Gesunde Ernährung hilft
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Hämorrhoiden – das sind die Risikofaktoren!

Wie entstehen Hämorrhoiden? Und: Woher kommen Hämorrhoiden überhaupt? Es gibt einige Risikofaktoren, die Hämorrhoiden begünstigen und die Sie teilweise selbst beeinflussen können. Eine wichtige Rolle spielt der Lebensstil mit gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung.

Hämorrhoiden – so schützen sie sich

Wer in Job und Alltag überwiegend sitzt, begünstigt die Entstehung von Hämorrhoiden. Denn Bewegungsmangel macht nicht nur den Darm träge, sondern sorgt auch dafür, dass sich das Blut unterhalb der Hüfte staut. Integrieren Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag. Nehmen Sie die Treppen statt den Aufzug, laufen Sie zum Supermarkt oder radeln Sie zu Ihrem Job. Schon wenig Bewegung bringt viel. Auch Ausdauersportarten wie Wandern, Nordic Walking oder Schwimmen kurbeln die Darmtätigkeit an und schützen vor chronischer Verstopfung – einem wichtigen Risikofaktor für Hämorrhoiden. Sportarten wie Kraftsport, Tennis oder Joggen sollten Patienten bei vergrößerten Hämorrhoiden besser nicht betreiben. Der Grund ist, dass der Beckenboden hier zusätzlich belastet wird. Aus dem gleichen Grund sollten Sie keine schweren Lasten tragen oder heben. Trainieren Sie am besten Ihren Beckenboden – dafür gibt es Kurse, zum Beispiel in Sportvereinen.

Auch die Ernährung spielt bei der Entwicklung von Hämorrhoiden eine wichtige Rolle. Denn: Eine falsche Ernährung kann zu Verstopfung führen. Dann sitzen die Betroffenen zu lange auf der Toilette und pressen stark, was die Bildung von Hämorrhoiden begünstigt. Wichtig ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit vielen Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Erbsen. Trinken Sie außerdem ausreichend. Ernährungsexperten empfehlen zwischen 1,5 und 2 Litern Flüssigkeit pro Tag. Am besten sind kalorienarme Getränke wie Wasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees (ganz nebenbei schützt das Kaloriensparen bei den Getränken auch vor Übergewicht). Dadurch bleibt der Stuhl weich und Sie müssen beim Stuhlgang nicht pressen. Eine ballaststoffarme Ernährung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel und häufiges Sitzen sind ein Kombipack, der die Entwicklung von Hämorrhoiden fördert.

Achten Sie außerdem auf ein gesundes Gewicht. Übergewicht kann zu Hämorrhoiden führen, weil die vielen Pfunde auf den Enddarm drücken und die Blutzirkulation behindern – das Gefäßpolster im Analbereich erweitert sich und es kommt zu Hämorrhoiden. Eine Schwangerschaft kann sich übrigens ähnlich auswirken wie Übergewicht, weil das Baby ebenfalls auf den Darm drückt. Falls Sie übergewichtig sind, versuchen Sie einige Kilos abzunehmen. Schon einige Pfunde weniger können sich positiv auswirken – nicht nur auf das Hämorrhoiden-, sondern auch auf das Herzkreislauf- und Diabetesrisiko.

Hämorrhoiden – nicht beeinflussbare Risikofaktoren

Es gibt aber auch Risikofaktoren für Hämorrhoiden, die Sie nicht selbst beeinflussen können. So scheint es eine genetische Veranlagung für Hämorrhoiden zu geben. Eine angeborene Schwäche der Blutgefäßwände lässt die Hämorrhoiden entstehen. Auch das Alter ist ein Risikofaktor für Hämorrhoiden. Mit zunehmenden Jahren büßen die Gefäße ihre Elastizität ein.