Das waren nicht die Bayern, die ich kenne!
Das waren nicht die Bayern, die ich kenne!
Das waren nicht die Bayern, die ich kenne!

Das Spiel gegen Benfica Lissabon im Viertelfinale der Champions League hat mich enttäuscht. Um es kurz zu sagen: So etwas bin ich nicht gewohnt von meinem FC Bayern.

Von Sepp Maier

Im Grunde hat sich fortgesetzt, was sich in dem schwachen Spiel gegen Frankfurt schon abzeichnete. Die Bayern haben einen Durchhänger und profitieren im Moment allein davon, dass sie nicht gegen die richtig starken Gegner dran sind.

Ein Auftritt wie gestern wäre gegen den FC Barcelona, Real Madrid oder Paris Saint-Germain hundertprozentig nach hinten losgegangen. Franck Ribéry war mir zu verspielt. Auch der bis vor kurzem gewaltig auftrumpfende Douglas Costa vertändelte die Bälle, ohne irgendeine gefährliche Wirkung zu entfachen.

Woran liegt es? Mir fiel auf, dass die Bayern derzeit zu ungenau spielen. Pässe, die sonst auf den Bierdeckel genau kommen, werden zurzeit verschludert. Dass ein Robert Lewandowski den Ball nicht auf 20 Meter einigermaßen zielsicher zum frei vor dem Tor stehenden Philipp Lahm bringt, erstaunt mich doch. Der einzige, der mir in diesem Spiel gefiel, war Philipp Lahm. Bei ihm waren Einsatz, Übersicht und Vorwärtsdrang zu erkennen.

Als Spieler weißt du nach solchen Partien sehr genau, dass du unter deinem Niveau unterwegs warst. Du merkst es schon währenddessen. Der FC Bayern hat in solchen Situationen genug Urvertrauen in die Rückkehr zu seiner eigentlichen Stärke. Wir sind unglaublich oft aus großen und kleinen Tälern herausgekraxelt, wodurch sich eine Überzeugung eingebrannt hat, dass es immer wieder so sein wird.

Auch deshalb wird es schon im Rückspiel besser laufen. Benfica muss hinten etwas raus kommen, und der FC Bayern wird das ausnutzen. Der Sieg wird klarer ausfallen als in München.

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