Achtung, Fußgänger und Autofahrer: Am Dienstagmorgen drohen örtlich Orkanböe ...
Achtung, Fußgänger und Autofahrer: Am Dienstagmorgen drohen örtlich OrkanböenFoto-Quelle: Anandu Vinod/Unsplash
Schwere Unwetter: Alarmstufe ROT - Warnung vor Orkanböen und Dauerregen

Wetter in Deutschland: Der Dienstag beginnt in Süddeutschland extrem stürmisch und mit viel Regen. Für zahlreiche Landkreise hat der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung vor Orkanböen herausgegeben. Örtlich drohen Überschwemmungen durch Hochwasser.

Hier sammeln wir die neueste Wetter-Infos im Ticker:

+++ Warnung vor Orkanböen am Dienstagmorgen+++

Für diese Landkreise in Baden-Württemberg und Bayern gilt am Dienstagmorgen eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Orkanböen, orkanartigen Böen sowie ergiebigem Dauerregen:

  • Waldshut
  • Lörrach
  • Breisgau-Hochschwarzwald
  • Freiburg
  • Emmendingen
  • Ortenaukreis
  • Freudenstadt
  • Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Ravensburg
  • Lindau
  • Neu-Ulm
  • Unterallgäu
  • Ostallgäu
  • Kempten (Allgäu)
  • Oberallgäu
  • Landsberg am Lech
  • Weilheim-Schongau
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Miesbach
  • Rosenheim
  • Traunstein
  • Berchtesgadener Land
  • Straubing-Bogen
  • Straubing
  • Cham
  • Regen
  • Deggendorf
  • Freyung-Grafenau
  • Passau

Die Windspitzen erreichen auf jeden Fall 100 km/h im Tiefland. Es können aber auch einzelne Orkanböen bis 120 km/h am Dienstagmorgen im Südosten auftreten. In den Bergen weht ein Höhenorkan. Es ist also Vorsicht geboten.

Warnstufe ROT in Süddeutschland - wegen Orkanböen und orkanartigen Böen sowi ...
Warnstufe ROT in Süddeutschland - wegen Orkanböen und orkanartigen Böen sowie ergiebigem DauerregenFoto-Quelle: DWD

+++ Warnung vor Dauerregen am Dienstagmorgen+++

Außerdem gilt in diesen Landkreisen eine Unwetterwarnung des DWD vor ergiebigem Dauerregen:

  • Biberach
  • Alb-Donau-Kreis
  • Ulm
  • Göppingen
  • Esslingen
  • Rems-Murr-Kreis
  • Schwäbisch Hall
  • Ostalbkreis
  • Heidenheim
  • Dillingen a.d. Donau
  • Günzburg
  • Zollernalbkreis
  • Tübingen
  • Sigmaringen
  • Bodenseekreis
  • Rastatt
  • Baden-Baden
  • Karlsruhe
  • Pforzheim
  • Enzkreis
  • Calw
  • Rottweil
  • Augsburg
  • Aichach-Friedberg
  • Fürstenfeldbruck
  • Dachau
  • Starnberg
  • München
  • Ebersberg
  • Mühldorf a. Inn
  • Landshut
  • Rottal-Inn
  • Altötting

Teile eines Hauses überflutet

In der Gemeinde Aach bei Trier wurde der Ortskern in der Nacht auf Dienstag von einem Bach überschwemmt, wie ein Sprecher der technischen Einsatzleitung des Landkreises sagte.

Südlich von Trier in Konz wurden Teile eines Hauses überflutet. Dabei wurden mehrere Menschen eingeschlossen, die durch die Feuerwehr befreit wurden. Im gesamten Landkreis Trier-Saarburg sperrten Einsatzkräfte überschwemmte Bundes- und Landesstraßen. In Saarbrücken sperrte die Polizei am frühen Morgen einen Abschnitt der Stadtautobahn.

+++ Behinderungen im Verkehr und bei der Bahn +++

Aufgrund des Unwetters kommt es am Dienstag örtlich zu Behinderungen im Verkehr durch Äste und Gegenstände auf Autobahnen und Bundesstraßen. Die Einsätze von Polizei und Feuerwehr wegen Sturmschäden steigen seit dem frühen Morgen.

Ob Ihre Strecke betroffen ist, erfahren Sie hier.

Auch bei der Deutsche Bahn kann es durch Sturmtief Petra zu Behinderungen und Zugausfällen kommen, darauf weist das Unternehmen auf seiner Webseite hin.

"Aktuell verkehrt der Fernverkehr der Deutschen Bahn stabil. Sobald es zu witterungsbedingten Einschränkungen kommt, informieren wir Sie an dieser Stelle weiter", heißt es am Dienstagmorgen (Stand: 7.45 Uhr)

Bahnstrecke im Allgäu gesperrt

Wegen des Starkregens der vergangenen Tage und dem angekündigten Hochwasser ist allerdings derzeit die Bahnstrecke zwischen Kempten (Allgäu) Hbf und Immenstadt gesperrt. Zwischen Lindau und München ist ein Schienenersatzverkehr durch Busse eingerichtet.


+++ Mit Video | Wetteraussichten: Dauerregen verschärft sich +++

Der Regen, der im Süden bereits am Wochenende eingesetzt hat, hält sich auch noch am Montag. Am Abend verstärkt sich der Regen weiter. "Ein Trog und eine Kaltfront bringen sintflutartigen Regen ein", sagt Jan Schenk, Meteorologe bei weather.com.

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+++ Schnee kommt +++

Am Dienstagvormittag lassen die Winde nach. Am Dienstagmorgen setzt dann Schneefall in den nördlichen Mittelgebirgen ein, denn polare Kaltluft strömt ein und erreicht rasch die Alpen. Damit geht der kräftige Regen in starken Schneefall über.

In den Alpen kann es in Staulagen leicht einen halben Meter Neuschnee geben und auch Schneeverwehungen sind möglich. Am Dienstag schneit es in ganz Süddeutschland. Meisten bildet sich aber nur eine dünne Schneedecke. In den Mittelgebirgen und südlich von München sind mehrere Zentimeter Neuschnee möglich. In der Nacht zum Mittwoch wird es glatt auf den Straßen durch Schneefall und überfrierende Nässe.

+++ Mittwoch: Schneeschauer und Hochwasser +++

Am Mittwoch geht der Schneefall immer mehr in einzelne Schneeschauer über. An den Alpen schneit es noch durchgehend, ehe gegen Abend der Schneefall nachlässt. Bis zum Mittwoch sind verbreitet 100 bis 150 Liter Regen bzw. Schnee pro Quadratmeter gefallen. "Das ist außergewöhnlich und vielleicht auch rekordverdächtig", sagt Schenk. "Normalerweise ist es im Februar kälter, dann kann es gar nicht so viel regnen. Doch die vorherrschende sehr warme Luft hat auch sehr viel Feuchtigkeit in sich und daher kann es zu diesen unglaublich starken Regenfällen kommen", so Schenk weiter.

Wie genau sich das Hochwasser entwickeln wird, werden erst die kommenden Tage zeigen. Besonders gefährlich wird die Lage an der Iller in Sonthofen, wo es zu einem 100-jährigen Hochwasser kommen könnte. In Baden-Württemberg sind auf jeden Fall 20-jährige Hochwasser zu erwarten und an der Donau ist noch nicht sicher, wie stark das Hochwasser tatsächlich wird. Die Meldestufe 3 wird auf jeden Fall erreicht, ob es mehr wird müssen wir abwarten. "Beunruhigend ist, dass der Pegel in Passau jetzt schon höher ist, als von den Modellen berechnet. Die Feuerwehr wird ein paar unruhige Tage vor sich haben", sagt Jan Schenk, Meteorologe bei weather.com.

+++ Amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen und ergiebigem Dauerregen +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Süden Deutschlands (aktuell: Bayern und Baden-Württemberg) eine Unwetterwarnung (Stufe Rot) herausgegeben. Im Bergland drohen demnach Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h. Teilweise sind sogar bis 140 km/h möglich.

Zudem tritt ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden dem DWD zufolge Niederschlagsmengen zwischen und 80 Liter pro Quadratmeter erwartet, in Staulagen auch mehr. Die größten Regenmengen werden von Montag bis Dienstagfrüh erwartet.

+++ Lawinengefahr in den Alpen +++

+++ Hochwasser-Alarm im Allgäu +++

Abertausende von Tropfen prasseln minütlich auch noch am Montag (03.02.2020) im Allgäu vom grauen Himmel. Zusätzlich sorgen die verhältnismäßig warmen Temperaturen für Tauwetter in den Bergen - der Wasserzulauf nimmt kein Ende.

Immenstadt im Allgäu
Immenstadt im AllgäuFoto-Quelle: News5/ Liss

Deswegen wappnen sich die Bewohner am Alpenrand schon gegen das drohende Hochwasser. In Sonthofen an der Iller soll es am Abend Meldestufe drei geben. Die Ausgabe von Sandsäcken und das Aufstellen der Hochwasserschutzwand an der Bahnstrecke Immenstadt - Kempten sind nur als kleine Punkte zu nennen.

Obwohl der Schwerpunkt im Oberallgäu liegen dürfte, blickt auch Anderorts nicht nur das Wasserwirtschaftsamt auf die Prognosen. Aktuell erwarten Experten die Hochwasserspitze gegen 20 Uhr am Montagabend in Sonthofen. Jedoch kann sich das aktuell noch jederzeit ändern. Deswegen gilt auch generell eine Warnung vor Überflutungen.

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