Gießen: Krankenschwester soll Kollegen tödliche Plätzchen aufgetischt haben
Gießen: Krankenschwester soll Kollegen tödliche Plätzchen aufgetischt habenFoto-Quelle: Pixabay
Gießen: Krankenschwester soll Kollegen tödliche Plätzchen aufgetischt haben

Weil sie ihren Arbeitskollegen zweimal Kaffee und Plätzchen gegeben haben soll, denen sie starke Beruhigungsmittel beigemischt hatte, muss sich eine 53 Jahre alte Krankenschwester ab Montag vor dem Landgericht in Gießen (Hessen) verantworten. Ihr wirft die Anklage gefährliche Körperverletzung und versuchten Mord in einem Fall vor.

Zu den Vorfällen war laut Staatsanwaltschaft im September 2017 und März 2019 gekommen. Das Heißgetränk und die Plätzchen hatte die Frau angeblich mit Arzneien versetzt und in der Teeküche eines Krankenhauses in Bad Nauheim (Wetteraukreis) ihren Kollegen aufgetischt.

Fünf Menschen wurden infolge der Vergiftung krank. Sie erlitten Schwindelattacken oder verloren kurzzeitig das Bewusstsein. In einem Fall wurde das Opfer lebensgefährlich krank.

Warum die 53-Jährige ihre Arbeitskollegen vergiftet haben soll, ist nicht bekannt. Ein Verdacht gegen sie hatte sich Medienberichten zufolge erst nach dem Vorfall im vergangenen Jahr erhärtet.

Für den Prozess hat das Gießener Landgericht insgesamt fünf Verhandlungstage anberaumt. Ein Urteil soll voraussichtlich Anfang April gefällt werden.

In den USA hat eine Krankenschwester gestanden, einen Säugling totgespritzt zu haben. Ihr wird der Mord an 60 Kleinkindern vorgeworfen.

Quelle:
TAG24

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.