Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Enkel dürfen (fast) alles
Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Enkel dürfen (fast) alles
Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Enkel dürfen (fast) alles

„Wenn ich daran denke, wie unsere Mutter uns damals immer geschimpft hat, wenn wir genascht haben – und jetzt bei Florian ist das alles ganz, ganz anders", beklagt sich meine Freundin. Ihr Sohn ist zwei Jahre alt und immer begeistert, wenn er einen Tag mal bei den Großeltern geparkt wird. Klar, da gibt es alle die Extrawürste, die er zu hause bei den Eltern nicht bekommt: Eine für ihn immer offene Schublade mit Gummibärli und Schokoriegel. Außerdem kocht Oma grundsätzlich nur das, was der Kleine auch gerne isst: Leberkäs mit Nudeln und Ketchup. Verständlich, dass Eltern das nicht gerne sehen, befürchten sie doch, dass damit nicht nur ihr Konzept der gesunden Ernährung torpediert wird, sondern – viel schlimmer noch – ihre Autorität. Regeln, die sie aufgestellt haben, werden von den Großeltern einfach umgeworfen.

Kinder können sehr wohl unterscheiden

Psychologen geben in diesem Punkt jedoch Entwarnung. Bereits Kleinkinder können nämlich sehr wohl unterscheiden, dass bei den Eltern andern Verbote gelten als bei den Großeltern – und halten sich dann auch daran. Einmal pro Woche zu viel Süßes essen oder das immer das Leibgericht serviert zu bekommen? Gönnen Sie den Kindern doch diese kleinen Freuden. Und falls der Zucker- oder auch der TV-Konsum zu stark ansteigt, sprechen Sie einfach mit den Großeltern mal in Ruhe darüber.

Bitte beginnen Sie das mit einem „Wir finden es ganz toll, wie ihr immer mit Lena, Klara, Tim... spielt und das Kind ist immer ganz begeistert... Aber..." und dann die Gründe für die Verbote erklären. Aber zuerst den Einsatz der Großeltern loben, denn so einfach ist die Kinderbetreuung für sie auch nicht mehr.

Meine Malerfreundin, Mitte 70 und starke Arthrose, stöhnte vor kurzem erst:„So schön es ja ist mit den Enkeln, aber ob ich die beiden Nachzügler (drei Monate und anderthalb Jahre) nochmals so werde betreuen können wie die beiden älteren Mädchen – das wird schon recht beschwerlich."

Großeltern kriegen nur die Sonnenseite ab...

Dass Großeltern wesentlich toleranter und nachsichtiger mit den Enkeln sind als sie es jemals mit ihren Kindern waren, liegt einerseits an der Lebenserfahrung, andererseits an der Tatsache, dass sie als Eltern einem ganz anderen Druck ausgesetzt waren als jetzt als Großeltern. „Opa zu sein ist prima", bringt es mein Onkel Bruno auf den Punkt. „Die Enkel (er hat drei Enkel und vier Enkelinnen) freuen sich, weil ich Zeit für sie habe und stundenlang mit ihnen spielen kann, anders als die Eltern, die oft Stress haben. Und wenn sie müde und grantig sind, kommen die Eltern und holen sie wieder!"

 

Mehr zum seltsamen Spiel der Liebe lesen Sie hier:

http://www.seniorbook.de/themen/schl...iebes_spiel

 

© Hubertus Blume - Fotolia.com

85 Kommentare

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Ich bin 13 fache Oma. Ich liebe meine Enkelkinder sehr was jedoch nicht bedeutet dass Sie Sonderrechte genießen. Ein Nein ist ein Nein genau wie bei den Kindern auch schon.
Doch auch schon wie bei meinen Kindern gehe ich für die Enkel ebenfalls barfuß durch die Hölle.
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die meisten omas leben einfach mit ihren enkeln ein leben als wenn es ihre eigenen kinder sind ,,
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Ich habe vier Enkel, liebe sie über alles.
Alle vier waren als Kleinkinder täglich bei uns, obwohl ich halbtags arbeitete. Zu jedem Kind hat man aber seine besondere Beziehung.
Die zwei jüngsten habe ich schon ab den ersten Wochen, da ist eine ganz innige Beziehung.
Auch jetzt wo alle zum Teil auch schon erwachsen sind, kommen sie noch vorbei.
Die zwei kleinen bekoche ich in normalen Zeiten zweimal die Woche und natürlich gibt es nur das was die Kinder essen möchten.
Da habe ich keine Probleme mit der Tochter und muss mich nicht absprechen
Momentan durch Corona macht auch die Tochter Home Office und das Essen holt sie ab, und da koche ich öfter, da wird es als problematisch, aber die Kinder bestimmen das Essen !
Solange ich die Enkel verwöhnen kann tu ich das auch, und ich erfahre auch durch Erzählungen von den Großen, wie gerne sie zurück denken.
Gibt es etwas schöneres.
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wize.life-Nutzer
Es ist wie bei den eigenen Kindern. Sie wachsen viel zu schnell heran ,dann vermisst man sie sehr. Bin eine leidenschaftliche Oma, wir waren auf den Spielplätzen, im Urlaub und zu Hause immer bemüht " mit einander auszukommen " ! Und so gab es keine "Reibereien". Aber bei allem ging es mir um "den guten Ton und den benötigen sie ein ganzes Leben und überall .
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wir haben 17 Enkel davon 5 die sehr oft bei uns sind und auch immer anrufen daß wir sie holen damit sie die Wochenenden bei uns verbringen und verwöhnt werden.das Wort Opa ist schöner zu hören als Papa.wer keine Enkel hat weiß nicht was er versäumt!
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Bei mir ist das ganz und gar nicht so. Derzeit steht es nicht zur Diskussion, aber sollte ich noch in die Lage kommen, Kinder zu haben, dürfen die nur zu Omas und Opas, wenn die unsere Regeln auf Punkt und Komma einhalten, sonst sehen sie die nur, wenn wir dabei sind.
Und wenn meine Kinder mir ihre Kinder bringen, werde ich meine Enkel exakt so behandeln, wie das ihre Eltern tun - solange das gesetzeskonform läuft.
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haben Sie mal Kinder,werden Sie anders reden.Ihre Vorstellungen sind Wunschträume die nie fnktionieren werden.Konder sind Lebewesen mit eigenständigem Willen und keine Marionetten nach dem Willen der Eltern.
wize.life-Nutzer
Was hat das damit zu tun, was ich ihnen als Vater zugestehe bzgl. Umgang mit den Großeltern und als Opa, wenn sie bei mir sind?

Abgesehen davon, dass wir uns nicht kennen, bin ich aus neurologischen Gründen jemand, der vorher plant und ohne Abweichung so umsetzt. Es kann nur auf ganzer Linie aufgehen oder scheitern. Bisher sind die wichtigen Dinge im Leben aufgegangen: Mit 13 habe ich mich für den Lehrerberuf entschieden. Was bin ich heute? Lehrer. Ich wollte mit 16 mein Hobby als Blasmusiker zur Dirigentenlizenz mausern. Was war ich im Jahr 2000? Dirigent.
Ich bin seit 31 Jahren Babysitter und hatte bereits acht Stiefkinder in vier Beziehungen. Das mit den Kindern hat in allen Fällen geklappt. Das Problem ist, dass ich offenbar in Partnerschaften irgendwas nicht beherrsche. Das wird sich möglicherweise nicht ändern. Daran wird es wohl scheitern, meinen Umgang mit eigenen Kindern und dann mit Enkeln zu erleben. Aber sollte es noch passieren, wird es genau so passieren wie beschrieben.
wize.life-Nutzer
dann planen sie weiter sie perfektionist,ihre kinder werden später die ihnen nicht zugestandenen freiheiten einfordern.
wize.life-Nutzer
Welche Freiheiten und wann einfordern?
Es liegt nicht an den Kindern, sondern an den Schwiegereltern. Ihr Verhalten bestimmt die Art des Umgangs.
Dass meine Mutter ihre Enkel nicht alleine kriegen wird, ist beschlossene Sache, da sie mir schon häufiger deutlich gemacht hat, dass sie meine (Stief-)Kinder ohne zu zögern schlagen würde.
wize.life-Nutzer
und der klapperstorch bringt dann die geplanten kinder,entscheiden dürfen sie dann ob männlein,weiblein oder gender ganz alleine.träume sie weiter.das ist mehr ehrlich gesagt zu doof,wir haben ja auch keine erfahrung mit kindern nur Sie!
wize.life-Nutzer
Lieber Till bekomme erst mal eigene Kinder und dann reden wir weiter.
Für Deine Mutter gilt das Gleiche. Hier sind Theorie und Praxis weit auseinander-
wize.life-Nutzer
Wie geschrieben...
Sonst wäre es wie: Bau' erstmal den A390... Dann schauen wir, ob er abhebt, oben bleibt und wie er wieder runterkommt...
Nein, in meinem Leben heißt es: Erst planen, dann bauen.

Nein, ich bin ausreichend praxiserprobt um zu wissen, wie es laufen wird...
wize.life-Nutzer
liebe Biggi,da ist jedes Wort vergebliche Mühe! Es gibt nun mal Trolle und vor allem Besserwisser ohne Ahnung von einem Thema zu haben
wize.life-Nutzer
Klar, Biologen und Mediziner haben ja keine Ahnung... Kassieren nur Gelder von der DFG ohne wirklich am Virus zu forschen...
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Bei meinem Enkel lasse ich vieles durchgehen und schaue über vieles hinweg, sei es Fernsehen, Computer, Wunschessen oder Süßigkeiten. Er ist so selten bei mir, dass ich ihn dann auch mal verwöhnen darf. Er genießt es und kommt gerne zu mir.
wize.life-Nutzer
Das ist die richtige Einstellung. Großeltern dürfen verwöhnen und müssen nicht erziehen. Das ist ein Vorteil.
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wize.life-Nutzer
Mama und Papa wollen halt immer alles perfekt machen. Omas haben aus Erfahrung gelernt, das das nur ihre Nerven kostet und nicht's bringt
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So siehts aus 😂 lach......
Ich habe vier Enkelkinder zwischen 9-1
Die eine Tochter ist bissi streng. Die andere zu locker. Trotzdem können sich alle gut benehmen und lieben ihre Oma 😉
Ich bekomme Liebesschwüre und Umarmungen. 😘 wir machen Blödsinn und das geile ist man kann sie wieder abgeben 😂
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Die Wahrheit über Großeltern
wize.life-Nutzer
Oma zu sein ist eine Bereicherung,nachdem die Kinder selbst Kinder haben.
Oma hat Zeit,sie liebt Enkelkinder,sie ließt vor,sie spielt mit Enkelkinder, sie verwöhnt sie ,aber sie mischt sich nicht die Erziehung. Sie ist glücklich das alles zu erleben in ihren Alter.
Außerdem ,die meisten Omas sind nicht dick.Sie tragen Brille,die gehen mit der Mode ,kein vergleich mit Oma aus meine Kindheit.
Trotzdem liebte ich sie und freute mich wenn sie besucht habe.
Es war andere Zeit ,aber schön...
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