 51 Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Sie wurden wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

14.45 Uhr Zoos in Not: "Haben Liste, welche Tiere wir als Erstes schlachten müssen"
Die Einnahmeeinbußen stellen Zoos in Deutschland vor massive Probleme. Viele Tierparks halten sich nur dank Spenden über Wasser – und es gibt bereits drastische Notfall-Pläne. So denkt der Tierpark Neumünster mit rund 700 Tieren an drastische Maßnahmen für den Notfall. "Wir haben eine Liste erstellt, welche Tiere wir als Erstes schlachten müssen", sagte Verena Kaspari, Direktorin des Tierparks Neumünster, der "Welt". Im schlimmsten Fall müssten manche Zootiere dann verfüttert werden – auch wenn das nicht schön sei. Die reinen Fischfresser - Seehunde und Pinguine – müssten schlimmstenfalls eingeschläfert werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.00 Uhr: Mitarbeiter der EU-Kommission stirbt - Von der Leyen kondoliert
Ein mit dem Coronavirus infizierter Mitarbeiter der EU-Kommission ist gestorben. Sie sei sehr traurig über den Tod eines an Covid-19 erkrankten Mitarbeiters, schrieb Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter. Der Mann starb demzufolge am Sonntag. Von der Leyen sprach seiner Familie sowie seinen Kollegen des Europäischen Forschungsrats ihr Beileid aus.

12.20 Uhr: Berater der Regierung empfehlen Maskenpflicht im ÖPNV und baldige Schulöffnungen
Die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina empfiehlt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen zur Pflicht zu machen. Der Vorschlag findet sich in der sogenannten dritten Ad-hoc-Stellungnahme der Akademie, die am Mittag veröffentlicht wurde. Zudem plädiert die Einrichtung dafür, die Schulen so schnell wie möglich schrittweise wieder zu öffnen - zuerst die Grundschulen und die Sekundarstufe I. Zur Sekundarstufe I gehören Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen bis Klasse 10 sowie Gymnasien bis einschließlich der Klassen 9 beziehungsweise 10.

Wie "tagesschau.de" berichtet, heißt es in der Stellungnahme unter anderem, das öffentliche Leben könne schrittweise wieder normalisiert werden, wenn

  • sich die Zahl der Neuinfektionen "auf niedrigem Niveau" stabilisieren sollte
  • notwendige klinische Reservekapazitäten aufgebaut seien
  • die Versorgung der anderen Patienten wieder regulär aufgenommen werden könne
  • die bekannten Schutzmaßnahmen diszipliniert eingehalten würden.

Weiter sollten wirtschaftliche Konjunkturprogramme grundsätzlich mit den Zielen des europäischen "Green Deals" vereinbar sein. Generell solle die Politik national wie international bei geplanten Maßnahmen an den Prinzipien von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit orientieren.

Am Mittwoch bespricht das Corona-Kabinett der Bundesregierung mit den Ländern mögliche Lockerungen. Laut Kanzlerin Angela Merkel wird dem Gutachten der Leopoldina eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über erste Schritte zu einer Rückkehr zur Normalität beigemessen werden.

Wize.life konnte die Empfehlungen wegen Überlastung zunächst nicht online abrufen.

12 Uhr: Auffällig hohe Sterberate: Können Beatmungsgeräte Corona-Patienten schaden?
Die Sterberaten von Patienten an Beatmungsgeräten sind überdurchschnittlich hoch. Das nährt Befürchtungen, dass die Geräte manchen Patienten mehr nützen als helfen könnten, wie die "Welt" berichtet.

Demnach sterben nach Expertenangaben etwa 40 bis 50 Prozent der an Beatmungsgeräte angeschlossenen Kranken mit schweren Atemnotsyndromen – in New York City starben nach Behördenangaben 80 Prozent, in anderen Teilen der USA sind sie nach der Medizinorganisation American Lung Association ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Auch aus Großbritannien und China gibt es Meldungen über eine erhöhte Sterberate. Mehr dazu lesen Sie hier.


10.30 Uhr: Raucher sind stärker gefährdet
Raucher müssen nach Einschätzung einer bekannten deutschen Wissenschaftlerin mit einem schwereren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 rechnen. Wie Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg erklärt, zeigten Studien aus China und USA, dass diese Gefahr bei häufig tabakbedingten Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und Krebs höher sei. Einzelne Studien verwiesen auf eine erhöhte Mortalität für diese Gruppe. "Die aktuelle Covid-19-Pandemie kann eine zusätzliche Motivation sein, mit dem Rauchen aufzuhören", so Mons.

13. April, 9 Uhr: China meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit 5 Wochen
Auf dem chinesischen Festland sind 108 neue Coronavirus-Fälle am Sonntag gegenüber 99 am Vortag gemeldet werden. Das ist die höchste Zahl an Neu-Infektionen seit über fünf Wochen. Die meisten Fälle seien auf Einreisende zurückzuführen, so die nationale Gesundheitskommission. Die Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle liegt laut offiziellen Angaben nun bei 82.160. Die Zahl der Todesopfer ist um zwei auf 3341 gestiegen.

12. April, 17.40 Uhr: Betrunkener spuckt Polizisten an - Beamte außer Dienst
Ein Betrunkener hat sich nach einem Streit mit seiner Frau den Mundschutz abgerissen und versucht, Polizisten zu bespucken. Diese waren am Samstagabend in Remchingen bei Pforzheim im Einsatz, um die Auseinandersetzung der Eheleute auf der Straße zu schlichten.

Weil die Möglichkeit besteht, dass sich die Beamten mit dem Coronavirus infiziert haben, wurden sie am Sonntag vom Dienst freigestellt, so die Polizei in einer Mitteilung. Sie müssen sich nun testen lassen.

Der 52 Jahre alte Mann und seine Familie stehen wegen Corona-Verdachts unter Quarantäne. Die Ehefrau sagte der Polizei, ein Familienmitglied sei positiv getestet worden. Ein Ergebnis steht aber noch aus.

Dem Mann droht nun eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Dem 52-Jährigen und dessen 37-jähriger Ehefrau droht außerdem eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Quarantäneanordnung.

14.30 Uhr: Britischer Premier aus Krankenhaus entlassen
Der mit dem Coronavirus infizierte und an Covid-19 schwer erkrankte britische Premierminister Boris Johnson wurde am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen, melden britische Medien. Johnson lag zeitweise auf der Intensivstation des Londoner St.-Thomas-Krankenhauses.

Der Premier werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilte ein Regierungssprecher in London mit. Johnson werde sich zunächst von seiner schweren Erkrankung erholen.

Zuvor hatte er sich am Sonntag bei seinen Ärzten und dem Pflegepersonal für ihre lebensrettende Behandlung bedankt. Er könne sich beim Personal des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) nicht genug bedanken, "ich verdanken ihnen mein Leben", hieß es in Johnsons erster öffentlicher Erklärung seit seiner Verlegung auf die Intensivstation am vergangenen Montag.

13.30 Uhr Coronavirus fordert über 75.000 Todesopfer in Europa
Die Zahl der Corona-Toten in Europa ist auf mehr als 75.000 gestiegen, ergab eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP. Demnach entfielen 80 Prozent aller Todesfälle in Europa auf die Länder Italien (19.468), Spanien (16.972), Frankreich (13.832) und Großbritannien (9875).

10.20 Uhr: Zahl der Genesenen und der Infizierten fast gleich groß
Die Zahl der Corona-Infizierten und die Zahl der Genesenen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, war am Ostersonntag fast gleich groß.

Insgesamt stieg bis Sonntag laut Robert Koch Institut (RKI) die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland auf 120.479. Die Zahl der Genesenen bezifferte das RKI bis zu diesem Zeitpunkt auf 60.200 - aus der Differenz zwischen Infizierten und Genesenen ergibt sich eine leichte Mehrheit an Menschen (60.279), die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

Insgesamt starben 2673 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung Covid-19. Das waren 129 mehr als am Tag zuvor (Stand: 12. April, 0 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle und die der Infizierten stieg damit von Samstag auf Sonntag nicht so stark wie in den vergangenen Tagen. Allerdings werden am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert von den Gesundheitsämtern an das RKI gemeldet.

9.10 Uhr: Von der Leyen rät von Reisebuchungen ab
Normalerweise beginnt zu Ostern die Reisezeit. Das ist angesichts der Coronakrise anders in diesem Jahr. Wegen der Kontakt-Einschränkungen und Corona-Auflagen sind Reisen deutlich eingeschränkt. Und das könnte auch noch eine Weile andauern. Von der Buchung des diesjährigen Sommerurlaubs zum jetzigen Zeitpunkt zumindest rät EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) noch ab. "Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten. Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen", sagte von der Leyen der "Bild am Sonntag".

Kritisch äußerte sie sich zum Beschluss der Bundesregierung, dass Kunden, die gebuchte Reisen wegen der Corona-Pandemie nicht antreten können, einen Gutschein erhalten sollen. "Europaweit haben die Menschen rein rechtlich die Wahl, ob sie das Geld oder einen Gutschein wollen", so die Kommissionschefin.

Allerdings rief von der Leyen finanziell nicht notleidende Kunden dazu auf, von diesem Recht Abstand zu nehmen: "In dieser Krise ist die Solidarität aller gefragt. Wem es finanziell möglich ist, der sollte nicht auf Geld bestehen, sondern mit Gutscheinen helfen, dass Reiseunternehmen diese schwierigen Wochen überbrücken können."

8.30 Uhr: 12 Millionen sahen TV-Ansprache des Bundespräsidenten
Die Fernsehansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Corona-Krise haben am Samstag rund 12 Millionen Zuschauer verfolgt, teilte die ARD am Sonntag mit. In seiner Ansprache dankte Steinmeier für den Einsatz, forderte aber Geduld. Ob es Lockerungen gebe, hätten "wir alle in der Hand".

12. April 6.30 Uhr: Mehrheit für Schutzmaskenpflicht
Die Mehrheit der Deutschen ist dafür, das Tragen von Schutzmasken an bestimmten Orten zur Pflicht zu machen. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach wollen 33 Prozent eine solche Pflicht - wie in Österreich - auf Supermärkte beschränken. 21 Prozent sind der Meinung, dass generell in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden sollten, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Nur 37 Prozent sind gegen eine Schutzmaskenpflicht, 9 Prozent machten keine Angaben.

Weitere Informationen zur Corona-Pandemie: Coronavirus-Ticker: Gericht kippt Mecklenburg-Vorpommerns Oster-Reiseverbot

Im Video: Kampf gegen Corona: Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkungen - das sind die aktuellen Regeln

10 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Andere Todesfälle gibt es nicht. Die Menschheit stirbt nur an Coronavirus. Deswegen sind wir eingesperrt. Am besten ziehen wir uns einen Astronautenanzug an.
wize.life-Nutzer
Sorry, aber wer ist denn hier bezüglich des "Coronavirus" eingesperrt ?Doch wohl nur die, welche unter *Quarantäne* stehen oder im Krankenhaus um Ihr Leben kämpfen !
Der Astronautenanzug wäre hier wohl eher nicht empfehlenswert, denn selbiger sollte wohl über 100 Kilogramm wiegen und den wollen Sie mit sich *rumschleppen* ? Es gibt natürlich noch viele weitere Todesfälle, wie zb. das 4 jährige Kind welches heute von einem "ICE" erfasst und getötet wurde. .Jedoch sind eben die meisten anderen Krankheiten nicht so hoch ansteckend und die Todesrate ist auch entsprechend kleiner !
Wobei Sie natürlich mit Ihrer Meinung Recht haben, auch ohne jeglichen Schutz würde die Menschheit diese "Pandemie" überleben, natürlich etwas schwieriger aber zumindest nicht so Enden wie in der Steinzeit. Die Voraussetzungen wären aber zumindest schlechter zu überleben weil überhaupt kein Schutz da wäre, dito möchte ich gern wissen wie Sie ihr Leben ohne Wasser,Strom,Gas und Lebensmittel gestalten wollen ?
wize.life-Nutzer
Man sollte viel Obst und Gemüse essen usw. Es sterben auch viele Leute an Krebs, Herzinfarkt, Gehirnschlag usw. Es sterben nicht alle an Corona. Die alten Leute sterben eher an altersschwäche.
wize.life-Nutzer
Nur mal zu meiner Information -
Ist *ALTERSSCHWÄCHE* eine Krankheit ?
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wize.life-Nutzer
Das einzige worauf wir jetzt warten ist , dass Merkel endlich ihren lange ersehnten Rücktritt bekannt gibt um für jemanden Platz zu machen dem das Volk wieder Vertrauen kann.
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wize.life-Nutzer
Seit wann sind 33 % mehr als 37 % ??
wize.life-Nutzer
ihre Rechnung der Prozente ist für mich aber auch recht eigenartig !
Im Beitrag ist beschrieben das 33% der Menschen in bestimmten Situationen für eine *Maskenpflicht* sind, und 21 % für eine generelle *Maskenpflicht* ! Dies sind dann meines Erachtens, wenn es denn meine Mathematik Kenntnisse noch zulassen 54% ! Habe ich da etwa den Artikel falsch gedeutet oder haben Sie den Artikel nicht zu Ende gelesen, *MERKWÜRDIG* !!!
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wize.life-Nutzer
Da habt ihr aber lange gebraucht bis ihr das veröffentlicht habt Mediziner sagen dass auf YouTube schon seit Wochen
wize.life-Nutzer
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