Kontakt zu Enkelkindern hält Großeltern nicht nur auf Trab, sondern schützt  ...
Kontakt zu Enkelkindern hält Großeltern nicht nur auf Trab, sondern schützt sie auch vor EinsamkeitFoto-Quelle: Fotolia
Neue Studie: Großeltern-Sein schützt vor Einsamkeit

Aktive Großeltern haben größere soziale Netzwerke als diejenigen ohne diese Rolle. Somit könnte die Fürsorge für ein Enkelkind mit einem geringeren Risiko für Einsamkeit und sozialer Isolation verbunden sein. Das berichten Wissenschaftler der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) im Fachjournal BMJ Open.

Aktive Großeltern verfügen demnach über größere soziale Netzwerke. Zu diesen gehören Menschen, die für sie wichtig sind. Zuvor veröffentlichte Forschungen
legten bereits nahe, dass soziale Netzwerke ein Schlüsselfaktor für Gesundheit und Wohlbefinden sein können, insbesondere bei älteren Menschen.

Großeltern übernehmen den Wissenschaftlern vom Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung am UKE zufolge mehr und mehr die Rolle der Kinderbetreuung - oft in einer ergänzenden Rolle, um ihren eigenen Kindern in ihrer Aufgabe als Eltern zu helfen, wenn andere Betreuungsformen nicht zur Verfügung stehen.

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Für ihre Publikation haben die Forscher Daten der sogenannten DEAS-Studie ausgewertet. In dieser wurde seit 1996 alle drei Jahre eine bundesweit repräsentative Stichprobe älterer deutscher Erwachsener (40-85 Jahre) erhoben.

Großeltern ohne Fürsorgerolle sind einsamer

Unter den aktiven Großeltern mit einem Durchschnittsalter von 66 Jahren lag die durchschnittliche Einsamkeitsrate bei 1,7 und die durchschnittliche soziale Isolation betrug 1,6, während die durchschnittliche Anzahl der Menschen, mit denen sie regelmäßig Kontakt hatten, bei sechs lag.

Großeltern, die keine aktive Fürsorgerolle hatten, erzielten höhere durchschnittliche Einsamkeitswerte (1,8) und standen in regelmäßigem Kontakt mit weniger wichtigen Personen (durchschnittlich 4-5).

Selbstwertgefühl von Oma und Opa steigt

"Ihrer Familie bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, kann das Selbstwertgefühl der Großeltern stärken und auch anhaltend positive Beziehungen zu ihren Kindern und Enkeln fördern", erklären die Forscher. Darüber hinaus könne die Fürsorge für Enkelkinder auch den sozialen Kreis der Großeltern erweitern."

In der Studie wurden keine Informationen darüber gesammelt, ob die Großeltern in der Nähe oder weiter weg leben und wie oft sie ihre Enkelkinder betreuen.

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9 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Hallo Leute
Wenn ich das so lese,frage ich mich für was wir so teuere Wissenschaftler finanzieren.
Es werden als wissenschaftliche Ergebnisse Binsenweisheiten dargestellt ,bei dem man nicht studieren muss.
Jeder normale Mensch würde doch zu diesen Ergebnissen kommen .
Da braucht man doch keine Wissenschaftler.
Oder sind solche wissenschaftliche Ergebnisse nichts anderes als die Wissenschaftler zu beschäftigen.
Es gibt doch ganz andere Probleme für die wir die Wissenschaftler benötigten.
Gruß
Karl-Heinz
der alte Sack
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wize.life-Nutzer
Nicht nur das Großeltern-Sein bewahrt vor Einsamkeit, auch den tätigen Christen. Denn in Matthäus 25,31-46 sagt Jesus Christus zusammenfassend: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan".
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wize.life-Nutzer
Oh ja, vor allem wenn sie "aus dem Haus gehen " !! Dann sind sie "groß " ! Kommen zu Besuch , aber es ist nicht das Selbe .....als wenn am sie zu Bett bringen kann ,in die Schule ,abholen und unendlich viel "an das Herz drücken " !!
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wize.life-Nutzer
Also......, diese Studie kann ich nun wirklich nicht unterschreiben.....
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wize.life-Nutzer
Diese Eisamkeit ist ein Teil der Wut der Ostbürger. Hier wanderten unsere Kinder aus Mangel an Arbeit nach der Wende aus. Haben sich woanders ein Leben aufgebaut. Die Enkelkinder sind weit weg. Man kan nicht verlangen das sie zurück kommen. Ausser Verwaltung, Handel und Gesundheitswesen gibt es hier immer noch keine Arbeit und wenn immer noch schlechter bezahlt. Das Problem hier wird noch grösser werden.
wize.life-Nutzer
Meine Erfahrung....., zu tuen gibt es immer reichlich, man muss nur richtig hin schauen....
wize.life-Nutzer
Solange ich kann, mache ich vieles; Seniorenverein, Schulpatenschaft, "Alt und Jung",.... aber das ist alles nicht das Gleiche . Der Familienzusammenhalt ist hier im Osten erheblich gestört und wird noch zu großen Problemen führen. z.B. ist die Selbstmordrate erheblich angewachsen. Ich wollte nur auf diese Probleme aufmerksam machen, auch die politische Auswirkungen sind nur eines. Ein Miteinander, gegenseitige Rücksichtnahme,.... kan nicht erlebt und auch erlernt werden.
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wize.life-Nutzer
ja das kann ich nur bestätigen, wie einsam und leer wäre meine Welt ohne meine Enkelkinder. Ich hatte das große Glück mit 71 Jahren noch einmal Oma zu werden und mit73 noch einmal, hatte bis dahin schon 2 Erwachsene Enkelkinder die mittlerweile schon Ihre eigenen Wege gehen, aber ich war auch immer da für sie hab viel gemacht mit Ihnen heute geht es gesundheitlich nicht mehr so gut und die Kinder wohnen über 30 Kilometer entfernt. Es ist jedesmal ein Fest wenn ich sie sehe und wir können jede Menge Spiele machen.Es ist eine Bereicherung auf beiden Seiten und es ist sehr traurig wenn jemand die Erfahrungen nie machen konnte wenn keine Kinder da waren
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