Köln: Frau bricht in Aldi-Filiale zusammen - Kunden stören Rettung
Köln: Frau bricht in Aldi-Filiale zusammen - Kunden stören RettungFoto-Quelle: Pixabay
Köln: Frau bricht in Aldi-Filiale zusammen - Kunden stören Rettung

Köln. Nachdem kurz vor Weihnachten eine Frau in einer Aldi-Filiale zusammengebrochen ist, wendet sich nun der Feuerwehrmann, der ihr Erste Hilfe leistete, mit einem Appell an die Öffentlichkeit. Er wünscht sich von seinen Mitmenschen mehr Verständnis für Opfer von Notfällen.

"Was ich erlebt habe, war eine Katastrophe", sagt David Langer (34) im Gespräch mit der Kölner Zeitung "Express". Am 23. Dezember war der dreifache Familienvater privat in der Aldi-Filiale in der Olpener Straße beim Einkaufen, als er plötzlich bemerkte, wie eine ältere Frau nach hinten kippte und zu Boden stürzte.

Sofort eilte der 34-Jährige der Unbekannten zu Hilfe, fühlte ihren Puls: "Im Grunde war sie tot." Daraufhin begann Langer mit der Reanimation. "Nach einigen Minuten spürte ich den Puls der Dame wieder, aber er ging wieder weg", berichtet er über den Vorfall. Wenige Minuten später traf der Rettungsdienst ein.

Vorbildliches Verhalten: Großes Lob für Aldi-Mitarbeiter

Großes Lob spricht Langer für die Mitarbeiter des Discounters aus: "Sie haben alles stehen und liegen lassen und gefragt, wie sie helfen könnten", erzählt der 34-Jährige. Außerdem hätten die Angestellten den Einsatzort mit Regalen und sogar einem Gabelstapler abgeriegelt, bis der Notarzt eintraf.

Verhalten der Kunden lässt bei Helfer den Kragen platzen

Gleiches gelte aber nicht für manche Kunden des Discounters: "Viele starrten einfach nur oder wollten in der Schlange nur weiterkommen und rempelten mich und die Mitarbeiter mit ihren Wagen an und meckerten rum", schildert er. "Ich bin dann lauter geworden und habe die Leute zurechtgewiesen."

Feuerwehrmann richtet Appell an die Öffentlichkeit

Der Feuerwehrmann erlässt deshalb einen Appell an das Mitgefühl und die Vernunft aller: Es müsse für jeden selbstverständlich sein, dass er oder sie selbst einmal Opfer und Patient sein werde und ein solches Schicksal erleiden könne. Der 34-Jährige wünscht sich, dass sich ein solches Verhalten nirgendwo wiederhole.

Ob die Frau gerettet werden konnte, ist unklar. In ihrem Bericht machte die Kölner Feuerwehr keine Angaben. Langer: "Ich hoffe, dass es noch gut ausging".

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