Sommertour - Etappe neun : Einmal Bismarck, bidde!
Sommertour - Etappe neun : Einmal Bismarck, bidde!
Sommertour - Etappe neun : Einmal Bismarck, bidde!

Wir hangeln uns an der Ostseeküste entlang - über gemütliche, kleine Seebäder, denen nicht einmal die saisonbedingt hohe Besucherzahl ihren Charme stehlen kann. Dass wir uns im hohen Norden befinden, macht sich auch kulinarisch bemerkbar: Statt der täglichen Bratwurstsemmel gibt’s jetzt Fischbrötchen in allen Variationen.

Wohnungsmangel im Erholungsgebiet

Eigentlich hatten wir geplant, eine Nacht in Stralsund zu verbringen. Doch die Idee hatten schon andere vor uns - in den deutschen Ostseestädten ist Hochsaison. Spätestens, seit auch in NRW die Ferien losgegangen sind, wirken die ansonsten so netten, unscheinbaren Ferienorte regelrecht überlaufen. Die Konsequenz : In Stralsund war kein einziges Zimmer mehr frei. Ein wenig panisch überlegten wir, ob wir den Rest unserer Tour nun doch im Van schlafen müssten. Doch Gott sei Dank konnten wir in Kühlungsborn die letzte (von gefühlt 400) Ferienwohnungen für uns buchen.

Stralsund wollten wir uns dennoch nicht entgehen lassen. Hier besuchten wir einen Mittelaltermarkt, der mit rustikalen Speisen und Tränken, sowie cooler Musik zu überzeugen wusste. Sogar eine Schmiede gab es, in der ein scheinbar ausgebildeter Schmied Messer und sogar Schwerter anfertigte. Noch richtig mit Blasebalg, Hammer und Amboss. Wie wir überrascht feststellten, steht in Stralsund auch das berühmte Segelschiff „Gorch Fock“.

Matjes? Seelachs? Brathering?

Nach einer Weile Flyer verteilen und einem Fischbrötchen zur Stärkung ging’s dann weiter nach Kühlungsborn. Wir hatten eine wirklich tolle Ferienwohnung mit großer Terrasse, nur wenige Minuten entfernt am Meer und noch dazu Internet. Was will man mehr?

Die beiden Tage hier legten wir auch weiterhin Flyer aus, aber wir ließen auch ein wenig die Seele Baumeln. Am Strand liegen, Baden, Fotos im Sonnenuntergang machen und abends auf unserer Terrasse Brettspiele spielen - so lässt es sich leben. Ein wenig braun sind wir glaube ich auch schon geworden ☺.

Doch nicht nur der hohe Freizeitwert der Region beeindruckte uns tief: Bemerkenswert ist auch, wie schnell wir uns auf die jeweilige Regionale „Fastfoodkultur“ einstellen können. Nahtlos knüpften die Fischbrötchenbuden an die Bratwurst- und Steaksemmelgrills des südlichen Ostdeutschlands an und ehe wir uns versahen, redeten wir bei Hunger nicht mehr von Bratwurst sondern von Bismarck.

Was ich persönlich auch sehr interessant finde, ist die Vielzahl von KFZ-Kennzeichen, die ich in meinem Leben noch nie gesehen habe. Da werden wir bei zukünftigen Autofahrten glänzen können, wenn dann einmal ein Auto mit HGW, SE oder ANK vorbeifährt.

In Lübeck lässt sich's leben

Da wir in Travemünde, unserer nächsten Station, schon wieder kein Zimmer finden konnte, buchten wir uns kurzerhand in Lübeck ein. Von hier aus ist nicht nur Travemünde wunderbar zu erreichen, sondern auch Grömitz, das ebenfalls auf dem Plan stand.

Die Grenze von Mecklenburg-Vorpommern zu Schleswig-Holstein ist genauso unscheinbar wie die von Bayern nach Thüringen und so stellte ich unsere Wiederkehr in den „Westen“ erst zehn Minuten später und fast ein wenig wehmütig fest.

Die neuen Bundesländer haben’s mir wirklich sehr angetan.

In Travemünde besuchten wir die Travemünder Woche. Hier wurden unglaublich viele Stände für scheinbar unglaublich durstige Gäste aufgebaut. Bowle und Bier wurden schon früh mittags literweise verkauft und ganze Spanferkel auf Spießen geröstet. Sogar eine Schnapsbar gab es, aber auf die Idee, um 12 Uhr bei prallem Sonnenschein einen Likör zu trinken, kam dann doch keiner.

Statt zu trinken, erklommen wir lieber den ältesten Leuchtturm Deutschlands und, aufgepasst : verteilten Flyer

Die Stadt war, wie wir ja schon wussten, ziemlich überfüllt und so sahen wir auch wenig Sinn darin, uns an den Strand zu tausenden anderen Menschen zu legen.

Den Abend in Lübeck nutzten wir zum Sightseeing. Lübeck ist wirklich eine tolle Stadt und war uns vom ersten Augenblick an sympathisch. Wir besichtigten das beeindruckende Holstentor, das Wahrzeichen der Stadt und aßen Brathering mit Bratkartoffeln an der Trave.

Gestern Nachmittag waren wir unterwegs in Grömitz, das etwa eine halbe Autostunde von Lübeck entfernt liegt.
Auch Grömitz war heillos überfüllt, was den ersten Eindruck ziemlich trübte. Allerdings gab’s eine Erdinger Weißbier-Bar direkt am Strand. Für mich war leider nur ein Alkoholfreies drin, ich war gestern mit Fahren an der Reihe. Trotzdem eine Freude bei der Hitze.

Es scheint fast unglaublich, aber seit dem 6.7., dem Tag unserer Abreise, hatten wir noch keinen Tropfen Regen und seit ein paar Tagen ist es sogar richtig heiß bei Temperaturen um die 33 Grad.
Das nennt man wohl Glück.

Hier noch das aktuellste Video zur Sommertour zu den Etappen Dresden, Leipzig und Berlin von Moritz.



Heute Nachmittag gebe ich ein Interview zum Thema seniorbook und Sommertour in einer Schweriner Lokalzeitung, die immerhin einige zehntausend Menschen lesen. Für mich ist das Premiere!
Moritz und Bianca werden in der Zeit schon mal mit dem Zug nach Hamburg vorfahren, zum Shoppen. Ich komme dann abends nach.

In Hamburg werden wir zwei Nächte verbringen und dann weiter in Richtung Büsum fahren. Unsere Tour neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu..
Wir melden uns wieder, sobald sich was tut!


Viele liebe Grüße,

Das Team von der Sommertour

Schöne Grüße aus Lübeck!

2 Kommentare

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Thomas Bily
Mit wie vielen Menschen sprecht ihr pro Tag?
wize.life-Nutzer
Kommt drauf an, ca 60-70 im Schnitt würd ich schätzen.
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