USA: Stiefvater erhängt Sohn (6) im Bad - weil er ins Bett nässte
USA: Stiefvater erhängt Sohn (6) im Bad - weil er ins Bett nässteFoto-Quelle: Pixabay
USA: Stiefvater erhängt Sohn (6) im Bad - weil er ins Bett nässte

Vereinigte Staaten. Ein Mann hat im Bundesstaat New York seinen sechsjährigen Stiefsohn getötet. Weil der Junge nachts ins Bett nässte, folterte er das Kind durch simuliertes Ertrinken in der Badewanne und erhängte den Bub mit dessen T-Shirt an der Badezimmertür. Vor Gericht sagte nun die Mutter gegen den Mann aus.

Gegenüber der Jury erzählte die 29-Jährige, sie habe es schwer gehabt, den Jungen großzuziehen. Ihre Großmutter habe sie rausgeschmissen, weil sie das Kind verprügelt habe. Daraufhin hätten die beiden in Unterkünften für Obdachlose leben müssen. In den Kursen für junge Eltern habe sie wenig gelernt.

Erst nach einiger Zeit habe sie eine provisorische Wohnung im New Yorker Stadtteil Harlem gefunden, wo sie mit ihrem neuen Mann und dem Kind gelebt habe. Der Stiefvater würde sich aber immer wieder aufregen, weil der Junge nachts ins Bett nässte. Deshalb habe er das Kind immer wieder geschlagen.

Armer, kleiner Junge

Vor Gericht gab die Frau auch zu, selbst den Sohn in den Monaten vor dessen Tod mehrmals verprügelt zu haben. Sie habe unter anderem einen Gürtel verwendet, weil ihre Hände aufgrund einer Krankheit wund gewesen seien. "Ich wusste nicht, wie ihn erziehen sollte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte", sagte sie.

Auch eine Lehrerin des Jungen sagte vor Gericht aus. Sie erzählte, sie habe Angst gehabt, mit der Mutter über das Verhalten des Kindes zu sprechen. "Ich fürchtete, dass sie nach jedem Telefonat wütend würde, und dass das der Grund war, warum der Junge dann mit Prellungen in die Schule kam."

Stiefvater folterte Sohn vor dessen Tod

Eines Nachts, als der Sechsjährige ins Bett nässte und an Panikattacken litt, wurde der Stiefvater laut Anklage so wütend, dass er einen Stock holte und das Kind mehrmals schlug. Als ob das nicht schlimm genug wäre, zwang er den Sohn dann unter in die Dusche und verprügelte ihn mit dem Wasserschlauch.

In der Badewanne übte der Mann dann noch sogenanntes Waterboarding an dem Kind aus. Dabei handelt es sich um eine Foltermethode, bei der das Opfer den Eindruck hat, zu ertrinken. Als der Junge schließlich bewusstlos wurde, erhängte ihn der Stiefvater mit einem T-Shirt an der Badezimmertür.

"Bezeichnenderweise rief der Junge nicht nach seiner Mutter... weil er wusste, dass sie ihn nicht beschützen würde", sagte eine Staatsanwältin. Erst viele Stunden nach dem Tod des Jungen brachte ihn die Mutter in eine Notaufnahme - mit der Erklärung, das Kind habe sich verletzt, als es "vom Bett gefallen" sei.

Seit drei Jahren sitzt die 29-Jährige in Untersuchungshaft, nachdem sie bereits während der Ermittlungen den Totschlag an ihrem Sohn gestand. Der des Mordes an dem Jungen angeklagte Stiefvater steht erst vor kurzem vor Gericht. Er weist alle Vorwürfe zurück.

Quelle: "The Sun"

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