Mehr Würstchen und trotzdem weniger fürs Geld - das gibt's bei Bifi
Mehr Würstchen und trotzdem weniger fürs Geld - das gibt's bei BifiFoto-Quelle: Pixabay/Christelle Prieur (Symbolbild)
Mogelpackung des Monats: Wie Bifi trickreich die Preise erhöht

Statt eines Fünferpacks gibt es jetzt Bifis Minisalami im Sechserpack. Dass der Preis daher ein wenig gestiegen ist, mag zunächst angemessen erscheinen. Doch beim genauen Blick steckt dahinter eine saftige Preiserhöhung – und das ist nicht die einzige.

Der Handel hat gleichzeitig fast flächendeckend die Preise für den neuen Bifi-Sammelpack erhöht, wie die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet: Statt 1,99 Euro kostet die Packung nun 2,49 Euro.

Minisalamis sind geschrumpft

Dafür gibt’s ja auch sechs Würstchen … Wer genau hinsieht, erkennt, dass die einzelnen Minisalamis schmaler und somit weniger geworden sind – statt 25 wiegen sie noch 22,5 Gramm. Im vermeintlichen Sechserpack steckt nur unwesentlich mehr Inhalt: statt 125 Gramm sind es 135 Gramm.

16 Prozent teurer

Damit ist der 6er-Pack unterm Strich knapp 16 Prozent teurer als das Vorgänger-Produkt.

Die Rezeptur bleibt unverändert. Wie bei fast allen Salamis stecken viel Fett (45 Prozent) und das kritische Nitritpökelsalz (E 250) im Produkt.

Zur Mogelpackung des Monats erkoren

In einer Stellungnahme begründet der US-amerikanische Hersteller Jack Link's, der die Marke Bifi von Unilever übernommen hat, den Preisanstieg mit mehr Kosten für Landwirt, die zur Einhaltung der hohen Qualitätsstandards nötig seien. Ob die gesamten Mehrkosten an die Landwirte geht, geht nicht eindeutig aus der Begründung hervor – auch gibt es keine weiteren Hinweise auf verbesserte Haltungsstandards.

Für die Verbraucherzentrale Hamburg ist die Preiserhöhung deshalb die Mogelpackung des Monats.

Versteckte Preiserhöhung bei Bifi Roll

Mehr noch: Weitere Snacks der Marke Bifi wurden geschrumpft. Bei Bifi Roll ist demnach die Füllmenge von 50 auf 45 Gramm sowie bei Bifi Roll XXL von 75 auf 70 Gramm reduziert worden, wobei die Packung identisch aussieht. Teilweise sei sogar mit einer Preiserhöhung im Handel einhergegangen – wieder zahlen Verbraucher 16 Prozent mehr.

1 Kommentar

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wize.life-Nutzer
Diese "versteckte" Preiserhöhung ist doch nichts Neues.Schon zu DM-Zeiten
wurde sie fleißig praktiziert: Auf dem Weindorf 0,25 ltr Wein zu DM 2,--
(ja das waren noch Zeiten ). Im darauffolgenden Jahr, nein, nein, nicht teurer,
doch nur noch o,20 ltr. Ein Paket Filtertüten 100 St. DM 0.95 und dann, oh ja,
immer noch DM 0.95 doch siehe da nur noch 80 St. im Paket. Diese Reihe könnte
man noch eine Weile fortsetzen.
Also, alles schon mal da gewesen ! ! !
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