Pneumokokken-Impfung: Für wen dies jetzt sinnvoll ist

Eine Impfung gegen das Coronavirus gibt es bisher nicht. Gesundheitsexperten raten Senioren, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen - das biete zusätzlichen Schutz. Doch bei Impfstoffen kommt es derzeit zu Versorgungsengpässen. Wer sich impfen lassen sollte, was in Zeiten von Corona zu beachten ist, erfahrt ihr hier.

Ein Piks: Der Impfstoff gegen Pneumokokken wird meist in den Oberarm gesprit ...
Ein Piks: Der Impfstoff gegen Pneumokokken wird meist in den Oberarm gespritztFoto-Quelle: Pixabay

Die Stiftung Warentest ist bekannt dafür, dass sie Produkte und Alltagsgegenstände genau unter die Lupe nimmt und einem umfangreichen Test unterzieht.

Auch interessant: Corona-Ticker: Söder für deutschlandweite Impfpflicht

Nicht jedem ist bewusst, dass die Verbraucherorganisation auch Impfungen bewertet. Das Expertengremium, das die Stiftung Warentest berät, beschäftigt sich dabei mit Fragen wie: Ist die Impfung sinnvoll? Überwiegt der Nutzen die Risiken? Welche Risiken gibt es?

Angesichts der Coronakrise beurteilen die Experten der Stiftung Warentest jetzt eine Impfung, die im Zusammenhang mit Covid-19 immer wieder genannt wird. Die aber nichts mit dem aktuell weltweit grassierenden Virus zu tun hat - und dagegen auch nicht hilft.

Experten empfehlen Senioren eine Impfung

Denn klar ist: Einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt es bislang nicht. Daran arbeiten Forscher aus aller Welt derzeit mit Hochdruck.

Um Senioren, die mit Blick auf Covid-19 zur Hauptrisikogruppe gehören, dennoch so gut wie möglich vor einer Lungenerkrankung zu schützen, raten ihnen Experten, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Unter anderem das Bundesgesundheitsministerium hat dies bereits vor Wochen, zu Beginn der Corona-Epidemie, empfohlen. Dies biete zusätzlichen Schutz, heißt es.

Lesen Sie auch: Von Trump gepriesenes Malaria-Mittel verschlimmert Covid-19

Pneumokokken sind Bakterien, die unter anderem zu Lungenentzündungen führen können. Sie werden beim Husten oder Niesen durch Tröpfcheninfektion übertragen. Für die meisten Menschen sind die Keime harmlos. Doch bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie Blutvergiftungen, Hirnhautentzündungen verursachen, oder eben eine Lungenentzündung.

Impfstoffe sind derzeit knapp

Und da auch das Coronavirus eine schwere Erkrankung der Lunge auslösen kann, sollten Risikogruppen sich nicht noch einem zusätzlichen Risiko aussetzen, so der Gedanke hinter der Impf-Empfehlung.

Das Problem ist nur: Die für eine Pneumokokken-Impfung von Ärzten häufig genutzten Impf­stoffe Prevenar und Pneumovax sind derzeit - aufgrund der großen Nachfrage - so gut wie nicht zu bekommen. Ärzte können sie also auch nur sehr selten spritzen.

So ist der Impf­stoff Prevenar nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts, das über Lieferengpässe informiert, derzeit "begrenzt verfügbar". Pneumovax ist demnach "eingeschränkt verfügbar".

Beides sind eigentlich Standardimpfstoffe.

Wer vorrangig geimpft werden sollte

Um die raren Ressourcen best­möglich zu nutzen, hat die Ständige Impf­kommis­sion (Stiko) aktuelle Hinweise veröffent­licht, wer vorrangig geimpft werden sollte. Dies sind demnach:

  • Babys und Klein­kinder bis 2 Jahre
  • Personen mit Immun­schwäche oder chro­nischen Atemwegs­erkrankungen
  • Senioren ab 70 Jahre

Angesichts der Coronakrise und der knappen Impfstoffe fassen die Experten der Stiftung Warentest in ihrer Empfehlung diesen Kreis noch enger: Vor allem Senioren, die an Diabetes oder chro­nischen Lungen- oder Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen leiden, sowie Menschen mit Immun­schwäche und kleine Kinder profitierten am meisten von der Pneumokokken-Impfung profitieren, sagt Dr. Judith Günther, Fach­apothekerin für Arznei­mittel­information, die zu den Impfexperten der Stiftung Warentest gehört.

Schutz vor zusätzlichen Lungen­entzündungen

"Die Impfung schützt Risiko­gruppen zwar nicht vor den Coronaviren selbst, aber möglicher­weise vor zusätzlichen Lungen­entzündungen durch Pneumokokken, die den Krank­heits­verlauf erschweren können", so Günther.

Die Impfstoffe gegen Pneumokokken werden meist in den Oberarm gespritzt. Die Krankenkassen tragen die Kosten dafür bei all jenen, denen die Stiko eine Impfung empfiehlt. Dazu gehören Kinder bis zwei Jahre, Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen und Senioren ab 60 Jahren.

Maskenpflicht in Deutschland - Das müsst ihr über den Mundschutz wissen

22 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler hat je eine Risikogruppe benannt. Der Begriff stammt aus der Politik und soll Angst schüren.

Das mal vorweg.

DENN

Um überhaupt einen Nachweis über eine Ursache führen zu können muss erst mal nachgesehen werden. Es muss darauf getestet werden. Und den NACHWEIS, dass alle Minderjährigen, die seit Ausbruch von SARS 2003 auf Coronaviren getestet wurden, kann wohl kein Staat erbringen. Da beißt keine Maus einen Faden von ab.

UND

Wie im Artikel ausdrücklich festgestellt betrifft diese Empfehlung Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Das kann vielfältige Ursachen haben, in der Regel schlechte Lebensführung. Einen direkten Zusammenhang mit Alter kann kein seriöser Mensch herstellen.

Tatsachen. Die müssen keinen Menschen gefallen. Denn danach fragen Tatsachen nicht. Die sind ganz einfach.

Zur empfohlenen Impfung:

Es macht grundsätzlich Sinn mit dem Hausarzt mal das Thema Impfungen durchzugehen. Besser noch vorher mit dem Fallmanager der Krankenkasse. Da mal Kontakt aufnehmen und nachfragen, welche Impfungen wohl mal aufgefrischt gehören, welche noch nie durchgeführt wurden aber sinnvoll sind.

Tetanus z.B. mal auffrischen zu lassen empfiehlt sich eh bei Haustierbesitzern, Menschen die viel an der frischen Luft sind und da halt mal ne Schramme abbekommen können.

Aber noch mal, um es zu betonen:

Kontakt mit dem Fallmanager der Krankenkasse aufnehmen. Nachfragen, was so an Impfungen empfohlen wird, wie es mit der Finanzierung diesbezüglich aussieht. Denn hier spielt es keine Rolle ob gesetzlich oder privat versichert: Kostenübernahme ist von Kasse zu Kasse halt unterschiedlich geregelt.


Bezüglich dem Geschwafel wegen einer Impfung gegen Corona:

Danach sucht Wissenschaft nun seit 2003. Auch Pharmafirmen haben danach gesucht. Die sind dann irgendwann nach und nach ausgestiegen. War ihnen zu teuer, nicht effektiv genug.

So. Aktuell hat internationale Wissenschaft 3 unterschiedliche Hauptstämme von Covid-19 festgestellt. Alle drei Hauptstämme vermischen sich untereinander, verändern sich stetig. Was das Grundproblem von Corona ausmacht eben: Diese ständigen Veränderungen, die das Virus binnen kurzer Zeit lebt. Da ist jede Impfung sinnfrei. Denn bis ein Impfstoff marktreif wird ist diese Virenvariante schon längst Geschichte.

Lasst Euch also nicht ins Bockhorn jagen.

Tatsachen:

Der Nachweis von Covid-19 erfolgte im Dezember 2019 und wurde medienwirksam veröffentlicht. Politik weltweit ignorierte daraufhin alle wissenschaftlichen Warnungen.

Die WHO ist auf die Gelder der USA angewiesen gewesen. - Mittlerweile ist Bill Gates für die USA eingesprungen und hat versichert, sich aus der Arbeit dieser Organisation raus zu halten. Bei allem Gemunkel und sicherlich anzunehmenden wirtschaftlichen Interessen Gates hat er auf diese Weise die WHO unabhängiger gemacht. - Die USA wollte aber von solch ineffektivem Zeug nichts wissen. Sowas interessiert einen Trump nicht. Also hat die WHO keine Warnung raus gegeben.

Das heißt aber noch lange nicht, dass nicht die Wissenschaftler der einzelnen Mitgliedsstaaten reichlich warnten. Ungehört.

Also konnte sich das Virus in der Welt verbreiten.

Und was fällt unserer Regierung dazu ein?

https://www.abgeordnetenwatch.de/blo...=nl20200419

Ich sehe jetzt nicht, dass sich der Link anklickbar verändert. Also

abgeordnetenwatch.de das interne strategiepapier des innenministeriums zur corona-pandemie

in die Suchmaske des Browsers, aufrufen und lesen. Da steht nämlich, worum es tatsächlich geht:

Abermilliarden Euro Steuergelder in marode Großbetriebe pulvern. Um das System zu erhalten. Um die eigene Macht zu erhalten.

Wer zuverlässige Informationen will ruft die Seite des RKI auf. Hier z.B. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...Gesamt.html

Ansonsten:

Wer von den angeblich Genesenen obduziert wurde hat in der Regel eine zerstörte Lunge. Darüber nachzudenken schadet gewiss nicht.

Und noch mal:

Auch Babys können daran sterben. Sie werden in der Regel allerdings nach ihrem Tot nicht drauf getestet.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Ist das auch für Privatpatienten oder nur für Kasse?
wize.life-Nutzer
Nein ist für jeder Kasse, habe selbst im Februar bekommen und hat mich nicht geschadet. Ab 60 sollte jedem eine bekommen.
Bleib Gesund.
wize.life-Nutzer
Stimmt
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Ich bin gegen Pneumokokken und Grippe geimpft...auf anraten meiner Ärztin und ich werde das jetzt jedes Jahr machen.
wize.life-Nutzer
Die Pneumokokken Impfung sollte alle 4 Jahre aufgefrischt werden, wobei die Grippe Impfung jährlich gemacht werden sollte
wize.life-Nutzer
Nach Aussage meines Arztes ist eine Wiederhohlungsimpfung nicht erforderlich.
wize.life-Nutzer
Unser Arzt ist der Merinung, dass die Pneumokokkenimpfung alle 5 Jahre aufgefrischt werden sollte. Das war aber auch unser Wissensstand.
wize.life-Nutzer
Ich habe die Impfung alle 4 Jahre erhalten. Bisher ist auch alles gut. Bleibt gesund !
wize.life-Nutzer
Und die Grippe Impfung Jährlich im Oktober.
wize.life-Nutzer
Meine Impfung ist länger als 10 Jahre her. Mein Arzt sagte, wäre lebenslang?
wize.life-Nutzer
Nein...5 Jahre
wize.life-Nutzer
Da wird es ja zeit, dass ich das nach hole, nicht wahr, vielleicht sollte man damit warten bis Corona sich verzogen hat?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Diese Pneumokokken-Impfung, die schon vor Wochen unser depperter "Gesundheitsminister" für die 60+ jährigen empfohlen hat ist vollommener Schwachsinn! Oder Spahnsinn! Falls man icht gerade willig ist sich umbringen zu lassen oder Selbstmord zu begehen....
Pneumokokken sind, so sagen Human-Mediziner, Bakterien! Also dagegen zu impfen hilft NICHT gegen Viren! Was passieren wird ist, dass das Immunsystem durch die Impfung erst einam lziemlich heruntergefahren wird und damit weit offen ist für jeden kleinen Virus, der gerade mal Lust hat ein neues Domizil zu finden.
Impfungen? Spahnsinn!
wize.life-Nutzer
Lesen können müßte man können. Im Text ist ja von Bakterien die Rede. Die Gefahr ist, daß Vorerkrankte, zB. Asthmatiker nicht zusätzlich zu Corona auch noch an einer bakteriellen Lungenentzündung erkranken.
wize.life-Nutzer
Schön! Was die Bakterien betrifft sind wir einig? Wie sieht es aus mit der verminderten Immunabwehr? Eben genau wegen u.a. der bakteriellen Lungenentzündungen? Wobei uns - betreffs der Corona-Hysterie - immer von vireologischen Angriffen auf die Lunge erzählt wird... Na ja, und das mit der Beatmung scheint auch nicht so toll zu klappen. Warum nicht?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
wize.life-Nutzer
Impfen lassen , gegen was
wize.life-Nutzer
Menschen ab 60 sollten diese Pneumokkenimpfung sich geben lassen. Sie beugt bakteriellen Lungenentzündungen vor. Jetzt daran zu denken ist ein bisschen spät; der Hausarzt sollte seine Patienten darauf aufmerksam machen, wenn sie 60 werden.
wize.life-Nutzer
ich 80, habe mich schon im Januar gegen Pneumokokken impfen lassen ,auf Empfehlung meiner Enkeltochter sie ist Krankenschwester...
wize.life-Nutzer
Eine fürsorgliche Enkelin
wize.life-Nutzer
Ich lasse sie einfach alle 6 Jahre ( davor waren es 10) erneuern, so wie die jährliche Grippe Impfung
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.