Coronavirus: Österreich schickt Schülergruppe aus NRW zurück

Ein geplanter Skiurlaub von Schülern aus Aachen hat abrupt hinter der deutsch-österreichischen Grenze geendet. Da eine Schülerin Symptome einer Coronavirus-Infektion aufweist, haben die österreichischen Behörden den ganzen Bus kurzerhand nach Deutschland zurückgeschickt.

Eine Schülergruppe aus Aachen wurde von den Österreichern wieder heimgeschic ...
Eine Schülergruppe aus Aachen wurde von den Österreichern wieder heimgeschicktFoto-Quelle: pixabay

Als die Behörden erfuhren, dass die Schülerin entsprechende Symptome hat und mit einem Covid-19-Krankheitsfall Kontakt hatte, stoppten sie am Samstag die 52-köpfige Reisegruppe, die nach Seefeld in Tirol wollte. Das Ganze passierte kurz hinter der Grenze nach Bayern, wie "sueddeutsche.de" berichtet.

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"Unverständlich und unverantwortlich"

Die Reisegruppe wurde am Wochenende vom Gesundheitsamt des Landkreises Ostallgäu betreut, die kein Verständnis dafür hat, dass das Gesundheitsamt Aachen die Schülerin mit der Gruppe losfahren ließ. Das Verhalten der Behörde sei "unverständlich und unverantwortlich".

Schülergruppe übernachtet auf Feldbetten in Turnhalle

Die Schülerin wurde in der Klinik in Füssen behandelt. Die restlichen Teilnehmer der Reisegruppe verbrachten die Nacht zum Sonntag in einer Turnhalle auf Feldbetten, das Bayerische Rote Kreuz versorgte sie. Am Sonntag fuhren die 17 und 18 Jahre alten Schüler wieder nach Aachen zurück.

Die Schülerin sollte mit einem Krankenwagen ebenfalls in ihre Heimat zurückgebracht werden. Bislang ist sie ein Verdachtsfall, das Sars-CoV-Virus wurde noch nicht bestätigt.

Deutschlandweit ist die offizielle Zahl der Infizierten inzwischen auf 117 gestiegen (Stand 1.3.2020, 10 Uhr). Besonders viele Menschen sind in Nordrhein-Westfalen erkrankt. Auch in Bayern gibt es neue Erkrankungsfälle. Da auch ein Mitarbeiter einer großen Firma betroffen ist, bleiben 1600 Mitarbeiter erst mal zuhause.

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