A4 Richtung Görlitz - Es staut sich mittlerweile auf 60 Kilometer
A4 Richtung Görlitz - Es staut sich mittlerweile auf 60 KilometerFoto-Quelle: imago images/photothek
Mega-Stau auf A4 etwas kürzer - Doch Nerven liegen teilweise blank

Eine Blechlawine rollt beziehungsweise steht Richtung Polen: Auf der A4 hat sich seit Montag ein Mega-Stau gebildet, weil die Grenzen zu unserem Nachbarland dicht sind. Nun die gute Nachricht: Der Stau hat etwas abgenommen. Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht.

Lastwagen an Lastwagen stehen sie auf der A4 ostwärts. Doch der Stau zwischen Dresden und Görlitz, der sich seit Montag wegen der Grenzkontrollen in Polen gebildet hat, ist in der Nacht von 57 auf circa 40 Kilometer zurückgegangen. Das Stauende befindet sich nun kurz hinter der Anschlussstelle Bautzen-Ost in Fahrtrichtung Görlitz.

Die Polizei meldet: "Die Bildung der Rettungsgasse läuft im Moment durchwachsen. Wir bitten erneut darum, zu jeder Zeit Platz für die Einsatzfahrzeuge zu schaffen."

Auffahrten Richtung Görlitz ab Pulsnitz gesperrt

Aufgrund des zu erwartenden Rückreiseverkehrs zum Wochenende rechnet die Polizei erneut mit einem hohen Verkehrsaufkommen im Laufe des Donnerstages. Aus diesem Grund bleiben alle Auffahrten auf die A4 ab Pulsnitz bis Görlitz vorerst gesperrt.

Die Polizei kontrolliert laut Mitteilung die Fahrzeuge und lässt Anwohner, Lieferverkehr für die Landkreise Görlitz und Bautzen sowie Tiertransporter passieren. So lotsten Polizeikräfte am Mittwoch mehrere dieser Fahrzeuge von der Autobahn.

Tiere stehen auch im Stau - Bauern helfen

Polizisten kontrollieren weiterhin die Staustrecke in Bezug auf Tiertransporter. Umliegende Bauern boten im Laufe des Mittwochs an, den betroffenen Tieren zu helfen. Die Beamten auf der Autobahn kümmerten sich um die entsprechenden Beförderungen und lotsten sie aus dem Stau. Die Polizei steht diesbezüglich mit dem Landratsamt Görlitz im engen Kontakt.

Verkehrsbehinderungen auf angrenzenden Strecken
Wegen des Staus auf der A 4 kam es auf der Bundesstraße 6 und der Bundesstraße 115 bis zum frühen Mittwochabend zu Verkehrsbehinderungen. Die Straßen sind momentan frei. Auch hier rechnet die Polizei jedoch im Laufe des Tages wieder mit vermehrtem Verkehrsaufkommen.

Autobahn in Richtung Görlitz ab Dresden meiden

Trotz der Verringerung der Staulänge rät die Polizei bis auf weiteres allen Fahrzeuglenkern, die in Richtung Görlitz unterwegs sind, die Autobahn ab Dresden zu meiden, sollten sie nicht über die Grenze in die Republik Polen reisen dürfen und wollen.

Rettungsgasse freihalten

Die Polizei appelliert dringend an alle Kraftfahrer, die sich im Stau befinden, eine Rettungsgasse zu bilden: "Diese ist lebenswichtig um Rettungskräften den Zugang zu den Wartenden zu gewährleisten. Ebenso ist es untersagt den Seitenstreifen zum schnelleren Vorankommen zu nutzen oder zu versuchen zu wenden. Dies sorgt für lebensgefährliche Situationen."

Am Mittwochabend nahm es ein Lkw-Lenker zwischen den Anschlussstellen Bautzen-West und Bautzen-Ost mit den Regeln nicht so genau, wie die Polizei mitteilte. Er nutzte den Standstreifen, um an den Wartenden vorbeizufahren. Kräfte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Bautzen stoppten den Mann.

Als sie ihn auf sein Fehlverhalten hinwiesen, stieg ihnen ein verdächtiger Geruch in die Nase. Ein Atemalkoholtest zeigte einen Wert von umgerechnet 1,5 Promille. Damit war die strafbare Fahrt des Ertappten zu Ende. Die Beamten veranlassten eine Blutentnahme und zogen den Führerschein ein. Den Sünder erwartet eine Anzeige aufgrund der Trunkenheitsfahrt.

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1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Die Stadtbrücke in Görlitz ist aber geöffnet für PKW und Kleintransporter.
(Ist zumindest eine kleine Erleichterung.)
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