Orkan Victoria fegt über NRW - Zug evakuiert - 20-Grad-Marke geknackt

Orkantief Victoria fegte am Sonntag über NRW hinweg und sorgte für unzählige Feuerwehreinsätze. Im Breisgau wurde die 20-Grad-Marke geknackt. Auch am Montag bleibt es stürmisch und mild. Noch extremer wütete in England Sturm Dennis. Das Umweltamt verzeichnete 600 Hochwasserwarnungen - so viele wie nie zuvor.

Schwere Sturmböen und Temperaturen bis 20 Grad.
Schwere Sturmböen und Temperaturen bis 20 Grad.Foto-Quelle: Pixabay

+++ Orkan Victoria fegt über NRW - Dennis sorgt in England für Hochwasser +++

Orkan Victoria hat in Nordrhein-Westfalen für zahlreichen Feuerwehreinsätze gesorgt. Vor allem in der Eifel und im Aachener Raum erreichten die Tiefausläufer laut "Focus" Windgeschwindigkeiten um 100 km/h.

Sonntagabend: Es bleibt stürmisch!
Sonntagabend: Es bleibt stürmisch!Foto-Quelle: DWD

Im Münsterland mussten 200 Reisende aus einem IC evakuiert werden, weil ein Baum bei Rheine auf eine Oberleitung gestürzt war. Die Fahrgäste wurden in Bussen zu nahe gelegene Bahnhöfen gebracht, teilte die Deutsche Bahn mit.

Die Strecke von Koblenz nach Norddeich wurde gesperrt. Züge mussten umgeleitet werden. Es kam demnach zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen.
Auch bei Aachen, im Kreis Düren und bei Billerbeck (Münsterland) versperrten umgeknickte Bäume Gleise und Straßen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

+++ Sonntag: 21 Grad in Freiburg +++

Orkan Victoria brachte auch frühlingshafte Temperaturen nach Deutschland. In Freiburg wurden am Sonntag sogar 21 Grad erreicht.


Auch am Montag bleibt es weiter mild und stürmisch. Im Norden und Nordwesten werden Böen bis 75 km/h erwartet, an der Nordsee sogar mit Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h.

Die Temperaturen erreichen bundesweit 14 bis 16 Grad.

+++ 600 Hochwasserwarnungen in England +++

In Großbritannien wütete währenddessen Sturm Dennis. Rund 600 Hochwasserwarnungen gingen bei der Umweltagentur ein - so viele wie nie zuvor. In Wales ertrankt ein Mann, als er in einen Fluss stürzte. Menschen mussten mit Hubschraubern und Schlauchbooten aus ihren gefluteten Häusern gerettet werden.

In der walisischen Kleinstadt Pontypridd traft der Fluss Taff derart über die Ufer, dass die Autos in den Wassermassen kaum mehr zu erkennen waren.




+++ Wetter am Sonntag: DWD warnt vor Sturmböen - Frühlingshafte Temperaturen +++


Die Ausläufer eines Tiefs über Island bringen stürmische Böen nach Deutschland. Vor allem im Westen und Norden warnt der DWD vor schweren Sturmböen (70-80 km/h). An der Nordsee sowie in den Bergen drohen orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten um 110 km/h.

Schwere Windböen in weiten Teilen Deutschlands
Schwere Windböen in weiten Teilen DeutschlandsFoto-Quelle: DWD

Dabei ist es überwiegend bewölkt. Nur im Süden reißt die Wolkendecke auf, dort ist heiter bis wolkig. Die Temperaturen sind bundesweit für die Jahreszeit viel zu mild. Der DWD meldet 14 Grad im Nordosten, 18 Grad im Südwesten. Und am Oberrhein könnte sogar die 20-Grad-Marke geknackt werden.

Auch zum Wochenbeginn bleiben die Temperaturen mild. Am Montag werden bei immer noch gebietsweise starkem Wind 11-14 Grad erreicht, im Alpenvorland sogar 16 Grad.


Im Video: Hier fegt Orkantief Victoria mit bis zu 110 km/h über das Tiefland

+++ DWD: Unwetterwarnung vor extremen Orkanböen +++


Der Sturm Victoria bringt uns die ersten Orkanböen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung ausgesprochen. Im Harz gilt höchste Alarmstufe: Es können extreme Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 160 km/h auftreten!

Weitere Landkreise und Regionen können folgen. Hier eine Übersicht über die Extreme Unwetterwarnung Stufe 4 (violett), Unwetterwarnung Stufe 3 (rot) und Wetterwarnungen vor Sturmböen (orange) (Stand: 19:05 Uhr):

Orkan Victoria bringt Teilen von Deutschland
Orkan Victoria bringt Teilen von DeutschlandFoto-Quelle: DWD

Am Samstagabend geht der Sturm in Deutschland los: Erste Ausläufer von Victoria treffen die Nordseeküste mit stürmischen Böen, wie der "Weather Channel" berichtet. In der Nacht zu Sonntag verstärkt sich der Wind, dann bekommen auch Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Sturmböen mit über 90 km/h zu spüren.

Spitzenwinde bis zu 110 km/h im Flachland

Im Laufe des Sonntags dringt der Sturm weiter in Richtung Süden und Osten vor. Im Tiefland erreichen die Spitzenwinde zwischen 100 und 110 km/h, auf den Bergen der westlichen Mittelgebirge bis 120 km/. Die höchsten Windgeschwindigkeiten werden im Westen und Norden Deutschlands erreicht.
Im Süden bleibt der Wind dagegen schwach.

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+++ Orkantief bringt neuen Sturm - und bis zu 20 Grad! +++


Tief Orkan Victoria könne einer der stärksten Stürme in europäischen Gewässern werden, seit es Wetteraufzeichnungen gibt, schreibt der Weather Channel. Glücklicherweise werden sich seine stärksten Winde über dem offenen Ozean entfalten und das Land abgeschwächt erreichen.

Victoria erreicht Deutschland Samstagabend

An der Nordseeküste wird den Vorhersagen nach ab Samstagabend kräftiger Wind mit Orkanböen wehen - dieses Mal hauptsächlich aus südwestlicher Richtung, wodurch die Sturmflutgefahr an der Elbe geringer als bei Sturm Sabine ist. In West- und Norddeutschland seien Sturmböen am Sonntagmorgen wahrscheinlich.

Auswirkungen noch unklar

Wie stark sich Victoria auf das übrige Land auswirkt, ist den Angaben zufolge noch extrem unsicher. Demnach gibt es Wetterberechnungen, nach denen eine Unwetterfront am Sonntag und Montag durch über Deutschland zieht. Nach anderen Prognosen entwickelt sich ein kleines Tiefdruckgebiet an der Flanke von Victoria, das den Nordwesten Deutschlands am Sonntagabend mit Orkanwinden bis 140 km/h überziehen könnte. Tagsüber sind im Norden und Westen Sturmböen möglich.

Wochenende wird extrem mild: bis 20 Grad

Somit wird der Samstag auf jeden Fall ruhig – und sehr mild. Bei nur lockeren Wolkenfeldern ist es oft freundlich, vor allem im Süden werde es sonnig, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Nur Nordwesten gibt es dichte Bewölkung, im Küstenumfeld anfangs auch etwas Regen.

Die Höchstwerte liegen bei 8 und 14 Grad. Am Sonntag wird’s noch wärmer: Dann sind Höchstwerte zwischen 14 und 18 Grad, am Oberrhein sogar bis 20 Grad möglich.

(Anm. d. Red.: Der Artikel zum nächsten Orkantief wurde am 15.02.2020 aktualisiert)

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Das wars dann wohl mit "Sabine" und "Victoria" hört sich ja schon etwas besser an! Jedoch die "Warmfront" bis 20 Grad+ in der Mitte des Monats Februar ist ja wohl sehr ungewöhlich und lässt dann eher darauf schließen das wohl noch mehrere solche "Winde" dito Regen auf uns zukommen werden oder könnten. Ja ,ja das Wetter ist immer ein Thema was man "ausschlachten" kann, jedoch der bisherige Winter war ja bisher wohl nichts. Im Frühjahr und Sommer kommen dann die ganzen "Viecher" auf uns zu weil selbige nicht erfroren sind und der Wald hat dies bestimmt auch nicht so gern. Es wird noch soweit kommen, wenn das Jahrelang so weiter geht, dass uns die Heuschrecken die "Ernte" wegfressen. In den Parks der Städte fliegen dann Wellensittiche,Nymphensittiche etc. im Winter rum. Ist ja kein Witz, In NRW gibt es Städtische Parkanlagen wo "Halsbandsittiche" seid Jahren den Winter überlebt haben. Die Temperaturen machen denen nichts aus, die überleben auch Minus 5 Grad und mehr wenn selbige Höhlen und Licht haben,nur mit dem Futter, wer weiß ? Habe meine auch bei Minus Graden draußen, allerdings können selbige auch ins warme wenn "Sie" denn wollen.
Da wird es wohl in Zukunft immer mehr "Invasive" Pflanzen und Tiere geben welche der heimischen "Flora und Fauna" zusetzen werden.
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