Die Corona-Ansteckungen erreichen immer neue Höchststände
Die Corona-Ansteckungen erreichen immer neue HöchstständeFoto-Quelle: microgen/Adobe Stock
Corona: In diesen Regionen in Bayern ist kein Intensivbett mehr frei

Die neue Woche beginnt mit neuen Höchstständen – und setzt sich fort mit der dramatischen Lage auf den Intensivstationen. In einigen Regionen ist kein einziges Intensivbett mehr frei. Was die Wissenschaft jetzt fordert und Gesundheitsminister Spahn prognostiziert.

"Am Ende dieses Winters ist jeder in Deutschland geimpft, genesen oder gestorben." Das sagte der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz an diesem Montag in Berlin. Ein Satz, der es in sich hat und - so sich denn die Prognose bewahrheitet - die Zukunft düster erscheinen lässt. Denn noch hat der Winter gar nicht richtig begonnen. Und doch arbeiten die Krankenhäuser bereits an ihren Grenzen, jedenfalls in Corona-Hotspots wie Bayern. Hier sind laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in vielen Regionen keine Intensivbetten mehr frei:

Und das alles vor dem Hintergrund immer weiter steigenden Infektionszahlen. So kletterte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz unterdessen auf einen neuen Höchststand von 386,5 am Montag. In den letzten 24 Stunden wurden 62 Todesfälle verzeichnet. 22 Landkreise liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 1000:

  • Sächsische-Schweiz (1612,4)
  • Sächsische-Schweiz (1612,4)
  • Freyung-Grafenau (1569,8)
  • Bautzen (1474,4)
  • Rottal-Inn (1426,9)
  • Nordsachsen (1321,9)
  • Elbe-Elster (1310,8)
  • Erzgebirgskreis (1306,7)
  • Oberspreewald-Lausitz (1247,3)
  • Meißen (1181,5)
  • Landshut (1157,6)
  • Berchtesgadener Land (1150,2)
  • Saale-Orla-Kreis (1146,5)
  • Mühldorf am Inn (1128,1)
  • Traunstein (1121,2)
  • Sonneberg (1113,2)
  • Mansfeld-Südharz (1088,3)
  • Vogtlandkreis (1048,2)
  • Regen (1028,3)
  • Spree-Neiße (1015,8)
  • Deggendorf (1004,4)
  • Mittelsachsen (1003,4)
  • Dingolfing-Landau (1001,6)

Corona war angesichts der Dringlichkeit der Lage auch Thema am Sonntagabend bei "Anne Will" in der ARD. Die Virologin Melanie Brinkmann gestand ob der niedrigen Impfquote und des Krisenmanagements seitens der Politik inzwischen "wahnsinnig frustriert" zu sein. Sie erkennt sogar bereits ein "Horror-Szenario", das bald über das Land hereinbrechen werde.

Der Chef des Robert-Koch-Institus (RKI), Lothar Wieler, rief erneut zum Impfen auf. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir so viele Menschen wie möglich zum Impfen bewegen, und diejenigen, die eine vollständige Grundimmunisierung haben, boostern", so Wieler am Sonntag im ZDF. Zu einer Impfpflicht äußerte er sich zurückhaltend. Gleichzeitig mahnte er an darüber "als letztes Mittel" nachzudenken.

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
warum hat man die Intensivbetten abgebaut? Sicherlich um Geld zu sparen.
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