Zimmerpflanzen
ZimmerpflanzenFoto-Quelle: Catherina Schürmann - unsplash
Pflege für Zimmerpflanzen - Mit diesen kleinen Tricks bekommt ihr wunderbare Ergebnisse

Nur wenige Zimmerpflanzen gedeihen mit kalkhaltigem Gießwasser, das bei uns aus vielen Hausleitungen kommt. Wie wird das lebensnotwendige Nass für unsere grünen Hausgenossen verträglicher? Auf den Pflanztöpfen breiten sich weiße Beläge aus. Worum handelt es sich und ist es gefährlich?

In vielen Pflegeanleitungen für Zimmerpflanzen heißt es: "Verwenden Sie nur kalkfreies Gießwasser!" Leicht gesagt: Unser Leitungswasser ist ausgesprochen kalkhaltig, deshalb eignet es sich überhaupt nicht für die Versorgung von Zimmerpflanzen.

Eine Möglichkeit ist Regenwasser vom Dach aufzufangen. Das ist aber einerseits umständlich, andererseits kann man sich vorstellen, dass es für die Pflanzen auch nicht gerade das Beste ist bei dem Schmutz, der von den Ziegeln runtergespült wird! Was kann man tun, damit die Zimmerpflanzen nicht „verkalken"?

Ablagerungen von Ölheizungen, Feinstaub und der allgemeine Schmutz in der Luft belasten das Regenwasser vom Dach. Möchte man es dennoch nutzen, wartet man die ersten Güsse ab und fangt es erst nach einer halben Stunde Regen in einer Vorratstonne auf.

Leitungswasser mit Tricks

Aber auch das Leitungswasser lässt sich mit etwas Mühe nutzen. Eine Methode besteht darin, es im Gefäß mindestens einen Tag abstehen zu lassen. Die Kalkbestandteile konzentrieren sich dann am Boden des Gefäßes. Verwenden sollte man nur die obere Hälfte in der Gießkanne. Abkochen des Leitungswassers vermindert auch den Kalkgehalt. Vor dem Verwenden natürlich abkühlen lassen, versteht sich.

Sehr gut funktioniert auch dieses: Einen größeren Tuch-Beutel mit ungedüngter Blumenerde füllen. Diese Erde ist meistens leicht „sauer", kann also Kalk neutralisieren. Den Beutel beliebig lange in einen größeren Eimer mit Leitungswasser einhängen. Ist das Wasser verbraucht, kann man den „Teebeutel" noch für zwei, drei weitere Eimer verwenden, was aber nur eine Faustregel ist, denn die Ergiebigkeit hängt von dem Kalkgehalt ab.

Die Wirksamkeit kann man übrigens sehr leicht überprüfen: In Drogerien, Apotheken oder im Gartenfachhandel bekommt man „Indikatorpapier" für den pH-Wert, oft auch „Lackmuspapier" genannt. Im Wasser verfärben sich die Papierstreifen entsprechend dem Säuregrad. Ideal ist ein neutraler Wert um pH 7.0. 

Weißer Belag auf Topferde

Wie in fast jedem Winter bilden sich auf einigen Töpfen meiner Zimmerpflanzen weißliche Beläge. Um Kalkabscheidungen kann es sich nicht handeln, wenn nur mit sehr weichen Leitungswasser gegossen wird. Woran liegt es dann und was lässt sich dagegen unternehmen?

Falls es sich wirklich nicht um Kalk- oder Salzablagerungen handelt, hat sich in und auf der Topferde ein Pilzgewebe ausgebreitet. An der Oberfläche man nur die vielen kleinen Sporenbehälter, worüber sich der Pilz vermehrt. Direkt schädlich ist der Pilz nicht, das dichte Gewebe auf und direkt unter der Oberfläche behindert aber das Gießen, denn Wasser dringt nicht mehr ausreichend in die unteren Topfteile vor, es perlt vielmehr oberflächlich zur Seite ab.

Der Luftaustausch bis in den Wurzelbereich funktioniert ebenfalls nur noch mangelhaft. Das Pilzgewebe kann man nicht aus dem Topf entfernen, es ist aber möglich, die Auswirkungen zu mildern, indem man die Topferde häufig mit einem spitzen Stöckchen so tief wie möglich auflockert, wodurch das obere Pilzgeweben zerrissen und am weiteren kompakten Wachstum gehindert wird. Zugleich bleibt die Erdoberfläche für die Wasseraufnahme und den Luftaustausch geöffnet.

Im Frühjahr verschwindet der sichtbare Teil des Pilzes meistens von allein, weil mehr Licht und steigende Temperaturen für schnelles Abtrocknen der Topferde sorgen. Damit schwindet die Lebensgrundlage des Pilzes, nämlich eine ständig feuchte Umgebung.

Autor: Gerd Spiegel

6 Kommentare

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wize.life-Nutzer
....super - habe ich so auch nicht gewusst ...bei mir geht sogar der Kaktus kaputt !!!😩
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wize.life-Nutzer
danke für die hinweise
wize.life-Nutzer
Ich mach' mir das ein bisschen einfacher, ich gieße meine Zimmerpflanzen nur mit abgestandenem Mineralwasser,(medium) sogar die Orchideen (werden nie gedüngt) und es wächst und blüht alles.
Wenn die Blumen "eingehen", einfach mal an ein anderes Fenster stellen, Ost- oder Südostfenster mögen viele Blumen gerne.
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