Wikipedia ist eine unerschöpfliche Quelle des Wissens
Wikipedia ist eine unerschöpfliche Quelle des WissensFoto-Quelle: Screenshot Wikipedia
Was ist Wikipedia?

Es gibt wohl kein Thema, über das man bei Wikipedia keinen Eintrag findet. Unglaubliche 37 Millionen Artikel stehen auf der Plattform, verfasst in fast 300 Sprachen. Es ist das mit Abstand größte Nachschlagewerk der Welt.

Geschrieben werden die Texte von freiwilligen Autoren, und jeder Nutzer mit Internetanschluss kann sie abrufen und lesen - kostenlos. Mehrbändige Lexika wie der Brockhaus sind mit Wikipedia überflüssig geworden: Sobald sie im Schrank stehen, sind sie doch schon wieder veraltet. Das ist einer der großen Vorteile der Online-Enzyklopädie: Sobald etwas passiert oder sich etwas ändert, wird der entsprechende Eintrag verändert. Editieren und ergänzen kann ebenfalls jeder Nutzer - sogar ohne Anmeldung.

Wie Wikipedia-Fehler korrigiert werden und die Diskussionen darüber


Doch damit weniger Fehler passieren, kontrollieren ehrenamtliche Helfer die Änderungen und schalten sie frei. Zu manchen umstrittenen Themen entstehen erbitterte Diskussionen, die öffentlich bei jedem Artikel nachgelesen werden können - unter dem Reiter Versionsgeschichte. Hier sind alle Versionen und Änderungen aufgelistet, inklusive eventueller Debatten.

Wikipedia setzt auf die Weisheit der Masse: Wenn einer etwas Falsches schreibt oder seine Korrekturen nicht mit Quellen belegt, wird jemand anders das bemerken und verbessern. Das Online-Lexikon will am liebsten möglichst objektiv sein. Und natürlich vielfältig: Auf der Seite stehen auch viele Einträge, die es wohl nie in den Brockhaus oder andere Lexika geschafft hätten, etwa zum Fliegenden Spaghettimonster, zu Fernsehserien oder Stars und Sternchen.

Deutsche Wikipedia ist seit März 2001 online


Gegründet wurde die Wikipedia im Januar 2001 von dem Amerikaner Jimmy Wales. Die deutsche Fassung folgte im März 2001. Fast 1,9 Millionen Artikel in deutscher Sprache gibt es auf dem Portal. Damit ist diese die drittgrößte Wikipedia-Fassung nach der englischen (fünf Millionen Artikel) und der schwedischen (2,4 Millionen). Die Texte werden nicht einfach übersetzt, manche gibt es nur auf Deutsch, bei anderen Themen ist die englische Variante ausführlicher.

Betrieben wird die Wikipedia von einer Non-Profit-Organisation. Die Wikimedia Foundation hat das Ziel, freies Wissens zu fördern. Jedes Jahr steht deshalb auch eine Spendensammlung auf der Seite des Online-Lexikons an. Hierzulande ist die Wikimedia Deutschland für die Seite verantwortlich.

Wikipedia als Quelle der Inspiration - und für lustige Fehler


Wikipedia ist eine tolle Möglichkeit, sich schnell und ganz einfach über Themen zu informieren. Sie können etwa einen Tag im Jahr eingeben, etwa "3. August", und sehen dann, was in der Geschichte zu diesem Datum passiert ist. Man kann sich auch inspirieren lassen: In jedem Eintrag gibt es Querverweise zu anderen Themen, und auf der Startseite steht immer ein "Artikel des Tages". Hier finden sich auch Kästen mit aktuellen News sowie kürzlich verstorbenen Prominenten. Außerdem sehen Sie eine Auflistung zu den Ereignissen am aktuellen Tag im Lauf der Jahre.

Obwohl so viele Menschen an der Wikipedia arbeiten und falsche Einträge korrigieren, schleichen sich trotzdem immer wieder Fehler ein. Sie sollten deshalb immer noch eine zweite Quelle hinzuziehen, um Fakten zu prüfen.

Legendär ist der Faux-pas rund um den Namen des ehemaligen Ministers Guttenberg: Der Freiherr hat einen komplizierten Namen: Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Ein Wilhelm gehört nicht dazu. Als der CSU-Politiker im Februar 2009 Wirtschaftsminister wurde, mogelte ein Witzbold in dessen Wikipedia-Biografie allerdings auch einen den Wilhelm hinein. Dieser Fehler stand zwar nicht lange auf der Seite, zahlreiche Medien übernahmen ihn aber ungeprüft aus dem Online-Lexikon. Konzerne wurden erwischt, als sie Einträge über Produkte beschönigen wollten, zum Beispiel der Ölkonzern Chevron-Texaco.

Die nicht existierende Insel und ein kreativer Fan


Monatelang stand bei Wikipedia ein Eintrag über eine Insel namens Porchesia, die angeblich vor Syrien liegt und auf der genau 354.897 Menschen leben. Doch die Insel existiert gar nicht.
Manchmal nutzen Menschen Wikipedia-Fälschungen aber durchaus kreativ: Ein Fan der australischen Band Peking Duk wollte unbedingt in den Backstage-Bereich gelangen. Er frisierte den Wikipedia-Eintrag der Gruppe und ergänzte ihn um seinen Namen - er bezeichnete sich als Familienmitglied. Den Ordnern beim Konzert zeigte er den Eintrag auf dem Smartphone mit seinem Ausweis - und durfte in den Backstage-Bereich. Die Band nahm's mit Humor.

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2 Kommentare

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wize.life-Nutzer
Wikipedia ist für mich keine zuverlässige Informationsquelle. Umfangreich, aber nicht zuverlässig.
wize.life-Nutzer
sehe ich genauso. Als Erstinformation OK, aber wenn es in die Tiefe gehen soll, sollte man sich seriöser Quellen bedienen.
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