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Erinnerungen an Vertreibung: Was hat Ihnen auf der Flucht wieder Hoffung geg ...
Erinnerungen an Vertreibung: Was hat Ihnen auf der Flucht wieder Hoffung gegeben?Foto-Quelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F062907-0002, Schaack, Lothar unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/
Erinnerungen an Vertreibung: Was hat Ihnen auf der Flucht wieder Hoffung gegeben?

Heute müssen wir erleben, wie der Krieg in Syrien vielen Menschen ihre Heimat nimmt. Auch im Zweiten Weltkrieg erlebten zahllose Europäer dieses Schicksal. Darunter hunderttausende Deutsche, die vom Osten in den Westen flüchteten. Familien wurden in dieser Zeit auseinandergerissen. Die Menschen hatten Angst um ihre Angehörige und waren auf der Suche nach einem neuen zuhause.

Flüchtlinge gehen wochen- und monatelang durch die Hölle, weil sie in eine ungewisse Zukunft laufen. Auf ihrem Weg sind sie auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Am 20. September 1945 beispielsweise wurde auf die Anordnung der britischen Besatzungsmacht das Lager 'Friedland' eingerichtet, um Vertriebenen, Heimkehrern und Flüchtlingen einerseits eine Anlaufstelle und medizinische wie psychologische Hilfe zu bieten, sie aber außerdem bei der Familienzusammenführung zu unterstützen.

Wir möchten von Ihnen gerne wissen, welche Menschen Ihnen in welcher Form geholfen haben. Welche Erinnerungen haben Sie nicht nur aus Ihrer Heimat retten können, welche Erinnerungen haben Ihnen auch die Kraft zum Durchhalten gegeben? Welches Andenken konnten Sie nicht zurücklassen?



Da wir hier nur einige Möglichkeiten auflisten können, freuen wir uns, wenn Sie Ihre ganz persönliche Erfahrung auch zusätzlich in den Kommentaren schildern.

10 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Es war der 26.02. 2009.Wegen Dorf Behördenwillkür musste ich mit meinem damals neun jährigen Sohn von der Schweiz über Italien bis nach Tunesien fliehen.Man wollte ihn gegen meinen Willen mit der Polizei abholen und in ein Heim stecken. In Tunesien angekommen ohne ein Wort Arabisch zu können ging er zwei Wochen später in die normale Schule in Tunesien. Ich musste wegen meiner Arbeit zurück in die Schweiz.Ebenfalls wurde im April vom Obergericht beschlossen, dass mein Sohn weiter bei mir sein kann und ich das alleinige Sorgerecht habe. Aber mein Sohn der unterdessen alleine bei der Familie seines Stiefvaters in Tunesien war, wollte nicht zurück in die Schweiz zu gros war seine Angst von den Behörden. Zwei Jahre später kam die Tunesische Revolution, mein Sohn mitten im Kuchen. Ich habe damals nur noch gebetet, das ihm nichts geschehe. Erst Dezember vor einem Jahr kam er zurück in die Schweiz, weil die ganzen Behörden gewechselt hatten. Mein Dank geht immer noch an die Tunesier.
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wize.life-Nutzer
Als ich mit meiner Mutter meine Heimat verlassen musste war ich genau 1 Jahr alt.
Es war eine Flucht aus Graudenz nach Hessen.Mein Vater wurde von einem Kriegskameraden mitgenommen.Nach mehreren Lagern und durch die Suche welche damals nach Familienangehörigen forschte, wurde mein Vater gefunden.Wir kamen in Hanau an und kamen zu Menschen welche nicht über unsere Ankunft erfreut waren.

Es war eine sehr schwierige Phase,keiner wollte uns aufnehmen.Schlieslich landeten wir im Armenhaus. Dort starb 1950 mein Vater mit 36 Jahren.
Für uns wurde das Leben sehr schwer ohne Verwandten und Freunde.
Im Jahre 2008 waren mein Mann und ich in Polen in meiner Heimat.Nun weiss ich wo ich herkomme.
Wir wurden sehr gut aufgenommen von den Menschen dort ,viele haben uns weiter
geholfen.Das ist ja auch nicht selbstverständlich.

Mir läuft heute noch ein Schauer über den Rücken über das viele Leid der Menschen welche unverschuldet ihre Heimat verlassen müssen
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wize.life-Nutzer
Ich war 4 Jahre alt, als wir aus unserer Heimat vertrieben wurden, die ich ja noch garnicht richtig kennengelernt habe. Meine Mutter war mit uns 6 Kindern auf der Flucht - wo mein Vater war wußten wir nicht - wir kamen dann in ein Lager hier im Rheinland - sollten hier eine neue Heimat finden, aber waren hier nicht willkommen - was für mein weiteres Leben sehr prägend war. Den genauen Verlauf unserer Flucht kenne icht nicht, da meine Mutter diese schlimme Zeit einfach vergessen wollte und nicht darüber gesprochen hat .
wize.life-Nutzer
Unsere Heimat war an der schönen Ostsee in Hinterpommerns.
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wize.life-Nutzer
Meine Güte, das ist bald 70 Jahre her, Meine Mutter ist auch mit 3 Kindern aus Westpreussen geflüchtet, dort war sie evakuiert. Davon hat aber in der Nachkriegszeit kein Mensch mehr gesprochen. Vielleichft auch aus dem Grunde,dass wir sowieso aus Berlin waren und praktisch "in die <Heimat" geflohen sind.
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wize.life-Nutzer
Zum Tag der Heimat sagte der Redner : Die Flüchtlinge sind die Brücke zwischen den Kulturen . So sehe ich das auch . Über die Flucht meine Erz.WINTERBLUMEN für jung und alt informativ und unterhaltsam . www.ahlaufer.de
wize.life-Nutzer
Hubert,menchen denken und fühlen unterschiedlich als ich 1987
erstmals durchs Brandenburger Tor laufen durfte habe ich geweint.
Wenn jetzt jemand kommt und meint uns erzählen zu müssen,
daß Heimat-vertiebene von Deutschland nach Deutschland
Migranten sind ist er zu heiß bebadet !!
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wize.life-Nutzer
In meiner Erz. WINTERBLUMEN habe ich die Flucht aus der Sicht des Jungen wiedergegeben . Infos hubertlaufer@aol.com
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wize.life-Nutzer
Februar 1945 kamen wir -- meine Mutter (41) meine grossmutter(76) mein grossvater(82) i mit einem Güterzug in Ganderkesee (Niedersachsen) nach einer 3 Monate langen Flucht aus Ostpreussen an. Von einem Großbauern aus Bergedorf, einem kleinen Dorf, wurden wir mit einem Leiterwagen abgeholt und diese Leute, brachten uns in ihren 2 Kinderzimmern unter. Ich (6) spührte den Respekt, die Anteilnahme an unser Schicksal, und die unbeschreibliche Hilfe, als kleines Kind ----> ich könnte ein Büchlein schreiben -----> meinen Kindern erzählte ich viele Geschichten aus dieser Zeit.
Doch was für mich unvergesslich ist, sind 2 alte Stühle , wunderschön, mit einem Ledersitz, die diese Familie uns schenkte, als wir wieder ein ' normales' Leben leben konnten ---> und ich habe sie noch heute und halte sie aus Dankbarkeit iin Ehren .
Ich mache es kurz ---> aber die 2 Stühle sind es ,----> eine große Erinnerung aus einer Vertreibung
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wize.life-Nutzer
Liebes SB-Team! Ich kann hier nur über meine Schwiegermutter berichten.Sie wurde als Kind von Tschenien vertriebenNach vielen Jahren,die ich sie nun kenne,erzählt sie manchmal davon.Sehr wenig und emontional.Ihre Großeltern wurden vor ihren Augen erschlagen.Mit Mutter und Geschwistern ist sie am Arendsee bei Salzwedel gelandet.Sie ist sehr krank seelisch,aber erzählt nix,leider!
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