Fotos auf Facebook gepostet - Höchst persönliche Lebensbereich verletzt
Fotos auf Facebook gepostet - Höchst persönliche Lebensbereich verletztFoto-Quelle: Thomas Ulrich/Pixabay
Vater (23) macht Fotos von Tochter (1) und stellt sie ins Netz - Strafe!

Kinderfotos auf Facebook posten - ja oder nein? Eine Streitfrage im öffentlichen Diskurs ebenso wie in Familien. Eine sorgeberechtigte Großmutter hatte geklagt und nun vom Amtsgericht Hannover Recht bekommen. Ein 23-Jähriger hatte gegen den Willen der Oma Fotos seiner kleinen Tochter ins Netz gestellt.

Das Amtsgericht Hannover verurteilte den jungen Vater zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 1600 Euro. Er hatte mit Erlaubnis der sorgeberechtigten Großmutter Fotos von sich und dem damals neun Monate alten Baby gemacht, doch diese dann entgegen des ausdrücklichen Verbots auf Facebook gepostet.

Die Großmutter stellte Strafantrag, das Amtsgericht Hannover nun den 23-Jährigen schuldig. Denn durch das Veröffentlichen der Fotos habe er den höchst persönlichen Lebensbereich des Kindes verletzt, so das Gericht. Wie der "NDR" mit Berufung auf einen Gerichtssprecher berichtet, hat sich der Vater bis zum Schluss geweigert, die Fotos bei Facebook zu löschen.

Weder die Staatsanwaltschaft noch der junge Vater legten Rechtsmittel ein. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Es wird davon ausgegangen, dass der 23-Jährige die Fotos nun von dem sozialen Netzwerk entfernt.

3 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Warum sollte er - und das Netz vergisst nicht.
wize.life-Nutzer
Ob sich "Oma"und der Vater jemals wieder vertragen, eher zweifelhaft!
Man mag das Urteil verstehen oder nicht, ich habe da so meine Bedenken.
wize.life-Nutzer
Muss auch nicht sein
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