Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten getestet
Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten getestetFoto-Quelle: DrawnByShaun / pixabay
Stiftung Warentest empfiehlt elektrische Zahnbürsten vom Discounter

Viele Menschen sind auf elektrische Zahnbürsten umgestiegen – aus Bequemlichkeit oder weil sie Fachleuten zufolge die Zähne besser reinigen. Sie sind teurer als Handzahnbürsten – allerdings gibt es beim Discounter günstige Modelle, die den teuren Varianten kaum nachstehen, wie Stiftung Warentest ermittelt hat.

Regelmäßig prüft die Stiftung Warentest, wie gut sie reinigen, wie einfach ihre Handhabung ist und ob sie den Belastungen im Dauertest standhalten. Jetzt nahm sie 83 Modelle unter die Lupe, davon sieben für Erwachsene für 100 Euro und weniger.

Discounter-Zahnbürsten schneiden gut ab

Testsieger wurde "Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin" ("gut", 1,9) für 95 Euro.

Allerdings schnitten einige Discounter-Zahnbürsten fast genauso gut ab:

  • "Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional" von Dm („gut“, 2,1), 16 Euro
  • "Budnident Akku Zahnbürste Total Clean" von Budnikowski („gut", 2,1), 16 Euro

Der Preishit ist:
"Nevadent Professional Care" von Lidl" ("gut", 2,2), die zu Jahresbeginn als Aktionsware für 8 Euro verkauft wurde. Derzeit ist sie allerdings nur online im Lidlshop für 12,99 Euro plus Versandkosten erhältlich. Doch Augen offenhalten schadet nicht, vielleicht kommt sie wieder in die Läden.

Als einzige "sehr gut" bei der Zahnreinigung

Die Bürste schaffte im Test als einzige bei der Zahnreinigung ein "sehr gut", wie „stern.de“ schreibt. Allerdings ist sie auch das einzige Gerät, das batteriebetrieben ist. Es können zwar auch Akkubatterien eingesetzt werden, um den Batterieverbrauch zu senken – doch ist dies eindeutig aufwändiger als ein eingebauter Akku.

Hier geht’s zu den weiteren Ergebnissen.

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Wie man richtig putzt mit oszillierend-rotierenden Bürsten

Bei allen vier genannten handelt es sich um so genannte oszillierend-rotierende Zahnbürsten. Sie habe runde Bürstenköpfe und machen pro Minute in der Regel 8800 schwingende Seitwärtsbewegungen und rotieren in einem Winkel von 50 bis 70 Grad. Einige dieser Zahnbürsten kombinieren das mit pulsierenden Bewegungen. Wie die „Stiftung Warentest“ erläutert, sollte mit ihnen jeder Zahn einzeln für einige Sekunden geputzt werden. Dazu die Zahnbürste parallel am Zahnfleischrand aufsetzen und dann daran entlangführen. Oszillierend-rotierende Zahnbürsten sind relativ laut.

Wie man richtig putzt mit schallaktiven Bürsten

Abgesehen davon gibt es schallaktive Zahnbürsten: Sie haben längliche Bürs­tenköpfe, die mehrere Zähne gleichzeitig erreichen. Pro Minute führen sie 13.000 bis 40.000 vibrierende Bewegungen aus – ihnen verdanken sie ihren Namen. Die Putztechnik mit einer schallaktiven Zahnbürste ist ähnlich wie bei einer Handzahnbürste: Den Bürstenkopf sollte man im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen, Beläge lockern und vom Zahnfleisch weg ausfegen. Schallaktive Zahnbürsten haben einen gleichmäßigen, sirrenden Ton.

Wahl vom Putzverhalten abhängig machen

Hinsichtlich der Reinigungsleistung haben die Tester keine eindeutigen Vorteile bei einem der Systeme gefunden. Es hänge vom Putzverhalten ab. Nutzern, die es bei der Zahnreinigung bequem haben möchten, seien wohl Schallzahnbürsten zu empfehlen.

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