20 Cent pro Zigarette - Umweltschützer fordern Pfand für Kippen

Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sind eine enorme Belastung für die Umwelt. Aus einem Bericht der WHO 2017 geht hervor, dass pro Jahr etwa 4,5 Billionen Kippenreste falsch entsorgt werden. Dadurch werden Ozeane und Trinkwasser verunreinigt. So ist bereits heute jedes dritte Stück Müll, das im Meer gefunden wird, ein Zigarettenfilter. Eine Berliner Initiative fordert daher die Einführung eines Pfandsystems.

4,5 Billionen Zigarettenstummel werden pro Jahr falsch entsorgt.
4,5 Billionen Zigarettenstummel werden pro Jahr falsch entsorgt.Foto-Quelle: Pixabay

Die Cellulose-Filter der Zigarettenstummel enthalten Blei und Nikotin. Bei Regen sickern diese Giftstoffe ins Grundwasser. Laut dem Fachmagazin "Tobacco Control" kann ein Filter 40 bis 200 Liter Wasser verseuchen.

"Die Aufheber" fordern daher mit einer Petition Pfand für jeden einzelnen Zigarettenfilter, damit weniger Stummel die Umwelt belasten und ordnungsgemäß entsorgt werden können.

Und so funktioniert es:


Ab dem Jahr 2023 sollen Raucher mindestens 20 Cent Pfand pro Filter zahlen. Bei einer Anzahl von 20 Zigaretten in einer Schachtel wären das mindestens 4 Euro Pfand. Hinzu kommt auch ein Pfand auf die Schachtel und der reguläre Verkaufspreis.

Konsumenten müssten die Stummel sammeln und analog zum Pfandflaschensystem zur Verkaufsstelle zurückbringen, um ihr Pfand wieder zu erhalten.

Einen Haken hat die Idee allerdings: Denn Zigaretten, Filter und Tabak könnten nur noch an Stellen verkauft werden, die auch das Pfandrückgabesystem anbieten.

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4 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Wenn heute der 1 April wäre würde ich diese Meldung doch glatt für einen Scherz halten, dies scheint aber nicht so zu sein.
Ich meine eine Entsorgung von zb. "Kippen",Kaugummis etc in den Städten "einfach" zu entsorgen ist nicht akzeptabel und gehört in gewisser Weise auch dementsprechend mit einem Ordnungsgeld sanktioniert! So weit so gut, wobei man bei der Höhe noch debattieren könnte und Voraussetzung wäre auch ausreichende "Müllbehälter" bereitzustellen. Leider ist dies oftmals nicht der Fall, Hundebesitzer haben es da noch relativ einfacher. Hier geht es aber nicht um die Verunreinigung der Städte und Dörfer ,sondern um die "Fachgerechte" Entsorgung der Filter allgemein was einen rigorosen Unterschied ausmacht! Also 4,5 Billionen Filter falsch entsorgt und dadurch Blei etc im Grundwasser,Ozeane usw. Natürlich ist diese Meldung für die Bevölkerung vergleichbar mit einem Weltuntergangsszenario, wobei sogar die Schachteln mit einem Pfand belegt werden sollen. Also ich bin dann schon der Meinung das alles mit Tabak beinhaltet einer "Gefahrgut" Klassifizierung unterliegen sollte! Restmüllbehälter sollten dann auch für Kinder zwingend nicht mehr zugänglich sein. Mit dieser "Berliner Gruppe" besteht bestimmt nicht die Möglichkeit eine "Friedenspfeife" zu rauchen, da selbige für mich Pfeifen sind! Oh Gott eine richtig gute Pfeife wird ja aus Tropenholz hergestellt, was ja diesbezüglich auch verboten gehört ich Depp ich. Nun weiß ich auch warum ich nicht abnehme obwohl ich dies schon jahrelang versuche, dass Blei ist es was ich mit mir "rumschleppe", da sollte ich wohl meinen Hausarzt wechseln da selbiger wohl inkompetent ist. Ich meinerseits kann Euch nur gratulieren, da diese Idee wieder eine Steuermöglichkeit für den Staat ist,wobei selbiger bisher nicht diese Möglichkeit ersehen hat. Ich habe da vielleicht noch eine bessere Idee: Die Kippen bei der Krankenkasse abgeben und diesbezüglich werden die Beiträge berechnet. Wenn ich es mir recht überlege habe ich da noch einige Vorschläge für Euch ( Ernährungsplan der Krankenkasse vorlegen, Osterfeuer-verbot, Holzkohlegrillverbot,Verbot von Räucherfisch ,Stromverbrauchsnachweis, usw. Es wird Euch schon mit der gegebenen Kompetenz und Intelligenz das passende einfallen. Der Anfang ist getan, weiter so !
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wize.life-Nutzer
Ich bin selbst Raucher und würde das gut finden. Wenn das wirklich derartige Auswirkungen hat und es leuchtet mir auch ein, ist eine drastische Maßnahme notwendig. Sobald es ans Geld geht, fängt es an weh zu tun und nur da kann man ansetzen. Es hat ja momentan keine Konsequenzen, also wird auch achtlos damit umgegangen. Es sollte jeder, nicht nur in diesem Fall, darauf achten, der Umwelt nicht noch mehr zu schaden.
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wize.life-Nutzer
Geistiger Dünnschiss. Aber Verkaufszonen für Drogen einführen. Absolut Strunzdumme.
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