Milch und Rindfleisch erhöhen bei Kleinkindern Krebsrisiko.
Milch und Rindfleisch erhöhen bei Kleinkindern Krebsrisiko.Foto-Quelle: Pixabay
Darmkrebs: Vor diesen beiden Lebensmitteln warnen Mediziner

Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum gibt es neue Erkenntnisse, dass der Infektionserreger „Bovine Milk and Meat Foctors“ (BMMF), chronische Entzündungen verursachen kann. Auslöser dafür sind besonders zwei Lebensmittel.

Die bisher unbeachteten Erreger können das Risiko von Darmkrebs fördern. Zu diesem Ergebnis ist der Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen gekommen.

Virus besonders für Säuglinge gefährlich

Der Erreger BMMF befindet sich vor allem in Milchprodukten und Rindfleisch. Besonders Säuglinge haben ein erhöhtes Risiko, später an Darm- und Brustkrebs zu erkranken. Das Krebsforschungszentrum rät Eltern dringend davon ab, ihren Babys zu früh Kuhmilch zu geben.

Darm, Brust und Prostata besonders gefährdet

Der Virus kann chronische Entzündungen verursachen, die besonders problematisch für den Dickdarm, möglicherweise auch Brust- und Prostata-Bereich sein können.

Die Mediziner konnten einen engen Zusammenhang zwischen Neuerkrankungen von Brust- und Darmkrebs und dem Konsum von Milchprodukten und europäischem Rindfleisch feststellen, wie es in einer Meldung des Krebsforschungszentrums heißt.

Darmkrebs zweithäufigste Krebsart in Deutschland

In Ländern wie zum Beispiel Indien, in denen die Kuh als heilig gilt, gibt es deutlich weniger Brust- und Darmkrebs. Eine hohe Rate hingegen gibt es in Ländern, die auch einen großen Konsum an Milch- und Fleischprodukten haben. Das sind zum Beispiel Nordamerika, Argentinien, Europa und Australien.

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So schützen Sie Ihr Baby

Um mögliche Darmerkrankungen vorzubeugen, sollten Babys so lang wie möglich gestillt werden. Das Institut rät:

Bekannt ist, dass langes Stillen (über 6 Monate hinaus) Säuglinge vor der Infektion mit einer ganzen Reihe von Erregern schützen kann (Noroviren, Rotaviren, HIV). Zahlreiche Studien aus den USA zeigen, dass mit jedem zusätzlichen Monat des Stillens das Brustkrebsrisiko der Mutter sinkt.

Ab diesem Alter ist das Immunsystem der Kinder stark genug und kann sich vor möglichen Infektionen besser schützen. Der Mediziner warnt: Säuglinge sollten auf keinen Fall zu früh mit Kuhmilchprodukten gefüttert werden.

Mögliche Maßnahmen

Für Erwachsene bringe ein dauerhafter Verzicht auf Milch- und Fleischprodukte nichts, da diese den Erreger schon in sich tragen. Das Amt rät dazu, die Rinder impfen zu lassen und das BMMF aus der Milch zu filtern.

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