Achtung, WhatsApp-Nutzer -  Dasta kann euch ausspionieren
Achtung, WhatsApp-Nutzer - Dasta kann euch ausspionierenFoto-Quelle: Pixabay
Spionage-App Dasta überwacht eure WhatsApp-Chats

Gruselige Vorstellung für Nutzer von WhatsApp: Mit der Spionage-App "Dasta" ist es möglich, sie zu überwachen - zumindest ihr Chat-Verhalten. Doch daraus lassen sich für Online-Stalker jede Menge Schlüsse ziehen. Mehr als vielen Nutzern von WhatsApp bewusst und vermutlich auch lieb ist.

Platz 1 der Download-Charts

Das Online-Verhalten ihrer Kontakte auf diese Weise zu stalken, das wollen offenbar sehr viele WhatsApp-Nutzer: Die App Dasta ist derzeit auf Platz 1 der Download-Charts.

Der "Tracker für WhatsaApp", so der komplette Name, verspricht, den Online-Status - und damit das Verhalten - jedes x-beliebigen WhatsApp-Nutzers herausfinden und protokollieren zu können. Rund um die Uhr. Vorausgesetzt, man hat dessen Telefonnummer.

Darum ist Dasta alles andere als harmlos

Das klingt zunächst vergleichsweise harmlos, nach dem Motto: "Mir doch egal, dann soll halt jeder sehen, wann ich online war." Doch so harmlos ist diese Schnüffel-App nicht, wenn man bedenkt, was für Schlüsse sich daraus nach Meinung von Experten ziehen lassen.

So wirbt Dasta damit, dass die App seinen Nutzern auf Wunsch eine Push-Nachrichten schickt, sobald die überwachte Person online ist.

Die Info, wann diese Person wieder offline war, gibt's dazu. Aus diesen Daten lässt sich der Tagesablauf des jeweiligen WhatsApp-Nutzers rekonstruieren.

Kostenlos können Stalker mit der App einer Person hinterher spionieren. Je mehr Personen auf der Überwachungsliste stehen, desto mehr müssen Nutzer der Schnüffel-App zahlen. Für rund 9 Euro kann man bis zu vier Personen ins Visier nehmen, für rund 22 Euro bis zu zehn.

"Etwas Psycho, aber genau das habe ich gesucht"

Überwacht jemand mithilfe von Dasta das Chatverhalten mehrerer Kontakte, lasse dies Spekulationen zu, wer wann mit wem geschrieben hat, "und deckt vielleicht heimliche Liebeleien oder Flirts auf", warnt "Computer Bild".

Wofür sie Dasta offenbar benötigen, zeigen einige Nutzer der App in ihren Bewertungen im App Store: "Jetzt hat der keine Ausreden mehr, der sagt, dass er nicht am Handy war", schreibt einer. "Etwas Psycho, aber genau das habe ich gesucht", ein anderer.

Dasta nutzt Schwachstelle bei WhatsApp aus

Die Schnüffel-App nutzt eine seit langem bekannte Schwachstelle bei WhatsApp aus: Der Messengerdienst zeigt an, wenn Nutzer online sind.

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Zwar gibt es die Möglichkeit, über die Einstellungen in WhatsApp den eigenen Online-Status zu verbergen.

Allerdings schützt dies laut Chip.de nicht davor, dass das eigene Online-Verhalten durch eine App wie Dasta überwacht wird. Denn die Einstellung bezieht sich demnach nur darauf, wann man zuletzt online war.

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Selbst wenn man diese Information nicht jedem seiner Kontakte zeigen will, erfährt doch jeder, sobald man WhatsApp öffnet - dann nämlich wird der Online-Status angezeigt.

Dagegen kann man nichts machen: "Eine wirksame Möglichkeit, diese Information zu schützen, gibt es bislang nicht", schreibt Chip.de. Genau deshalb funktioniere eine App wie Dasta.

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7 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Ales was online ist, macht uns gläsern
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wize.life-Nutzer
Außerdem bin ich der Meinung, sobald ich mein Handy anknipse, weissen es schon etliche, daß ich wieder im Netz rumdödel...! Also, was soll diese "Aufklärung" ?
wize.life-Nutzer
Jo, ich meine immer, jeder, wie er es mag - ich nutze z. B. kein Facebook ! Schönen Tag noch !
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wize.life-Nutzer
Threema - sicher. Andere nutzen Telegram - vor allem Firmen und Behörden. Also - es gibt Alternativen.
wize.life-Nutzer
Ich benutze kein Waths App, dann kann man mir auch nicht nachschnüffeln.
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wize.life-Nutzer
Wenn man nichts schreibt, was vertraulich ist oder zu privat dann habe ich nichts zu verbergen! Ich lösche auch alles gleich nach dem lesen. Ich glaube , dass bei mit Dasta keine Freude hat.
wize.life-Nutzer
Hallo Hannelore, Ich glaube das ist zu engstirnig gesehen.

Das es heute keinen oder fast keinen Datenschutz mehr gibt, dürfte selbst dem "Unwissensten" in dieser Branche bekannt sein. Da ist es egal ob man seine Nachrichten löscht oder nicht, denn wie bekannt, : D A S I N T E R N E T V E R G I S S T N I C H T S !

Viel empörender empfinde ich das gewisse Stellen oder Behörden und wer weiß ich noch ( nicht ) vieles über Dich erfahren was selbige eigendlich nicht wissen sollten ( dürfen ). Angefangen von Versicherungen,Banken,Arbeitgeber, etc. und dies sind meines Erachtens nur die Anfänge! Ich mag mir nicht ausmalen wohin dies noch führen wird bzw. schon geführt hat, es wäre naiv zu glauben das es mit der Argumentation Deines "Comments so einfach wäre.
Diese erneute "Industrielle Revolution" hat ja noch nicht einmal so richtig begonnen und erwirtschaftet jetzt schon Billionen von Dollar im privaten Sektor. Dies sind solche riesigen Gewinne das die "Privatwirtschaft" ganze Staaten kaufen könnten ohne das die Politik etwas dagegen unternehmen könnte. Wer regiert denn nun diese Welt ? "Soziale Marktwirtschaft" hat ja wohl schon ausgedient, was da wohl als nächstes kommen könnte ? "Neokapitalismus" ist ja nun kein Schlagwort mehr, jedoch muss das Geld auch "arbeiten" können und dies hat ja wie die Geschichte zeigt, bisher immer mit einem "Großen Krieg" bisher auch hervorragend funktioniert. Der einzige Makel an der Sache ist nur das mit den heutigen Waffen ein begrenzter Krieg unter den Großmächten nicht mehr möglich erscheint. / vg.
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