Herbstlich
HerbstlichFoto-Quelle: Klaus Steves / www.pixelio.de
Gartenarbeit: Vorschau auf November

Die Gartenpflanzen begeben sich in die Winterruhe. Da muss der Hobbygärtner etwas nachhelfen, damit sie die folgenden Frosttage schadlos überstehen. Wir geben wieder Tipps für die aktuellen Gartenarbeiten - damit Sie wirklich nichts übersehen.

Ziergarten: Pflanzen können Sie immer noch: Blumenzwiebeln, Blatt- und Blütenstauden, Laub- und Nadelgehölze, Hecken und Rosen. Diese Arbeit können Sie fortsetzen, solange der Boden nicht hartgefroren ist. Leichte Bodenfröste schaden dabei nicht.

Wenn Sie Rosen pflanzen wollen, denken Sie daran: Rosen brauchen Licht und Luft. An sonnigen Plätzen entfalten sie ihre Blütenpracht besser als im Schatten. Unter überhängenden Bäumen und Sträuchern sollten deshalb keine Rosen gepflanzt werden. Alte Rosen, deren Triebe unterschiedlich hoch sind und deshalb ungepflegt aussehen, können Sie jetzt schon auf Kniehöhe zurückschneiden, soweit es sich um Edel- und Beetrosen handelt. Den endgültigen Rückschnitt nehmen Sie aber erst im Frühjahr vor. Der beste Frostschutz bei Rosen ist nach wie vor das Anhäufeln. Das geschieht so, dass man umgebende Erde etwa zehn Zentimeter hoch an den Stamm heranzieht. Ist dies in zu dichten Pflanzungen nicht möglich, wird an je drei bis vier Pflanzen ein Eimer möglichst grober Komposterde geschüttet, die im Frühjahr dann zwischen den Pflanzen verteilt wird. Die Rosen sind auf diese Weise gegen winterliche Kälte, aber auch gegen genauso schädliche Trockenperioden in der kalten Jahreszeit geschützt. 

Sie sollten auf jeden Fall immergrüne Gehölze, vor allem Rhododendron und Koniferen, noch einmal durchdringend wässern, sofern es in letzter Zeit nicht kräftig geregnet hat. Denn die meisten Immergrünen erfrieren nicht, sondern leiden unter Trockenheit.

Laub fällt jetzt in großen Mengen an. So mancher weiß nicht, wohin damit. Fangen Sie am besten damit an, dass Sie gar nicht erst alles zusammenrechen. Unter Bäumen, Sträuchern und Hecken kann das Laub liegenbleiben, wo es sich dann mit der Zeit in kostbaren Humus verwandelt. Vom Rasen allerdings muss das Laub verschwinden. Bleibt es liegen, kommen Moos und Schimmel auf. Auch ist ein letzter Rasenschnitt zu empfehlen. Sonst überaltern die Gräser und färben sich im Frühjahr gelb und braun.

Höchste Zeit wird es, die Dahlienknollen aus den Boden zu nehmen, und zwar am besten mit Hilfe einer Grabegabel. Gut bewährt hat sich die Überwinterung in Plastiktüten.

Das Verjüngen von Hecken und das Auslichten zu dichter Ziersträucher kann in dieser Woche beginnen. Je früher das geschieht, desto kräftiger wird der Austrieb im kommenden Frühjahr sein.

Einige Stauden brauchen Winterschutz. So sollten Sie die Blätter der Fackellilie oben schopfartig zusammenbinden und einige Fichtenzweige rund um die Wurzeln legen. Das Pampasgras will ebenso warm und trocken eingepackt werden, sonst fault es. Auch Eremurus und holländische Iris sollten eine wärmende Decke aus Fichtenzweigen erhalten. Seerosen brauchen keinen Schutz. Fische können im Teich bleiben, wenn ein Teil des Beckens mindestens 80 Zentimeter tief ist. Flache Wasserbecken sollten Sie dagegen entleeren und die Seerosen kniehoch mit Laub bedecken.

Nutzgarten: Auf den Gemüsebeeten bleiben noch Feldsalat, Spinat, Rosenkohl, Grünkohl, Schwarzwurzeln und Winterporree. Grünkohl schmeckt erst nach dem ersten Frost gut. Vorher jedoch ernten Sie alle Möhren, Rote Beete, Rettiche und Sellerie. Damit Sie den Porree auch nach Frosttagen leicht aus der Erde nehmen können, bedecken Sie dieses Gemüse mit einer dicken Schicht aus Laub und grobbrockigem Kompost. In Gegenden, wo mit starken Frösten zu rechnen ist, sollten Sei den Porree ausgraben und in Hausnähe dicht an dicht einschlagen.

Sie können schon ab dieser Woche mit dem Auslichten und Verjüngen älterer Obstbäume beginnen. Nur an Süßkirschen, Pfirsichen, Aprikosen und Walnussbäumen führen Sie solche einschneidenden Maßnahmen besser im Sommer durch. Jetzt aber darf es beim Schneiden nicht kälter als minus fünf  Grad Celsius sein.

Zimmergarten und Balkon: Zimmerpflanzen können einem leid tun. Sie leiden in der dunklen Jahreszeit unter Lichtmangel. Da werden dann die Blätter kleiner und farbloser, sie wirken schlapp und ungesund. Rücken Sie ihre Birkenfeige und den Philodendron deshalb näher ans Licht, an die Fensterbank oder die Terrassentür, aber nicht zu nahe an die Heizkörper.

Es gibt Zimmerpflanzen, die brauchen besonders viel Wasser, unter anderen Azaleen, Hortensien und Farne. Wenn geheizt wird, muss man besonders aufpassen, da die Wurzelballen dann noch schneller austrocknen. Es empfiehlt sich deshalb, die Töpfe ein einen Eimer Wasser zu tauchen bis kein Wasserbläschen mehr erscheint. Dann hat sich der Wurzelballen vollgesogen.

Wenn auf der Blumenerde oder den Tonkügelchen der Hydrokultur ein weißer, schimmelartiger Belag zu sehen ist, handelt es sich um Kalk- oder Salzablagerungen, die Sie problemlos entfernen können, indem Sie den oberste Schicht abnehmen und erneuern. Beim Hydro-Substrat werden die obersten Steinchen einfach gewaschen. Ein grüner Belag verrät das Vorhandensein von Algen und Moosen. Auch in diesem Fall entfernen Sie einfach die oberste grüne Schicht.

Pflanzen Sie Winterheide in den Balkonkasten. Das sind kleine, niedrige Büsche, die je nach Art und Sorte vom November an den ganzen Winter hindurch bis zum Frühling blühen. Die Gärtner und Gartencenter bieten sie in vielen Farben an - mit weißen, roten, rosa und violettroten Blüten. Nach der Blüte kommen die frostharten Eriken auf sonnige Gartenbeete.

Der besondere Tipp: 
Hohe Temperaturen und trockene Heizungsluft machen den Zimmerpflanzen und den Spätherbst und Winterwochen schwer zu schaffen. Für gute und feuchte Luft sorgen Lava- und Zimmerspringbrunnen, die zugleich noch ein attraktiver Bestandteil für jede Wohnung sind. Eine Wohltat für Mensch und Pflanze.

Foto: Auf der Rasenfläche darf kein Laub liegenbleiben (co) knipseline // www.pixelio.de

4 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Vielen Dank für die recht guten Tipps!
Werde das eine oder andere ausprobieren.
Da ich nur einen sehr kleinen Teich mit 2 Seerosen habe, habe ich bis jetzt, kurz vor Frostbeginn zwei Styroporplatten darauf gelegt.
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wize.life-Nutzer
Ich finde den Beitrag super ,er gab mir doch einpaar Hinweise. Zum Beispiel war ich mir nicht sicher, ob man im Herbst die Obstbäume verschneidet oder erst im Frühjahr.
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News Team
Der Beitrag erschien am 30.10.2012 und wurde heute aktualisiert.
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wize.life-Nutzer
Sind immer sehr lehrreiche Berichte . Danke!!!!!
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