Corona-Regel missachtet - Polizei löst Trauerfeier auf

Die Polizei hat die Trauerfeier für einen 36 Jahre alten Mann auf einem Friedhof in Heilbronn aufgelöst, nachdem Teilnehmer gegen die derzeit geltenden Abstandsregeln verstoßen hatten. Zu der Feier waren rund 200 Trauernde gekommen. Sie erhielten Anzeigen.

Einsatz bei einer Trauerfeier: In Heilbronn ging die Polizei gegen eine Mens ...
Einsatz bei einer Trauerfeier: In Heilbronn ging die Polizei gegen eine Menschenansammlung vorFoto-Quelle: Picture-Factory/Fotolia (Symbolfoto)

Zu der Trauerfeier am Mittwochvormittag auf dem Westfriedhof im baden-württembergischen Heilbronn waren nach Angaben der Polizei rund 200 Trauernde gekommen, nachdem die Familie des Verstorbenen die Feier in den sozialen Medien angekündigt hatte.

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Auch für Beerdigungen gelten derzeit wegen der Coronakrise strenge Auflagen mit Blick auf die Teilnehmerzahl und die Abstandsregeln.

Nach Rücksprache mit der Polizei habe die Familie des verstorbenen 36-Jährigen zwar die "öffentliche Einladung" wieder zurückgenommen. Dennoch kamen 200 Menschen, um Abschied von dem 36-Jährigen zu nehmen.

Abstandsregeln während Predigt nicht eingehalten

Auch die Polizei war nach eigenen Angaben mit "zahlreichen Einsatzkräften" vor Ort.

Während der Predigt und dem gemeinsamen Gebet vor dem Eingang des Friedhofs seien die Abstandsregeln nicht eingehalten worden, so die Polizei. Daraufhin nahmen die Streifenbeamten die Personalien der Trauernden auf.

"Im Nachgang werden nun Anzeigen gegen die Beteiligten gefertigt", teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen dazu dauern demnach noch an.

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