Auf dem Gelände der Bundeswehr in München stellen Experten derzeit Desinfekt ...
Auf dem Gelände der Bundeswehr in München stellen Experten derzeit Desinfektionsmittel in großem Umfang herFoto-Quelle: Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis
Coronavirus: Bundeswehr produziert Desinfektionsmittel für Krankenhäuser

Der Markt für Desinfektionsmittel ist leergefegt. Jetzt stellen es Experten der Bundeswehr in großem Umfang her. Damit können Fußböden in Krankenhäusern und Altenheimen desinfiziert werden - sogar ganze Straßen. Das Besondere ist das Rezept, das einen entscheidenden Vorteil hat gegenüber der herkömmlichen Herstellung.

Eigentlich sind sie Spezialisten für atomare, biologische und chemische Kampfmittel (ABC), jetzt helfen sie im Kampf gegen das Coronavirus: Die ABC-Abwehr der Bundeswehr stellt derzeit im Auftrag des bayerischen Innenministeriums jede Menge Desinfektionsmittel her.

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"Hygiene ist eine der wichtigsten Maßnahmen, wenn es darum geht, sich vor dem Corona-Virus zu schützen", so am Donnerstag die Bundeswehr. Da aber der Markt für Desinfektionsmittel angesichts der weltweiten Coronakrise leergefegt sei, legen jetzt die Experten der Bundeswehr Hand an.

Und zwar buchstäblich. Rund 3000 Liter Desinfektionsmittel haben sie bereits hergestellt, weiteres soll jetzt "im großen Umfang" folgen.

Damit können Fußböden desinfiziert werden

Das in einem patentierten chemisch-technischen Verfahren hergestellte Mittel könne für die Desinfektion großer Flächen genutzt werden, hieß es. Etwa in Krankenhäusern, Altenheimen und öffentlichen Gebäuden. Auch "ganze Straßen" können damit desinfiziert werden, hieß es.

Das Besondere: Die spezielle Rezeptur für das Desinfektionsmittel ist patentrechtlich geschützt. Anders als bei herkömmlichen Desinfektionsmittel basiere das Mittel der Bundeswehr, das derzeit auf dem Gelände der Bundeswehruniversität in München hergestellt wird, auf Essigsäure.

Rezept ist patentiert

Der Vorteil: "Essigsäure ist im Gegensatz zu Alkohol in der jetzigen Zeit keine knappe Ressource auf dem Markt", heißt es vonseiten der Bundeswehr.

Der Patentinhaber ist Reservist der Bundeswehr, der er "in dieser speziellen Zeit das von ihm entwickelte Verfahren zur Verfügung" stelle.

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