Der Podcast "dying for sex" ist online abrufbar.
Der Podcast "dying for sex" ist online abrufbar.Foto-Quelle: Instagram/nikkiboyer
Brustkrebspatientin verlässt Ehemann, um noch mal guten Sex zu haben

Als Molly O. mit 41 Jahren die Diagnose "Brustkrebs im vierten Stadium" erhielt, trennte sich sie von ihrem Ehemann. In der ihr verbleibenden Lebenszeit wollte sie so viel und so guten Sex wie möglich mit unterschiedlichen Männern haben. Ihre Erfahrungen hielt sie zusammen mit ihrer besten Freundin Nikki in einem humorigen Sex-Podcast namens "Dying for Sex" (dt. Sterben für Sex) fest.

2011 war Molly erstmals an Brustkrebs erkrankt. Sie überlebte. Doch 2015 kehrte die tückische Krankheit zurück. Diesmal gaben ihr die Ärzte keine Heilungschance. Molly entschied sich gegen Chemotherapie und gegen Bestrahlungen. Sie fühlte sich gut und wollte den Rest ihres Lebens genießen.


"In meiner Ehe gab es schon sexuelle Schwierigkeiten bevor der Krebs kam", erklärt Molly in ihrem Podcast laut "NY Post". Deshalb trennte sie sich nach 15 Jahren von ihrem Ehemann - und begab sich fortan auf Männerjagd. Eine Hormon-Therapie, der sich Molly wegen ihrer Brustkrebs-Diagnose unterzog, hatte eine angenehme Nebenwirkung: "Ich war die ganze Zeit geil. Mein Körper musste berührt werden."

Podcast über Sex-Eskapaden

Molly datete und datete. Sie fühlte sich gut, als warum nicht? Bei 183 Männern hörte sie das Zählen auf. "Sex gibt mir das Gefühl, lebendig zu sein", so Molly, die ihre Online-Eroberungen sogar mit nach Hause nahm. "Was hätten die Männer denn schlimmstenfalls mit mir machen können? Mich töten? Ich sterbe ja sowieso", stellte sie fest.

In ihrem Podcast spricht sie in mehreren Folgen aus dem Nähkästchen: So verbrachte sie
eine Nacht verbrachte mit einem Mann, der aussah wie Hollywood-Schnuckel Ryan Reynolds. Leider hatte der schöne Unbekannte aber masochistische Neigungen. Ein anderes Mal schlief Molly mit einem Bestatter im Clowns-Kostüm.

Auf Instagram dokumentierte Molly unbemerkt ihre Krankheit

Von ihrer tödlichen Krankheit verriet sie den Männern nichts. Einzig auf ihrer bis dato anonymen Instagram-Seite "dying4sex", auf der sie nur sexy Selfies ohne Gesicht postete, gab sie Einblick in ihr Seelenleben.


Dort steht z. B.: "Ich sehe nicht krank aus. Und ich denke oft daran, wie anders ich behandelt werden würde, zum Schlechteren oder Besseren, wenn die Menschen um mich herum wüssten, was vor sich geht." Oder: "Ich denke, aufgrund der Erschöpfung und des Leidens, erscheint mir das Ende wie ein Geschenk. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe das Leben. Und ich diesen ganzen Mist überstehen könnte, würde ich mich dafür entscheiden. Aber es ist ein Trost, dass dieser Zustand nicht ewig anhält."


Der letzte Post stammt aus dem Dezember 2018. Drei Monate später starb Molly im Alter von 45 Jahren. Ihre Freundin Nikki hob sich die letzte Folge des Podcasts noch auf. Am 11. März soll da Fazit von Mollys Eskapaden online gehen.

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