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Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern entlastet auch d ...
Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern entlastet auch das HerzFoto-Quelle: Alexander Rochau/Adobe Stock
Sport kann Ihre Herzgesundheit stärken

Regelmäßiger Sport kann das Risiko für Vorhofflimmern deutlich senken. Auch Betroffene profitieren von einem passenden Trainingsprogramm. Wir haben für Sie alle relevanten Fakten zusammengefasst.

Haben Sie während der Corona-Pandemie auch ein paar Pfunde zugelegt? Dann beginnt jetzt die Zeit, in der Sie wieder mehr in Bewegung kommen können. Zu viel Gewicht wirkt sich nachteilig auf die Herzgesundheit aus und begünstigt das Entstehen von Vorhofflimmern (VHF). Besonders sinnvoll ist ein individuelles Trainingsprogramm. Davon profitieren auch VHF-Betroffene. „Mit der Regelmäßigkeit des Trainings steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Vorhofflimmern mit Sport zu unterdrücken. Die Ökonomisierung der Herzarbeit verbessert sich mit der Kontinuität der körperlichen Belastung und führt zu einer Verlangsamung der Herzfrequenz", weiß Dr. Alessandro Cuneo, Chefarzt der Abteilung I. Innere Medizin – Interventionelle Kardiologie am Klinikum Westmünsterland.

Was bedeutet Vorhofflimmern (VHF)?

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung.(1) Allein in Deutschland sind etwa 1,8 Millionen Menschen daran erkrankt.(2) Hauptrisikofaktor ist das Alter (65 +). Die Erkrankung an sich ist nicht lebensgefährlich. Sie erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit für Folgeerkrankungen. So haben Menschen mit Vorhofflimmern ein etwa fünf Mal höheres Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen.(1) Bestehende Herz-Kreislauf- oder Gefäßerkrankungen sowie Diabetes mellitus können Vorhofflimmern begünstigen.(3) Diese Rhythmus-Störung wird häufig gar nicht oder erst relativ spät entdeckt. Viele Menschen haben keine spürbaren Symptome oder Beschwerden.(4) Regelmäßiges Pulsmessen hilft, das Risiko zu erkennen. Wird Vorhofflimmern frühzeitig entdeckt, ist es in der Regel gut behandelbar.

Sie möchten mehr über das Thema erfahren? Die Initiative Herzstolpern informiert Sie über die Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern, die Formen und Symptome von Vorhofflimmern sowie deren Risiken und Folgen.

Wie riskant ist Übergewicht fürs Herz?

Übergewicht, aber auch Bewegungsmangel, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum haben einen negativen Einfluss auf unseren Körper und damit auf das Herz:

  • Studien zeigen, dass mit jedem Kilo mehr im Body Mass Index (BMI) das Risiko für eine koronare Herzerkrankung um 4,7 % steigt.(5)
  • Adipöses Übergewicht ist, je länger es besteht, besonders relevant. Es schränkt nicht nur die Lebensqualität von Betroffenen ein, sondern wirkt sich auch negativ auf die Herzgesundheit aus. Studien zeigen, dass Menschen mit einem BMI über 30 ein doppelt so hohes Risiko haben, an VHF zu erkranken wie Normalgewichtige.(6)

Schon gewusst? Der Body-Mass-Index errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat. Ein Mensch gilt als übergewichtig (adipös), wenn sein Body-Mass-Index (BMI) über 30 liegt. Beim Taillenumfang sollten Männer weniger als 102 und Frauen weniger als 88 Zentimeter ansteuern.

Hier geht es zum Video: Was sind die Risikofaktoren für Vorhofflimmern?

Sport und Ausdauertraining beugen VHF vor

Bewegung ist das A und O für ein starkes Herz. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung – und entlastet das Herz. Dr. Alessandro Cuneo ist überzeugt: „Wer regelmäßig ein leichtes Ausdauertraining absolviert, kann sein Risiko für Vorhofflimmeranfälle dramatisch senken.“ Die Vorteile von Sport und Bewegung im Überblick:

  • Ein moderates Ausdauer- und Krafttraining kann das Risiko für VHF senken.(7,8)
  • Fachleute empfehlen ein 20- bis 30-minütiges niedrig bis mäßig dosiertes Ausdauertraining drei- bis fünfmal pro Woche. Gut geeignet sind beispielsweise flottes Gehen, Joggen, Rudern, Walken, Radfahren, Ergometertraining oder Tanzen.(7,8)
  • Darüber hinaus wird Betroffenen ein entspanntes Krafttraining empfohlen. Vor allem ältere VHF-Patienten profitieren davon. Es kann sie vor Stürzen bewahren und den Alltag erleichtern.(1) „Ein regelmäßiges Krafttraining wirkt dem inaktivitäts- und altersbedingten muskulären Kraftdefizit entgegen, sodass Alltagsbelastungen wie Heben und Tragen besser bewältigt werden können. Bei Herzpatienten stellt ein Krafttraining in Form eines kontrollierten und individuell dosierten Kraft-Ausdauer-Zirkels eine günstige Trainingsform ohne vermehrte Gefährdung dar“, betont der Kardiologe Dr. Alessandro Cuneo.
  • Insgesamt haben langsame, kontinuierliche Steigerungen den besten Effekt.(9,10)

Tipp: Stimmen Sie, bevor Sie mit dem Training durchstarten, die Trainingsdosis immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ab.

Mein Herz schlägt für ...

Ganz gleich, wofür Ihr Herz schlägt – messen Sie Ihren Puls. So können Sie prüfen, wie regelmäßig Ihr Herzschlag ist. Fürs Pulsmessen brauchen Sie keine technischen Geräte. Sie können Ihren Puls gut am Handgelenk ertasten und selbst messen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Puls richtig messen.

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Quellen:
(1) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (2016): ESC Pocket Guideline. Management von Vorhofflimmern. 2. überarbeitete Auflage. Online-Quelle. URL: https://leitlinien.dgk.org/files/21_...limmern.pdf, zuletzt abgerufen am 29.06.2021
(2) Kip et all (2015): Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern. Thieme Verlag.
(3) Arrhythmia Alliance (2010): Kennen Sie Ihren Puls. Die Puls-Check-Karte. Online-Quelle. URL: https://www.kompetenznetz-vorhofflim...ckkarte.pdf am 29.06.2021
(4) Bjorck S, Palaszewski B, Friberg L, Bergfeldt L. Atrial fibrillation, stroke risk, and warfarin therapy revisited: a population-based study. Stroke 2013;44:3103–3108.
(5) Vyas V, Lambiase P. Obesity and Atrial Fibrillation: Epidemiology, Pathophysiology and Novel Therapeutic Opportunities. Arrhythm Electrophysiol Rev. 2019; 8(1): 28-36
(6) Stiftung Gesundheitswissen. Adipositas. Folgeerkrankungen. Abgerufen von https://www.stiftung-gesundheitswiss...rkrankungen. Letzter Zugriff am 28.07.2021.
(7) Drca N. et al. Physical activity is associated with a reduced risk of atrial fibrillation in middle-aged and elderly women. Heart. 2015; 101: 1627-1630
(8) Azarbal F. et al. Obesity, physical activity, and their interaction in incident atrial fibrillation in postmenopausal women. J Am Heart Assoc. 2014; 3(4):e001127
(9) Valenzuela PL, et al. Physical activity, sports and risk of atrial fibrillation: umbrella review of meta-analyses. Eur J Prev Cardiol. 2020; 2047487320923183. doi: 10.1177/2047487320923183. Epub ahead of print. PMID: 32418482.
(10) Albrecht M, et al. Physical activity types and atrial fibrillation risk in the middle-aged and elderly: the Rotterdam Study Eur J Prev Cardiol. 2018; 25(12):1316-1323.