Eklatantes Datenleck bei Telekom-Routern: Kunden sollten SOFORT updaten

Vor wenigen Tagen erst wurde ein eklatantes Datenleck bei einem Telekom-Router einer Arztpraxis in Celle bekannt: Rund 30.000 Patientendaten waren offen im Netz zugänglich - womöglich über Monate oder noch länger. Jetzt stellt sich heraus, dass offenbar noch zwei weitere Geräte betroffen sind.

Die Telekom hat eine Sicherheitslücke bei drei Routern
Die Telekom hat eine Sicherheitslücke bei drei RouternFoto-Quelle: Mika Baumeister via unsplash

Bei den betroffenen Geräten handelt es sich um die Digitalisierungsbox Standard, Digitalisierungsbox Premium sowie die Digitalisierungsbox Smart. Alle drei Modelle leiden laut „chip.de“ unter einer fehlerhaften Zuordnung in der Port-Weiterleitung. Entsprechend seien auch die Patientendaten ins Netz gelangt.

Telekom warnt in Mails

Dies gehe aus Mails hervor, in denen die Telekom seit Kurzem betroffene Kunden zum Update auffordert, wie „heise.de“ berichtet.

Erster Versuch zu reparieren war ungenügend

Das Problem sei bereits seit mehreren Monaten bekannt gewesen. Der Versuch, die Situation mit dem vorherigen Update zu entschärfen, gelang dem Bericht zufolge nicht umfassend: Da die Änderung erst nach einem Werksreset wirksam wurde, seien Router, die schon länger in Betrieb waren, weiter in Gefahr.

Teils automatischer Upload

Anders soll es beim aktuellen Telekom-Update sein. Das Firmware-Update mit der Versionsnummer 11.1.2.102 wird bei vielen Kunden automatisch geladen. Wo dies nicht geschehen ist, sollte die Aktualisierung unbedingt manuell gestartet werden. Hier können Sie sie downloaden.

Gängige Modelle

Brisant: Bei den Routern handelt es sich um Standard-Modelle für Geschäftskunden, die vielerorts im Einsatz sein dürften. Genaue Zahlen zu betroffenen Kunden will das Unternehmen nicht nennen.

Telekom räumt Fehler ein

Die Telekom, die bereits seit Mai von den Problemen wusste, räumt Fehler ein: "Wenn Sie mich fragen, warum es von Mai bis heute gedauert hat, einen solchen Patch anzubieten, so kann ich Ihnen darauf keine Antwort geben. Das ist eindeutig ein Fehler von uns, hier hätten wir schneller gemeinsam mit dem Hersteller Bintec Elmeg agieren müssen.", sagte der Pressesprecher des Unternehmens der Zeitschrift "c't".

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