Scheidung statt Silberhochzeit - Das erfordert viel Mut
Scheidung statt Silberhochzeit - Das erfordert viel Mut
Scheidung statt Silberhochzeit - Das erfordert viel MutFoto-Quelle: © apops - www.Fotolia.com

Beim Thema Scheidung gibt es zwei gute Nachrichten: Insgesamt gehen Scheidungen etwas zurück. Paarpsychologen vermuten für diesen Trend, dass vor allem in krisengeschüttelten Zeiten die Menschen näher zusammenrücken. Auf den ersten Blick verblüffend ist jedoch, dass sich manche Paare erst nach vielen Jahren scheiden lassen, wesentlich später als noch vor 20 Jahren.

Während sich damals Paare im Durchschnitt nach gut elf Jahren Ehe scheiden ließen, sind es jetzt mehr als 14 Jahre. Die Zahl der Scheidungen nach der Silbernen Hochzeit hat sich verdoppelt.

Die Kinder bleiben lange zu Hause

Vermutlich könnte das daran liegen, dass der Nachwuchs immer später das Haus verlässt. Viele Paare beschließen, sich erst dann scheiden zu lassen, wenn die Kinder wirklich flügge sind. Die vermeintlichen Nesthocker, die sich um Hotel Mama "ausruhen", haben meist zu wenig Geld, um einen eigenen Hausstand zu gründen. Vor allem Akademiker tun sich schwer, gleich nach dem Studium eine gut bezahle Stelle zu bekommen und wohnen deshalb länger zu Hause.

Zusätzlich steigt die Lebenserwartung. Wer also 25 Jahre verheiratet ist, kann davon ausgegen, nochmal so lange zu leben. Und es stellt sich die Frage: Soll das die nächsten 25 Jahre so weitergehen?

Späte Scheidung erfordert viel Mut

Für den, der die Scheidung will - meist ist es die Frau - ist das jedoch ein Schritt, der vermutlich immer schwerer wird, je länger die Ehe gedauert hat. Es gehört ausgesprochen viel Mut dazu, sich nach 25 oder sogar 30 Jahren noch scheiden zu lassen. Wie sieht es finanziell aus? Was passiert mit dem gemeinsamen Freundeskreis? Wo soll ich meinen neuen Lebensmittelpunkt planen - in der Nähe der Kinder, den besten Freunden, soll ich einen absoluten Neustart wagen oder gibt es einen neuen Partner? Anforderungen, die sich mit 55 sicher nicht mehr so leicht meistern lassen wie mit 40.

Deshalb sind diese späte Scheidungen auch ein Zeichen dafür, dass ältere Menschen heute selbstbewusster sind als früher. Die jetzige Generation 50+ ist eher bereit dazu, neue Wege zu gehen. Auch wenn diese anfangs schwierig sein mögen.

20 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Es ist in einigen Kommentaren schon angeklungen.
Nicht die Schuldfrage ist entscheidend sondern die Versorgung.
Es wird geheiratet mit dem Versprechen ein Leben lang füreinander zu sorgen.
Das kann fatale Folgen haben.
In meinem Fall wäre es so gewesen , das meine Rente zur Hälfte meiner Frau überschrieben geworden wäre. Das wenige Jahre vor meinem Renteneintritt .
Ich habe mich mit meiner Frau geeinigt und bei meinem Renteneintritt den Unterhalt neu geregelt.
Aber : In meinem Profil steht ... Alleinlebend ...
Ich lebe auch alleine und habe keine Möglichkeit jemals wieder mit einer Partnerin zusammen zu leben.
Das bedauere ich nicht und habe auch keinen Gedanken daran, dieses zu ändern.
Es sind also hauptsächlich die Finanziellen Folgen , die eine Scheidung verhindern .
Im übrigen bestreite ich niemals , das es Frauen nach der Scheidung viel schwerer in finanziellen Dingen haben als wir Männer !!
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wize.life-Nutzer
Ich habe mich selbst nach zwanzing Jahren zur Trennung und anschließender Scheidung entschlossen. Das Verständnis des Bekanntenkreises ist am größten, wenn der Grund ein anderer Mann ist. Trennt man sich dagegen "nur", weil es so einfach nicht weitergehen kann, ist das Unverständnis groß. "Dir gings doch gut...." Nein, eben nicht !! Das Leben alleine zu schaffen ist manchmal verdammt schwer, aber es geht, und ich bin nur mir Rechenschaft schuldig ! Trotzdem bin ich davon überzeugt, nochmal die große Liebe zu finden..... und dann wird es bis zum Schluß halten....... think positive
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wize.life-Nutzer
Es wird häufiger von Trennung, Scheidung, neuer Beziehung gesprochen als von Neuanfängen in der bestehenden Partnerschaft und Ehe.
Ob ein Auseinandergehen wirklich immer nur daran lag, dass man nicht zusammenpasste?
Oder war es vielleicht das Problem: "Bis dass der Trott uns scheidet!" ?
Ich habe im Studium, das ich ernst genommen habe, geheiratet. Dann folgte der Berufsstart - auch mit ganzem Herzen und Energie. Nebenbei Kinder...
Zum Glück habe ich mich verpflichtet gesehen, Bücher über Ehe etc. zu lesen und habe erst Jahre später gemerkt, wie Frau anders tickt. Nach weiteren Jahren habe ich - mit Hinweisen von "außen" - entdeckt, was meine Frau für (schlummernde) Gaben hat und sie gar nicht meiner so genannten Idealvorstellung entsprechen muss. Es war ein Lernprozess - jahrelang. Wir haben relativ wenig gemeinsam, müssen sehr individuelle Wege des Miteinanders finden. Vor allem hilft es uns zu wissen, dass ein Mensch stets an seiner eigenen Persönlichkeit arbeiten muss.
wize.life-Nutzer
Vielleicht wird es mal so wie hier: Oldtimer oder Newcomer:
http://dorfpastors.blogspot.de/2012/...wcomer.html
wize.life-Nutzer
wize.life-Nutzer
In Kürze bin ich 51 Jahre zufrieden und glücklich verheiratet, erst jetzt im hohen Alter bekommt man mit, was der Partner alles gearbeitet hat. Das verdient Respekt und Anerkennung. Auch das Verliebtsein verändert sich. Oftmals führen Gespräche, zu Liebe und Geborgenheit.
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wize.life-Nutzer
Scheidung nach 30 Jahren ist nicht sehr klug:
Es kostet zu viel geld und Nerven.
Wenn einer stirbt ist die Witwenrente weg, wenn man kurz vorher geschieden wurde...
Und wer will uns denn auch noch nehmen
In der ehemaligen DDR wurde ab einem bestimmten Alter nicht mehr geschieden hat mir mal ein alter Mann erzählt. Sie wollte sich von ihm trennen, weil sie im Pflegeheim einen anderen kennengelernt hatte.
Der alte Mann hat beide überlebt und trägt nun die Anzüge seines Konkurenten auf
wize.life-Nutzer

Danke Mirjam
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wize.life-Nutzer
Für eine Scheidung ist es nie zu spät.
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wize.life-Nutzer
Praxis:

Wenn sich eine in der Ehe nie berufstätige Frau nach über 30 Jahren Ehe scheiden lässt, steht ihr gesetztlich die Hälfte des Einkommens zu.

Sie kann beim neuen Lover wohnen. Wenn nicht nachzuweisen ist, dass sie in einem wirtschaftlichen eheähnlichen Verhältnis leben, kriegt sie die Hälfte. Sie kann nicht gezwungen werden zu arbeiten.
wize.life-Nutzer
ich habe mich immer geplagt,
meine Frau hat viel mehr Freizeit gehabt als ich.
Ihr ist langweilig geworden, weil sie zu vie Zeit hatte, ich habe mir wenig Freiziet gegönnt, um ihre Ausgaben wieder einzufahren
Jeder Fall liegt anders, aber sie ist von einer Sek auf die andere zu meinem Exfreund gezogen.
Sie macht nichts mehr für mich und meinen Sohn, geht nur noch spazieren und shoppen,
ICh finanziere denen ihr Liebesnest
Eine saubere Gerechtigkeit
wize.life-Nutzer

Tja, meine Frau wird schon wissen worauf sie stolz ist, ich nicht.
Die Kinder waren genauso vor den Kopf gestoßen wie ich.
Wenn keiner in engsten Familienkreis ahnt, was die Frau bewegt und sie sich "mit meinem Exfreund " verbündet - ist das normal ?
Häte sie sich da nicht vorher mwl "erklären müssen", was los ist.
Und zum Dank für das neue Leben, zahl ich nach dem Gesetz aus den 70er Jahren die Hälfte, wenn ich mich scheiden lassen. Bis jetzt ein etwas niedrigeres good-will.
wize.life-Nutzer
danke für euer Mitgefühl.

War schon etliche Mal bei RA, sagt mir, ich soll eine Detektei beauftragen und meiner Frau nachschnüffeln lassen, wann, wie, was ...sie mit dem neuen lover gemeinsam macht.

Lassen keinen ins Haus.

Irgendwied blöd, eine Frau, die man mal geliebt hat , ausschnüffeln zu lassen,..... ganz abgesehen von den Kosten
wize.life-Nutzer
He, ihr "Ossifrauen" - auch im Westen gab es genügend Frauen, die Kinder, Beruf und Haushalt unter einen Hut gebracht haben...und hier waren z.B. Kinderkrippen eher selten....
wize.life-Nutzer
Hab ich, Birgit - aber auch bei uns waren und sind viele Frauen selbständig und haben trotz Familie Anspruch auf die eigene Rente mit 63 nach 45 Berufsjahren... und hier war aufgrund fehlender Krippen- und Hortplätzen die Versorgung der Kinder schwieriger! Ich habe aus diesem Grund 20 Jahre Nachtdienst gemacht!
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wize.life-Nutzer
Quatsch, eine Scheidung ist eine Scheidung, wirklich schwierig ist es durchzuhalten bis zum Schluß und im nachhinein zu sagen, ja-----es war ein schönes Leben zu zweit.
wize.life-Nutzer
Ja, sie hätte unterschreiben müssen, aber im Todesfall geht sie als Ehefrau ein Erbe ein und das muss sie ausschlagen und zwar nur beim Notar, dann hat sie damit nix zu tun.
wize.life-Nutzer
Das Erbe kann man erst ausschlagen, wenn der Erblasser, in diesem Fall der Ehemann, tot ist. Dann hat die Ehefrau und evtl. Kinder die Möglichkeit 6 Wochen lang. Evtl vorhandene Kinder und deren Kinder sollten in die Ausschlagung mit rein genommen werden, ansonsten sind die dran mit bezahlen.
wize.life-Nutzer
alles ok. ich helfe gerne wenn ich kann grüss sie unbekannterweise von mir.
wize.life-Nutzer
Man brauch für eine Scheidung echt viel Mut. Aber ich finde es absolut OK. Es ist völlig normal das sich die Menschen weiterentwickeln und man irgendwann vielleicht nicht mehr in die „gleiche Richtung schaut“. Bevor man dann bis zum Lebensende unglücklich ist, macht eine Scheidung absolut Sinn. Man lebt nur einmal….
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